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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Markus Fugmann | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 05.05.08 14:00 | Antworten: | 0 | ||
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Euro-Dollar:
Erneute Abgaben mußte der Euro zum Dollar in der vergangenen Handelswoche hinnehmen. Nach einem Start im Bereich 1,56 pendelte der Handel zunächst impulslos zwischen 1,57 und 1,56. Erste Bewegung dann am Dienstag vormittag, als die europäische Einheitswährung von 1,5660 auf 1,5540 scharf abverkauft wurde. Anschließende Stabilisierungsversuche scheiterten spätestens bei 1,5620. Durch die besser als erwarteten BIP-Daten aus den USA (0,6%), die die Rezessionsängste etwas milderten, kam der Euro wieder etwas unter Druck. Wenig später fiel dann auch der Chicago-Einkaufsmanagerindex etwas besser aus als befürchtet (mit 48,3 aber deutlich unter der 50), doch warteten die Marktteilnehmer auf die abendliche Fed-Sitzung und beließen das Währungspaar in einer engen range. Bewegung kam dann durch die Veröffentlichung der Zinsentscheidung durch die amerikanische Notenbank, die erwartungsgemäß den Zinssatz auf nunmehr 2% senkte. Auf den ersten Blick schien das Fed-Statement eine eher pessimistische Einschätzung der Lage erkennen zu lassen und brachte so den Dollar kurzzeitig unter Druck. Bei 1,5640 war jedoch auch hier das Ende der Fahnenstange erreicht, zumal sich mehr und mehr der Fokus auf die zunehmende Erwähnung der Inflationsrisiken im Fed-Statement richteten. Die Marktteilnehmer gehen nunmehr davon aus, daß dies der vorerst letzte Zinssenkungsschritt der Fed gewesen sein könnte, sodaß früher oder später sogar Zinsanhebungen wieder vorstellbar werden. Der Dollar profitiert von dieser geänderten Sichtweise, möglicherweise kündigt sich hier ein Trendwechsel an, der den Euro zukünftig unter Druck bringen kann. Eine mögliche Konjunkturabschwächung in der Euro-Zone ist bislang nämlich überhaupt nicht eingepreist, während das Rezessions-Szenario in den USA voll zu Buche geschlagen hat. Mit einem Satz: die Chancen liegen derzeit auf der Dollar-Seite, während Euro-Bullen mit zunehmenden Risiken zu kämpfen haben werden. Dementsprechend zeigte sich bereits am letzten Donnerstag, wie anfällig der Euro derzeit für Korrekturen ist: die europäische Einheitswährung kollabierte regelrecht von 1,5640 auf zunächst 1,5430. Erholungen in Richtung 1,55 wurden dann am Freitag durch die recht robusten amerikanischen Arbeitsmarktdaten gestoppt, sodaß eine erneuter sell-off den Euro auf 1,5360 zurückwarf. Auf diesem Niveau war jedoch der Euro deutlich überverkauft und erholte sich zu Wochenschluß in Richtung 1,55. Wie geht es nun weiter? Zunächst stehen in dieser Woche kaum Daten auf der Agenda, sodaß hier kaum Impulse zu erwarten sind und die technische Seite dominieren wird. Charttechnisch hat sich durch die weiteren Verluste die Situation für den Euro weiter eingetrübt. Die Widerstände bei 1,6000-18, 1,5950-60, 1,5830-50, sowie bei 1,5770 und 1,5710 sind schon in weite Ferne gerückt. Derzeit kämpft der Euro mit der 1,55 - verliert er diesen Kampf, sind weitere Abverkäufe zunächst bis zum Tief der letzten Woche bei 1,5360 vorprogrammiert. Erst beim ehemaligen Ausbruchsniveau bei 1,50 wartet eine wirklich harte Unterstützung für den Euro.
Dax:
Erneute Zugewinne konnte der Dax in der letzten Woche verbuchen. Der Index begann im Bereich von 6900 Punkten und hielt sich auch am Dienstag über dem Unterstützungsbereich von 6860 Punkten. Bis zum Mittwoch blieben sowohl die Umsätze als auch die Volatilität auf sehr geringem Niveau. Die Marktteilnehmer warteten auf die Fed-Sitzung am Mittwoch abend und wollten sich im Vorfeld nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Die Zinssenkung der amerikanischen Notenbank sowie das Statement zur Entscheidung wurden dann zunächst positiv aufgenommen, bevor am späten Abend die US-Börsen nach unten rutschten. Den positiven Verlauf der US-Börsen am Donnerstag - an dem sich der Dax eine feiertagsbedingte Auszeit nahm - konnte der deutsche Leitindex dann am Freitag umsetzen und eröffnete bereits mit einem Gap über der 7000er-Marke. Die Veröffentlichung der amerikanischen Arbeitsmarktdaten brachte dann den nächsten Aufwärtsschub, der den Dax dann an den "magischen" Widerstand bei 7060-80 heranführte. Sah es zunächst so aus, als könnte der Widerstandsbereich überwunden werden, so sorgten die rasch einsetzenden Gewinnmitnahmen an den US-Börsen für einen leichten Rücksetzer. Zwar waren die Daten mit -20.000 deutlich besser als befürchtet (gerechnet wurde mit bis zu -80.000), aber bei näherer Betrachtung dennoch nicht gerade überragend. Es ist nämlich damit zu rechnen, daß sich die konjunkturelle Delle in den USA erst in den nächsten Arbeitsmarkt-Veröffentlichungen voll auswirken wird, sodaß das Schlimmste gleichsam noch vor uns liegen dürfte. Dennoch: das Thema Finanzkrise hat seine dominierende Wirkung (zumindest vorübergehend) verloren. Abschreibungen werden inzwischen schulterzuckend zur Kenntnis genommen, die "Big Player" erhöhen derzeit offensichtlich wieder ihre Aktienquote. Entscheidend ist jetzt, daß der Dax numehr den Widerstand bei 7060-80 endlich überwinden kann. Gelänge dies, wären weitere Zugewinne bis 7200 Punkte wahrscheinlich, bevor dann eine erneute Korrektur anstehen sollte. Bis dahin bieten die Bereiche 6860, 6820 und 6660-80 die maßgeblichen Unterstützungen beim Dax. Wir rechnen nach kurzfristigen Rücksetzern mit einem Bruch des Widerstands bei 7060-80 - allerdings sollten für den Dax die Bäume nicht in den Himmel wachsen, sodaß bei 7200 Punkten in dieser Woche das maximale Potential liegen sollte.
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