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Forum > Sonstige Branchen > BMW AG - Hier scheint die Welt noch in Ordnung

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BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG VORZUGSAKTIEN O.ST. EO 1

Aktueller Kurs (Frankfurt, 21.11.2008 17:20)
Letzter Kurs: 13,72 EUR WKN: 519003 BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG VORZUGSAKTIEN O.ST. EO 1 Chartbild
Veränd. abs.: -0,73 EUR Symbol: BMW3
Veränd. in %: -5,05 % ISIN: DE0005190037
Volumen 4.461 Stück Typ: Aktie
Geld/Brief:
Bid 13,95 Ask 14,10
(400,00) (400,00)

Thema: BMW AG - Hier scheint die Welt noch in Ordnung

Thema Nr. 28616  
Thema eröffnet von:  KlaraT Beiträge: 19 Bewertung (0):
am: 08.10.07 09:50 Gelesen gesamt: 599    
Letzter Beitrag von:  Bonea Gelesen heute: 2      
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Von  huetter69 Erstellt am: 11.01.08 10:11 Beitrag Nr.: 85.589 Weitere Beiträge
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BMW, Daimler, Volkswagen
Drohende Dollar-Effekte


BMW, Daimler und Volkswagen leiden einer Studie der Ratingagentur Moody's zufolge unter dem schwachen US-Dollar besonders stark. Die anhaltende Dollar-Schwäche stelle für sie ein "echtes Problem" dar. Die drei deutschen Automobilhersteller generieren einen beträchtlichen Teil ihres Umsatzes in den USA, produzieren die meisten ihrer Fahrzeuge jedoch in Europa.

Von dem Dollar-Effekt sind die europäischen Konkurrenten Renault, Peugeot und die Fiat laut Moody's in geringerem Ausmaß betroffen. Allerdings sei hier das Problem, dass sie im Massenmarkt - in dem die Margen geringer sind als im Premiumsegment - mit starken Wettbewerbern konfrontiert sind.

Die europäische Automobilbranche steht damit vor einem schweren Jahr. Die Kreditqualität der Automobilhersteller könnten 2008 beeinträchtigt werden, heißt es in der Studie. Die Analysten nennen in diesem Zusammenhang neben dem schwachen US-Dollar vor allem Überkapazitäten von bis zu 25 Prozent und eine nachlassende Nachfrage in Westeuropa.

Hinzu kommen möglicherweise Umwälzungen im Kaufverhalten der Kunden. Ausgelöst durch striktere Sicherheits- und Umweltbestimmungen sowie höhere Rohmaterialpreise könnten sich die Käufer Modellen zuwenden, die aus der Sicht der Hersteller weniger profitabel sind.


Die ansteigende Nachfrage in Brasilien, Russland, Indien und China werde das Wachstum im Jahr 2008 und darüber hinaus zwar antreiben, schreiben die Analysten. Allerdings neigten diese Märkte dazu, volatiler zu sein. Zudem seien die Gewinnmargen hier "generell geringer als in reiferen Märkten".

"Die momentan starken Liquiditätsprofile europäischer Automobilhersteller könnten unter Druck geraten, falls die gegenwärtigen Aktienrückkaufprogramme über das Jahr 2008 hinausgehen oder aktivistische Aktionäre die Unternehmen zwingen, mehr Bargeld an ihre Anleger auszuschütten", so Moody's.

Die Ratingagentur geht für 2008 davon aus, dass die Neufahrzeugzulassungen in Europa mit einem Plus von 1 Prozent etwa auf dem Niveau des Vorjahres bleiben werden.

Für den deutschen Markt erwartet Moody's ein Plus von 3,5 Prozent bei den Neuzulassungen nach einem Rückgang um 9 Prozent im vergangenen Jahr.

Global gesehen prognostiziert die Studie einen Anstieg der Nachfrage nach Automobilen und Lkw um rund 3 Prozent per annum über die nächsten fünf Jahre. Wichtigster Faktor sei die wachsende Nachfrage in den Schwellenländern.

 

Von  patare71 Erstellt am: 15.02.08 11:06 Beitrag Nr.: 115.333 Weitere Beiträge
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BMW: Audi und Daimler (noch) im Rückspiegel

 

STUTTGART. Das Wettrennen der deutschen Premium-Autohersteller spitzt sich zu. Derzeit hat BMW bei den weltweiten Auslieferungen die Nase vorne, knapp gefolgt von Mercedes. Das kann sich jedoch bald ändern.

