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#125028 von newtrader | Erstellt am: 04.03.08 12:12:04 | Beitrag Nr.: 125028 | Weitere Beiträge |
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Der Telekommunikationsanbieter Freenet will sich noch im laufenden Jahr vom Geschäft mit DSL-Internetanschlüssen trennen. Firmenchef Eckard Spoerr sagte gestern, er führe erste Gespräche mit Interessenten, darunter auch mit dem Konkurrenten Versatel. Arcor und Telecom Italia hatten dagegen abgewinkt. Auch mit United Internet gebe es keine Gespräche über das DSL-Geschäft, sagte Spoerr. Der Aufsichtsrat hat der Ausgliederung des DSL- und Portalgeschäfts zugestimmt und damit den Grundstein für die Veräußerung gelegt.
Im vergangenen Quartal steigerte Freenet die Zahl seiner DSL-Kunden um lediglich 10 000 auf 1,28 Millionen, wie die im TecDAX notierte Gesellschaft mitteilte. Neben Verzögerungen bei der Freischaltung von Telekom-Anschlüssen liegt dies laut Spoerr daran, dass mehrere Zehntausend Kunden, die nicht freigeschaltet werden konnten, aus dem Auftragsbestand gestrichen wurden.
Spoerr zeigte sich dennoch zuversichtlich für das laufende Geschäft. Ungeachtet der Rückgänge im Schmalbandgeschäft und des harten Wettbewerbs auf dem Mobilfunk- und DSL-Markt rechnet er mit einem Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) auf Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2007 verzeichnete Freenet wegen negativer Steuereffekte einen Einbruch. Der Überschuss sank von 257 Millionen auf 16,5 Millionen Euro. Der Umsatz fiel um 9,3 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro, während das Ebitda von 147 Millionen auf 252 Millionen Euro zulegte.