Banner Rotation

Login

Login   

Kolumnen

mehr...
Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09...
Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten
Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09...

Börsenbrief des Tages

mehr...

Kolumne: Wochenausblick Euro-Dollar und Dax

Zurück
Autor Markus Fugmann Bewertung (0):
Erstellt am: 16.06.08 19:58 Antworten: 0  
Bookmarken bei: Bookmarken bei Del.icio.us Bookmarken bei digg Bookmarken bei FURL Bookmarken bei reddit Bookmarken bei Feed Me Links Bookmarken bei Technorati Bookmarken bei Blogmarks Bookmarken bei Co.mments Bookmarken bei Yahoo My Web Bookmarken bei Newsvine Bookmarken bei Mr. Wong Bookmarken bei Ma.gnolia Bookmarken bei Stumble Upon Bookmarken bei Google Bookmarks Bookmarken bei RawSugar Bookmarken bei Squidoo

Kolumne: Wochenausblick Euro-Dollar und Dax

Euro-Dollar:

 

Eine wahre Achterbahnfahrt liefert derzeit der Kursverlauf im Euro-Dollar. Konnte in der Vorwoche der Euro noch kräftige Gewinne erzielen und den wichtigen Widerstandsbereich bei 1,5810-20 attakieren, so brachen in der letzten Woche alle Dämme und rissen den Euro mit nach unten. Am Montag morgen bereits hatte der Euro sein Wochenhoch erreicht - von da an ging es kontinuierlich bergab. Ohne relevante Nachrichten rutschte die europäische Einheitswährung bereits am Dienstag vormittag auf das Unterstützungsniveau bei 1,5480, das wir im letzten Wochenausblick als "worst-case-Szenario" für den Euro gesehen hatten. Doch damit nicht genug: der Abverkauf erreichte zunächst den Bereich 1,5440, und erst am Mittwoch konnte sich der Euro wieder etwas stabilisieren (bis 1,5580), unterstützt durch die pessimistische Haltung des am Mittwoch abend veröffentlichten Beige Books der Fed. Im asiatischen Handel am frühen Donnerstag setzte die Talfahrt jedoch erneut ein, zumal die US-Einzelhandelsumsatzdaten dann weniger schlecht als erwartet ausfielen (+1,0% gegenüber 0,5% erwartet). Daß der Euro nicht noch weiter abgab, lag an den doch überraschend moderaten Imort- und Ausfuhrpreisen in den USA: der Inflationsdruck scheint - noch - geringer zu sein als befürchtet. Am Freitag vormittag dann erreichte der Euro sein Wochentief bei 1,5300, erholte sich jedoch in der Folge, nachdem auch die US-Verbraucherpreise im Rahmen der Erwartungen blieben (in der für die Fed wichtigen Kernrate +0,2%) und die Verbraucherstimmung der Uni Michigan doch enttäuschte. Zu Wochenschluß notierte das Wechselverhältnis bei 1,5360, am heutigen Montag sehen wir erneut den Versuch einer Erholung, derzeit im Bereich 1,5460.

Der Handelsverlauf der letzten Woche bedeutet einen harten Rückschlag für Euro-Bullen. Schien mit der EZB-Pressekonferenz von Trichet ein Paradigmenwechsel stattgefunden zu haben (Anhebung der Zinsen im EU-Raum), so sorgten die Beteuerungen von Fed-Chef Bernanke, Finanzminister Paulson und schließlich von Noch-Präsident Bush, sich für einen starken Dollar einzusetzen, für einen erneuten Trendwechsel. Vor wenigen Wochen noch hätte die halbe Welt vor Lachen unter dem Tisch gelegen angesichts solcher Aussagen, denen die Taten der US-Administration so offensichtlich widersprechen. Doch diesmal scheint mit Bernankes Ankündigung, die Zinsen in absehbarer Zeit nicht mehr zu senken, etwas reale Unterfütterung hinter diesen Äußerungen zu stehen. Hinzu kommt, daß auch aus der EZB der Euro kaum Unterstützung fand, so durch die Aussage des Ratsmitglieds Jürgen Stark, daß derzeit lediglich eine einzige Zinsanhebung vorstellbar sei.