Seit 2005 ist der bayerische Autohersteller BMW Nummer eins im prestigeträchtigen und renditestarken Premiumsegment (siehe Grafik). Das Überholen des ewigen Rivalen Mercedes war Balsam auf die Seele der Münchener – hätte doch Mercedes-Mutter Daimler-Benz in den sechziger Jahren den damals schwer angeschlagenen BMW-Konzern beinahe geschluckt.

BMW hat in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Wachstum hingelegt: Von 2000 bis 2007 wurden die weltweiten Auslieferungen um 55 Prozent auf 1,276.793 Autos gesteigert. Im Vorjahr wurde der Abstand zu Mercedes und Audi sogar noch einmal vergrößert. Die Bayern dürfen sich jedoch nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen – denn Mercedes und Audi haben ambitionierte Ziele. Der Kampf um Platz eins wird damit härter.

Wovon Daimler profitiert

Mercedes wird von der Trennung des Milliardengrabes Chrysler stark profitieren. Der verlustreiche US-Autobauer hat nicht nur Management-Kapazität gebunden, sondern auch Geld. Nun, nachdem sich Finanzinvestor Cerberus mit den Chrysler-Problemen herumschlagen muss, können die Mercedes-Gewinne wieder ausschließlich in die Mercedes-Produktentwicklung fließen. Dazu kommt, dass die Zahl der guten Fahrzeugentwickler beschränkt ist. Sie mussten früher zwischen Stuttgart und der Chrysler-Zentrale in Auburn Hills hin- und herfliegen. Nun können sie sich wieder ganz auf die Stammmarke Mercedes konzentrieren.

Audis Pläne

Und dann ist da noch die noble VW-Tochter Audi. Die Ingolstädter, die den weltweiten Fahrzeugabsatz zwischen 2000 und 2007 um 47 Prozent steigern konnten, verfolgen ehrgeizige Pläne: „Bis zum Jahr 2015 wird Audi die Nummer eins sein“, sagte Vorstandschef Rupert Stadler erst kürzlich wieder.

Mit welcher Energie Audi sein Ziel verfolgt, zeigt die laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ bevorstehende Ablöse von Vertriebsvorstand Ralph Weyler, der seit 2003 für beeindruckende Absatzsteigerungen verantwortlich zeichnet.

Ihm wird vorgeworfen, dass Audi speziell in den USA noch weit abgeschlagen hinter BMW und Mercedes rangiert. Außerdem ist er ein enger Freund des Ende 2006 geschassten VW-Chefs Bernd Pischetsrieder.

Der Trumpf von BMW

BMW hat jedoch im Premiumrennen einen wichtigen Trumpf in der Hand: Die Münchener haben mit dem Spritsparprogramm „Efficient Dynamics“, das Verbrauch und damit CO2-Ausstoß deutlich senkt, die Rivalen abgehängt. In Zeiten des Klimawandels, wo nicht mehr nur möglichst hohe Leistung und edles Design zählen, könnte das ein entscheidender Vorteil sein.

 

In Österreich hat wiederum Audi bereits seit Jahren die Nase klar vorne: 2007 wurden 15.785 Autos neu zugelassen. BMW (12.072) und Mercedes (12.043) rittern um Platz zwei. Im Jänner 2008 liegt jedoch Mercedes mit 1079 Neuzulassungen vor Audi (1037) und BMW (988).

 

Von  patare71 Erstellt am: 15.02.08 11:09 Beitrag Nr.: 115.337 Weitere Beiträge
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BMW mit neuem Vertriebsleiter

Philipp von Sahr wird zum 1. April 2008 neuer Leiter Vertrieb Deutschland der BMW Group. Er folgt Ludwig Willisch nach, der Anfang dieses Jahres den Vorsitz der Geschäftsführung der BMW M GmbH übernommen hat.

 

Von Sahr (50) übernimmt mit seiner neuen Aufgabe die Vertriebsverantwortung für den nach den USA zweitgrößten Einzelmarkt der BMW Group. Der Absatz in Deutschland lag im letzten Jahr bei 285.000 Automobilen. Der Manager gehört seit 1987 dem Unternehmen an und war zuletzt Leiter der BMW-Niederlassung in Frankfurt. Davor war er Leiter der Vertriebsgesellschaft Norwegen der BMW Group. Die Nachfolge der BMW-Niederlassungs-Leitung in Frankfurt wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

 

Von  patare71 Erstellt am: 28.02.08 14:48 Beitrag Nr.: 124.128 Weitere Beiträge
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Die Überschrift des Threads sollte man aber nicht den Mitarbeitern zeigen.

