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#124431 von  springer1968 Erstellt am: 28.02.08 21:05:42 Beitrag Nr.: 124431 Weitere Beiträge
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Bayer AG: akkumulieren (AC Research)

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Aktien von Bayer zu akkumulieren.

Die Gesellschaft habe Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 bekannt gegeben.

Demnach habe das Unternehmen 2007 die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 11,8% auf 32,385 Milliarden Euro steigern können. Währungs- und portfoliobereinigt habe der Zuwachs bei 6,1% gelegen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen habe sich um 21,4% auf 6,777 Milliarden Euro verbessert. Die bereinigte EBITDA-Marge sei somit um 1,6 Prozentpunkte auf 20,9% erhöht worden. Beim EBIT vor Sondereinflüssen habe sich ein Anstieg um 23,2% auf 4,287 Milliarden Euro ergeben. Das Konzernergebnis habe sich schließlich auch wegen Beteiligungsverkäufen auf 4,711 Milliarden Euro belaufen.

Im Bereich Bayer HealthCare habe vor allem wegen der Schering-Akquisition der Umsatz um 26,3% auf 14,807 Milliarden Euro erhöht werden können. Das bereinigte EBITDA habe sich dabei um 45,1% auf 3,792 Milliarden Euro verbessert. Die bereinigte EBITDA-Marge sei auf 25,6% gesteigert worden. Die Produktfamilie Yasmin sowie das Multiple-Sklerose-Mittel Betaferon hätten dabei jeweils erstmals mehr als eine Milliarde Euro an Umsatz erwirtschaftet. Im Bereich Bayer CropScience habe vor dem Hintergrund positiver Rahmenbedingungen auf den Welt-Agrarmärkten bei einem Umsatzanstieg um gut 2% auf 5,826 Milliarden Euro das bereinigte EBITDA um 10% auf 1,324 Milliarden Euro verbessert werden können. Die entsprechende Marge habe sich somit auf 22,7% erhöht. Bei Bayer MaterialScience sei bei einem Umsatzwachstum um 2,7% auf 10,435 Milliarden Euro das EBITDA vor Sondereinflüssen um 71 Millionen Euro auf 1,606 Milliarden Euro gesunken. Dabei hätten sich die deutlich gestiegenen Kosten für petrochemische Rohstoffe und Energien negativ ausgewirkt.

Die vorgelegten Zahlen hätten insgesamt ganz leicht unter den Erwartungen der Analysten von AC Research gelegen. Das Konzernergebnis habe sich im vierten Quartal 2007 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal von 311 Millionen Euro auf nur noch 67 Millionen Euro verringert. Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft im vierten Quartal 2006 einen Sonderertrag aus einer Desinvestition in Höhe von 236 Millionen Euro erhalten habe und zudem auch einen außerordentlichen Steuerertrag von 203 Millionen Euro verbucht habe. Als positiv werte man es, dass der Konzern 2007 die Nettoverschuldung insbesondere durch den Verkauf von Unternehmensteilen um 5,4 Milliarden Euro auf 12,2 Milliarden Euro habe senken können.

Auf operativer Ebene habe die Gesellschaft 2007 in den Bereichen HealthCare und CropSciences positiv abgeschnitten. Die Entwicklung im Bereich MaterialScience sei allerdings insgesamt enttäuschend verlaufen. Im laufenden Geschäftsjahr 2008 rechne die Konzernleitung mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum um 5% und einer Verbesserung der EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen. Während bei CropScience und HealthCare mit einer erfreulichen Ergebnisentwicklung zu rechnen sei, werde sich das Marktumfeld im Bereich MaterialScience schwierig gestalten. Gleichzeitig werde für 2008 mit Sonderaufwendungen in Höhe von rund 650 Millionen Euro vor allem für die Integration von Schering und laufende Restrukturierungsprojekte bei CropScience und MaterialScience gerechnet. Insgesamt erscheine die Zielvorgabe für 2008 nach Ansicht der Analysten von AC Research erreichbar.

Beim gestrigen Schlusskurs von 54,08 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2008e von gut 14 weiterhin relativ moderat bewertet. Insgesamt halte man es für wahrscheinlich, dass die Gesellschaft im laufenden Jahr 2008 auch bei einem sich abkühlenden gesamtwirtschaftlichen Umfeld die eigene Planvorgabe erreichen werde. Als Wachstumsträger werde sich 2008 wahrscheinlich der HealthCare-Bereich erweisen. Auch im Bereich CropScience sei mit einem erfreulichen Geschäftsverlauf zu rechnen. Vor dem Hintergrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes und volatiler Rohstoffpreise werde sich der Bereich MaterialScience aber wahrscheinlich schwächer entwickeln. Insgesamt sehe man auf dem aktuellen Bewertungsniveau bei einem Investment in die Aktie aber ein leicht positives Chance-Risiko-Verhältnis.

Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Bayer zu akkumulieren.