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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Markus Fugmann | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 05.12.08 18:38 | Antworten: | 0 | ||
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Euro-Dollar:
Zu Anfang der Woche recht ruhig verlief der Handel im EURUSD. Das Währungspaar schwankte bis Mittwoch in der Spanne 1,2580 bis 1,2700. Dabei bot schon der Montag mit den wahrlich miserablen ISM-Daten ein echtes Highlight; insbesondere die Preiskomponente ließ die Marktteilnehmer aufhorchen: ein derart starker Rückgang der Preise wurde zuletzt in den 1960er-Jahren ermittelt. Damit neigt sich die Waage in der Diskussion Inflation-Deflation stark auf die Seite der Deflation, und das dürfte sich vermutlich auch durch die immensen Konjunturprogramme und Stützungsmaßnahmen vieler Staaten nicht ändern. Denn durch den verstärkten Arbeitsplatzabbau, den allgemeinen Rückgang von Auftragseingängen sowie die weiterhin restriktive Kreditvergabe der Banken werden die inflationären Effekte der Stützungsmaßnahmen zum Beispiel durch die Fed mehr als neutralisiert. Damit werden Rohstoffe weiterhin unter Druck bleiben, der Dollar weiter zur Stärke neigen. Am Donnerstag gelang dem Euro dann der Ausbruch aus der schmalen range: die EZB senkte den Leitzins, wohl durch den Druck von Politik und Öffentlichkeit beeinflußt, um 0,75%. Wie von uns erwartet, deckten short-Seller, die auf eine noch größere Senkung gehofft hatten, ihre Positionen ein und verhalfen der europäischen Einheitswährung damit zu einem recht impulsiven Anstieg, der erst bei 1,2850 gestoppt wurde. Von dort bröckelte der Euro jedoch Stück für Stück ab und fiel vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am heutigen Freitag unter die 1,27. Die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten brachte die - vorhersehbare - Enttäuschung: 533.000 verlorene Stellen zeigen deutlich, wie es um die US-Wirtschaft bestellt ist. Der Euro konnte kurz zulegen, die Aktienmärkte brachen jedoch ein und brachten so auch den Euro wieder unter Druck. Wie geht es nun weiter? Zunächst einmal sind mit der EZB-Zinsentscheidung sowie den amerikanischen Arbeitsmarktdaten die entscheidenden Weichen gestellt. Wir gehen davon aus, daß die Aktienmärkte und damit auch EURUSD weiter unter Druck bleiben. In der nächsten Wochen stehen nur sehr wenige Daten auf der Agenda, sodaß charttechnische Aspekte mehr in den Vordergrund rücken. Zwar ist faktisch EURUSD noch in einer Seitwärtsrange, doch sehen wir die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs nach unten als höher an. Der Euro zeigt gerade in seinen Long-Phasen, daß ihm die innere Kraft fehlt, um Gewinne wirklich halten zu können. Eine sicher simple, aber sehr gute Börsenweisheit besagt: was nicht steigen will, wird fallen! Fällt der Bereich 1,2580, so ist mit raschen Abgaben bis zunächst 1,2420 zu rechnen; das nächste Short-Signal würde dann der Bruch des Bereichs 1,2330 auslösen. Auf der Longseite müßte die 1,2850 überboten werden, um die Ampeln auf grün zu stellen.
Dax:
Schwach performte in der letzten Woche auch der Dax. Der Index begann bei 4600 Punkten und rutschte gleich am Montag auf 4300 Punkte - und damit auf die derzeit entscheidende Unterstützung. Wir hatten im Update am Mittwoch darauf hingewiesen, daß von dieser Unterstützung aus ein Anstieg über den Widerstandsbereich 4680-4700 erfolgen könnte - und so kam es auch. Das Argument hinter dem Anstieg war jedoch äußerst dünn, da die Marktteilnehmer eine potentielle Rettungsaktion der US-Autoindustrie feierten, ohne dafür irgendeinen nachvollziehbaren Grund zu haben. Das Wochenhoch knapp über 4700 Punkten wurde dann am Donnerstag erreicht, und Optimisten glaubten bereits an einen Ausbruch, der den Weg auf die 4860 bis 5000 frei gemacht hätte. Doch war es ein kleiner Schönheitsfehler, daß dieser Ausbruch vor der EZB-Sitzung und den heutigen US-Arbeitsmarktdaten erreicht wurde und damit wenig aussagekräftig war. Und so kam es, wie es kommen mußte: insbesondere die Reaktion auf die miserablen US-Arbeitsmarktdaten scheint den Ausbruch über die 4700 als fake zu qualifizieren. Entscheidend ist jetzt die 4300: kann dieser Bereich nicht gehalten werden, sind neue Jahrestiefs eine Frage der Zeit. Zwar hat der Dax hier noch einmal eine gute Chance, die Zone um 4000 Punkte zu verteidigen, doch haben sich inzwischen die charttechnischen Perspektiven deutlich eingetrübt. Wir gehen daher davon aus, daß die 4300 nicht gehalten werden kann und somit der Bereich 4000 angesteuert wird. Ein Bruch der 4000 zöge weitere Abgaben bis 3800 nach sich. Auf der Oberseite müßte das Hoch dieser Woche überboten werden, um wieder Aufwärtspotential zu generieren.
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