 

BMW will weltweit 8100 Stellen streichen.

 

 

Von  patare71 Erstellt am: 28.02.08 14:51 Beitrag Nr.: 124.131 Weitere Beiträge
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Und davon alleine in Deutschland 7500.

 

 

BMW will Milliarden sparen und streicht in Deutschland 7500 Arbeitsplätze

 

 

Egal wo man hinsieht, bei den großen Konzernen, überall werden Stellen abgebaut und das obwohl einige richtig fette Gewinne gemacht haben.

 

Von  patare71 Erstellt am: 04.03.08 13:42 Beitrag Nr.: 125.040 Weitere Beiträge
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AUTOSALON: BMW steigert Absatz im Februar - Prognosen stehen



Nach einer Wachstumsdelle zum Start ins neue Jahr hat der BMW-Konzern seinen Absatz im Februar gesteigert. "Wir gehen davon aus, dass wir im Februar im mittleren einstelligen Prozentbereich gewachsen sind", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Dienstag auf dem Auto-Salon in Genf. Ziel bleibe es, 2008 mit allen drei Marken zu wachsen. Im Januar war der Gruppen-Absatz um knapp zwei Prozent gesunken. Reithofer betonte zudem, dass die Gewinnprognose für 2007 steht. BMW hatte angekündigt, den bereinigten Vorsteuer-Rekordgewinn aus dem Jahr 2006 von 3,75 Milliarden Euro zu übertreffen.

 

Von  patare71 Erstellt am: 04.03.08 13:46 Beitrag Nr.: 125.041 Weitere Beiträge
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Gebrauchter Traum auf vier Rädern - Das «Deutschlandauto» ist ein «BMW-Golf»



Ellerbek (ddp). Er ist blauschwarz, hat ein Schiebedach, 125 Pferdestärken unter der Haube und sieht von vorn aus wie ein gewöhnlicher VW Golf. Doch der erste Eindruck täuscht. Denn der metallicblaue Golf III ist ab Fahrzeugmitte ein carbonschwarzer BMW 316 E36. Diese skurrile Kombination eines «BMW-Golf» ist kein Phantasieauto aus einem Kindermalbuch, sondern das im Internet meistgesuchte Wunschauto der Deutschen - legt man die Suchabfragen zugrunde.

Anhand einer Auswertung von rund 30 Millionen Internetsuchabfragen für Gebrauchtwagen hat die mobile.de und eBay Motors GmbH über das gesamte Jahr 2007 das «Deutschlandauto» ermittelt und von vier Hamburger Hobbyschraubern eine straßentaugliche Version bauen lassen. Nach 925 Arbeitsstunden präsentierten Ideengeber und -umsetzer am Donnerstag das Ergebnis im schleswig-holsteinischen Ellerbek nahe Hamburg. Ab 4. März soll der «BMW-Golf» auf dem Genfer Autosalon dem Publikum präsentiert werden.

Modell, Laufleistung, Alter und Preis für das «Deutschlandauto» waren von mobile.de bestimmt worden, während Marke, Innenausstattung und Zubehör aus den Umfragedaten von eBay Motors stammen. Ergebnis der Analyse: Das «Deutschlandauto» ist eine Kombination aus einem gebrauchten BMW 316 E36 und einem Golf III mit Schaltgetriebe und einer ermittelten durchschnittlichen Laufleistung von 141 611 Kilometern. Die viertürige Limousine ist in den Farben Carbonschwarz und Metallicblau lackiert, die vom Heck bis zur Front ineinander verlaufen.

Das Auto hat hinten zwei Sommer- und vorne zwei Winterreifen. Drei Räder sind mit Alufelgen versehen, eines hat eine Chromfelge. Außerdem durften ein tragbares Navigationssystem, eine Alarmanlage mit Fernbedienung und ein Radio mit CD-Player nicht fehlen. Dieses durchschnittliche Auto dürfte nach Auswertung der Daten nicht mehr als 7310,90 Euro kosten. Tatsächlich aber habe der jetzige Prototyp - gemessen an Material- und Arbeitskosten - eine «zweistellige Zehntausender-Summe» gekostet, sagte Tim Hilpert, Sprecher der mobile.de und eBay Motors GmbH. Besonders erfreulich aber sei, dass der Wagen vom TÜV abgesegnet sei und eine Straßenzulassung besitze.

