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Von Rocket | Erstellt am: 13.05.08 10:13 | Beitrag Nr.: 132.197 | Weitere Beiträge |
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Der mit Milliardenverlusten aus der US-Kreditkrise kämpfende Versicherer American International Group hat bei einer Kapitalerhöhung 11,9 Mrd. $ erlöst. Doch nicht alle Aktionäre sind angetan von dem Schritt - einer übte besonders harsche Kritik.
Durch die Platzierung von Stammaktien spielte American International Group (AIG) nach Angaben eines Konsortialmitglieds 6,5 Mrd. $ ein. Weitere 5,4 Mrd. $ brachte die Emission einer Wandelanleihe ein. Damit übertrafen die Gesamteinnahmen die Erwartungen: Bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Donnerstag hatte AIG eine Finanzspritze von 12,5 Mrd. $ angekündigt, die auch eine noch bevorstehende Wertpapier-Emission in Höhe von 5 Mrd. $ umfasst.
In den ersten drei Monaten des Jahres hatte das US-Unternehmen einen Verlust von 7,8 Mrd. $ verbucht. Es ist der größte in der Konzerngeschichte. Grund waren vor allem Abschreibungen im Handel mit Kreditderivaten. Die Konzernführung wies Forderungen nach einer Verschiebung der für Mittwoch geplanten Hauptversammlung als grundlos zurück.
Ex-Konzernchef und Großaktionär Maurice Greenberg hatte den Aufschub verlangt, um den Anteilseignern mehr Zeit zu geben, die Verlustmeldungen zu verdauen. "AIG ist in der Krise", schrieb Greenberg in einem am Montag veröffentlichten Brief an den Verwaltungsrat. Die AIG-Aktie gab daraufhin fast fünf Prozent nach.
Nach fast vier Jahrzehnten an der AIG-Spitze war Greenberg vor drei Jahren im Zusammenhang mit angeblich versteckten Verlusten zurückgetreten. Nachfolger Martin Sullivan ringt seitdem um das Vertrauen der Wall Street und der Aufseher. Der 83-jährige Greenberg sorgt immer wieder für Unruhe und attackiert die Führung des Konzerns.