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Kolumne: Zwerge an die Macht

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Autor Thomas Helfrich Bewertung (0):
Erstellt am: 19.10.06 00:00 Antworten: 0  
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Kolumne: Zwerge an die Macht

Nanos kommt aus dem Griechischen und heißt griechisch Zwerg. Das passt nicht nur zu den kleinen Atomen oder Molekülen, sondern im Großen und Ganzen auch zu der Branche, mit der wir uns künftig in dieser Kolumne beschäftigen wollen.

Der Quantenphysiker und Nobelpreisträger Richard Feynman hat es als geistiger Vater der Nanotechnologie 1959 sehr gut auf den Punkt gebracht in seiner Rede „There´s Plenty of Room at the Bottom“. Denn wie viel Platz ganz unten im Reich der Zwerge ist, sieht man daran, wie viele Unternehmen seitdem entstanden sind und wie stark das Thema inzwischen in der Öffentlichkeit diskutiert wird.
Sei es in der Chemie, Medizin, der Elektronik oder sogar in der Lebensmittelbranche, die Nanotechnologie soll in diesen Bereichen den nächsten evolutionären Prozess einläuten.
Das klingt nicht nur spannend, sondern nach unbegrenztem Gewinn, kein Wunder, dass die Branche schon als dritte industrielle Revolution gefeiert wurde. Und genau mit diesem Versprechen begann Ende der 90er Jahre das Umdenken, also auf dem Höhepunkt der Nano-Euphorie. In mehreren Artikeln wurde auf die möglichen gravierenden Folgen der neuen Techniken hingewiesen, zum Beispiel in den Bereichen Gentechnik, Nanotechnologie oder Robotik.

Was folgte, waren eine ganze Reihe von Berichten großer Versicherer, in den vor möglichen Risiken gewarnt wird, „die nicht nur gesundheitliche, sondern auch weitreichende wirtschaftliche Folgen haben könnten, wenn mit ihnen nicht professionell umgegangen wird.“
Vor allem für Freunde von Science Fiction Literatur war das eine Steilvorlage, die von Bestsellerautoren wie Koontz oder Chrichton umgesetzt wurde.

Was überwiegt also bei Nanotechnologie, die Chance oder das Risiko? Wie bei allen Entwicklungen, die das bisher da gewesene auf den Kopf stellen, liegt die Wahrheit in Mitte. Schließlich galt das Auto gegen Ende des 19. Jahrhunderts als epochale Erfindung, aber eben auch als mordendes Monster und heute gehört es zum Alltag. Steuert also auch die Nanobranche dorthin? Nach zahlreichen Erfolgen und Niederlagen stehen die Chancen gut, denn eines ist klar: Nanotechnologie wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern, ihr gehört die Zukunft.

Das entdecken inzwischen auch die Aktienmärkte und damit kommen wir auch zum eigentlich Inhalt dieser Kolumne. Nanotech-Aktien bieten große Chancen, vorausgesetzt, der Anleger geht vernünftig mit den Risiken um und hat aus dem Platzen der Internetblase gelernt. Bei richtiger Bewertung können sich Nanotechs zu einer echten Perle im Portfolio entwickeln. Doch dazu nächste Woche mehr. .

 

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