«Die Leute beim TÜV staunten nicht schlecht. Schließlich hatten auch sie so etwas noch nie gesehen», sagte Andreas Krüger, einer der Fahrzeugbauer. «Aber letztlich ist unser Wagen ohne jede Mängel durchgegangen.» Der TÜV sei allerdings nicht die größte Herausforderung gewesen, sondern vielmehr zuvor das Zusammenfügen der beiden zersägten Autohälften von BMW und Golf. «Denn der BMW ist sechs Zentimeter breiter als der Golf», sagte Flugzeugmechaniker Krüger. Allein an der Zusammenführung hätten er und seine Kollegen drei Tage lang gearbeitet. Weihnachten und Silvester habe man durchgearbeitet - trotz einiger Diskussionen in ihren Familien.

Auch wenn die Hobbybastler sichtlich erleichtert sind, dass ihr Projekt nun endlich fertig ist, blicken sie dennoch traurig dem Tag entgegen, wenn das Auto ihre Werkstatt endgültig gen Genf verlassen wird. Andreas Krüger würde den Wagen sofort als eigenes Auto fahren: «Es wäre schön, wenn wir das Auto irgendwann mal wiedersehen würden.»

 

Von  Araich Erstellt am: 01.08.08 18:55 Beitrag Nr.: 141.306 Weitere Beiträge
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BMW schockiert Anleger mit Gewinnwarnung

Die Schwäche am Automarkt erfasst BMW: Der bayerische Premiumhersteller kassiert angesichts der schwierigen Wirtschaftslage seine Ergebnisvorhersage. Die Börse reagiert entsetzt.

München - Die Gewinnprognosen von BMW sind normalerweise so sicher wie ein Bausparvertrag. Im Zuge der weltweiten Konjunkturkrise können aber selbst die Bayern ihre Ziele nicht mehr erreichen. Überraschend hat BMW nun seine Ergebnisplanung verworfen.

 

AP

Motorhaube eines BMW: "Massiv eingetrübt"

Wie der Konzern am Freitag mitteilte, hat sich das Umfeld für die Branche in den vergangenen Wochen "nochmals massiv eingetrübt". Steigende Öl- und Rohstoffpreise, die Schwäche des Dollar und die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise sowie die schwächere Konjunktur in den USA hätten die Rahmenbedingungen "deutlich verschlechtert". Das bisherige Ziel eines Gewinns vor Steuern von mindestens 3,78 Milliarden Euro gelte nicht mehr, sagte ein BMW-Sprecher. Ein neues Ergebnisziel für 2008 gab der Konzern gar nicht erst bekannt.

Aufgrund der notwendigen höheren Risikovorsorge wurde dem Unternehmen zufolge im laufenden Geschäftsjahr eine zusätzliche Rückstellung in Höhe von 695 Millionen Euro fällig. Das Ergebnis vor Steuern brach im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 35 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Der Überschuss habe sich um knapp 26 Prozent auf 994 Millionen Euro verringert. Der Umsatz stieg um 4,5 Prozent auf 27,84 Milliarden Euro.

Die Börse reagiert entsetzt: Am Morgen brachen die BMW-Aktien um über zehn Prozent ein.

Ein Händler sagte, man habe zwar mit schlechten Werten gerechnet, aber nicht in diesem Ausmaß: "Das sind katastrophale Zahlen." Für einen anderen Marktteilnehmer fiel die BMW-Gewinnwarnung mindestens "so schlecht" wie die des Konkurrenten Daimler (mehr...) vor rund einer Woche aus. Die Tiefstände des BMW-Aktienkurses von vor zwei Wochen dürften getestet werden, und er sei sich nicht sicher, ob die Marken standhielten.

BMW rechnet nicht mit einer Verbesserung der Lage. "Wir gehen davon aus, dass auch 2009 ein sehr anspruchsvolles Jahr mit großen Herausforderungen sein wird", erklärte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer. 2010 sollten sich dann die positiven Effekte aus dem Sparprogramm "Number One" deutlicher bemerkbar machen.

suc/dpa/ddp/dpa-AFX

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569453,00.html

 

Von  Bonea Erstellt am: 02.08.08 18:42 Beitrag Nr.: 141.389 Weitere Beiträge
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FOKUS: BMW kehrt nach Gewinnwarnung Absatzstrategie den Rücken

DJ FOKUS: BMW kehrt nach Gewinnwarnung Absatzstrategie den Rücken


Von Edward Taylor
THE WALL STREET JOURNAL

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Automobilhersteller BMW hat eine heftige Gewinnwarnung ausgegeben. Am Freitag kündigte der im DAX notierte Konzern anschließend die Rückkehr zu einer eher konservativen Absatzstrategie an: Das Münchner Unternehmen will künftig in den USA auf hohe Rabatte und günstige Leasingverträge verzichten, die in der Vergangenheit zu einer Steigerung des Marktanteils in Nordamerika verhelfen sollten.

Die Maßnahmen zur Absatzstimulierung in der Vergangenheit scheinen die Profitabilität von BMW angekratzt zu haben: Während der Automobilabsatz von 2002 bis 2007 um nahezu eine halbe Millionen Einheiten auf 1,5 Mio Fahrzeuge stieg, gab die operative Marge im selben Zeitraum um rund 3 Prozentpunkte auf 6,4% nach. Als Gründe für diese Entwicklung nannte BMW steigende Investitionen in kraftstoffeffiziente Technologien, steigende Rohstoffkosten sowie die sinkende US-Nachfrage.

Im zweiten Quartal wirkten sich diese Probleme auch auf das Ergebnis aus: BMW wies für den Zeitraum zwischen April und Juni bei einem leichten Umsatzrückgang auf 14,6 (14,7) Mrd EUR einen Einbruch beim Nettoergebnis um 33% auf 506 (751) Mio EUR aus. Daraufhin kündigte der Automobilhersteller an, die Produktionsmenge zurückfahren zu wollen und die Preise weltweit anzuheben.

Auch das gesteckte Gewinnziel für 2008 ist laut BMW in Gefahr. Inzwischen erwartet der Automobilkonzern, dass die operative Marge am Ende des laufenden Jahres bei rund 4% liegen wird; 2007 hatte dieser Wert noch 6,4% erreicht. Zudem kündigte das Unternehmen an, auch 2009 verspreche ein "hartes Jahr" zu werden.

Branchenkenner sehen BMW in derselben Zwickmühle, in der sich auch andere deutsche Premiumhersteller befinden: Einerseits muss das Unternehmen trotz des zunehmend rauer werdenden Wettbewerbs auf dem größten Automobilmarkt der Welt seinen Marktanteil verteidigen, andererseits hat BMW mit sinkenden Gewinnen zu kämpfen.

In den vergangenen Jahren verfolgte BMW eine aggressive Absatzstrategie, räumte den US-Kunden hohe Rabatte ein und schraubte die Anspruchsvoraussetzungen für Leasingverträge nach unten. Im Zuge der sich schwächeren Marktbedingungen wandelte sich diese Situation aber, und BMW musste sich dem brutalen Preiskampf stellen.

Manche Automobilanalysten glauben, dass BMW - wie übrigens auch die deutschen Wettbewerber Mercedes-Benz und Audi - sich durch die Konzentration auf die Steigerung des Marktanteils ihres vielleicht wichtigsten Kapitals berauben: Der Exklusivität. Branchenexperten sehen jedoch jetzt die Gefahr, dass BMW bei der Rückkehr zur alten "Pull"-Strategie - bei der die Nachfrage alleine von der Exklusivität getrieben wird und Kunden bereit sind, den hohen Preis für ein Produkt zu zahlen - in Probleme geraten könnte.

BMW jedenfalls kündigte am Freitag an, die Position als "führender Premiumhersteller auf dem Weltmarkt" verteidigen zu wollen. Erst im Jahr 2005 hatten die Münchener den Stuttgarter Wettbewerber Mercedes-Benz überholt und waren zum absatzstärksten Premiumhersteller der Welt aufgestiegen. Zu verdanken hatte BMW diesen Erfolg nicht zuletzt der aggressiven Verkaufsstrategie.

Allerdings machte BMW am Berichtstag klar, das Ziel der Steigerung des Marktanteils keinesfalls auf Kosten der Profitabilität zu verfolgen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Konstitution des US-Automarktes kündigte BMW deshalb vorsichtshalber schon einmal an, dass der US-Absatz im Gesamtjahr wahrscheinlich etwas niedriger ausfallen werde als 2007. Seinerzeit hatte BMW in den USA 336.000 Fahrzeuge verkauft.

Doch BMW steht mit ihren Problemen offenbar nicht alleine da: Ein Audi-Sprecher kündigte am Freitag an, das US-Absatzziel der Ingolstädter sei auf 95.000 von zuvor 100.000 Einheiten zurückgeschraubt worden. Und auch die Mercedes-Mutter Daimler ist nicht vor Schwierigkeiten gefeit, sondern gab in der vergangenen Woche eine Gewinnwarnung ab.

 

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