Wie geht es nun weiter? Zunächst ist damit zu rechnen, daß die amerikanischen Konjunkturdaten sukzessive schlechter werden und - nicht wie in der letzten Woche -  positiv überraschen. Kurzfristig ist der Euro ohnehin überverkauft, sodaß eine Erholung anstehen sollte. Mittelfristig sind wir jedoch skeptisch für den Euro und erwarten nach einem Test der wichtigen Unterstützung bei 1,5280 einen Test des Ausbruchsniveaus bei 1,50. Widerstände findet die europäische Einheitswährung bei 1,5480, 1,5560 und 1,5630. Nach wie vor gilt: erst ein dynamisches Überschreiten der Zone 1,5810-20 würde die Ampeln für den Euro auf "grün" stellen.

 

 

 

Dax:

 

Letztendlich wenig verändert handelte der Dax in der letzten Woche. Der Index begann am Montag im Bereich von 6800 Punkten und rutschte am Dienstag ab auf nur noch knapp über 6700. Am Mittwoch kam dann der nächste Nackenschlag, ausgelöst erneut durch Spekulationen über weitere Abschreibungen amerikanischer Banken. Am Donnerstag erst fand der Index bei 6730 Punkten sein Tief, bevor mit den besser als erwartet ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätzen eine Trendwende einsetzte. Zusätzlich beflügelt wurden die Aktienmärkte durch die amerikanischen Inflationsdaten (s.o.), die die schwerwiegensden Befürchtungen zumindest kurzfristig etwas dämpfen konnten. Der Effekt der insgesamt positiven Daten aus den USA kam aber erst am Freitag voll zum Tragen, als der Dax gegen Handelsende sogar an der 6800er-Marke kratzte und sich so aus Wochensicht noch in die neutrale Zone retten konnte.

Damit hat es der deutsche Leitindex geschafft, sein Abwärtsmomentum zumindest stark abzubremsen, ohne jedoch wirkliche Ansätze einer Erholung zu zeigen. Wir hatten letzte Woche prognostiziert, daß der Index sich zunächst in Richtung 6900 erholen könnte, bevor das Kursziel 6520-6600 Punkte angesteuert werden sollte - sowohl die Erholung als auch das Kursziel auf der Unterseite bleiben zunächst also unerreicht. In dieser Woche werden die Karten insofern neu gemischt, als bis Mittwoch drei wichtige amerikanische Banken ihre Zahlen veröffentlichen und mit den US-Erzeugerpreisen, der US-Industrieproduktion (jeweils am Donnerstag) sowie dem Pilly-Fed-Index am Freitag wichtige Konjunkturdaten anstehen.

Und doch scheint die Musik derzeit eher in anderen Bereichen zu spielen: die Märkte schauen wie gebannt auf die Rohstoffmärkte, insbesondere den Ölpreis. Die Blase im Ölpreis hat nicht zu tun mit einem sich verknappenden Angebot; sie ist zunächst einmal Ausdruck der allgemeinen Liquiditätsblase, die seit den Zinssenkungen Grennspans vorherrscht. Zwar ist mit Platzen der Immobilien- und Kreditblase in den USA etwas Luft aus dem prall gefüllten Ballon gewichen, doch sucht sich die nach wie vor überreichliche Liquidität neue Anlageziele (nicht mehr den Aktienmarkt!) und entdeckt den Rohstoffmarkt. Und die Begründung klingt ja auch auf den ersten Blick logisch: ein angeblich unendliches Wachstum, vor allem in China. Daß aber dieses Wachstum nicht stattfinden wird, weil Wachstumsentwicklungen nicht linear fortgeschrieben werden können, wird dabei völlig verdrängt. Mittel- und langfristig gibt es wohl kein anderes Land, das derart negative Aussichten wie China besitzt: erstens eine katastrofale Bevölkerungspyramide, zweitens einen kranken Finanzsektor und drittens eine ungesunde Fokussierung auf den Export von Billigwaren. Bereits jetzt steigen die Löhne, sodaß es eine Frage der Zeit ist, bis die Billigjobs in andere Länder abwandern, ohne daß zumindest Ansätze einer mittelständischen Industrie in China vorhanden wären. Faktisch haben wir es also mit einer China-Blase zu tun, deren Echo die Blase am Ölmarkt darstellt, nach dem Motto: von China kommt unser ökonomische Heil, selbst wenn die USA abrutschen. Und weil China so gigantisch wächst, wird eben auch das Öl teurer - diese These wird auch durch ihre häufige Wiederholung nicht richtiger.

Wie dem auch sei, wir gehen in der Summe weiter von einem zähen Seitwärtsmarkt aus, bei gleichzeitig hoher Volatilität. Das ist gut für Trader, die ein Händchen für Einstiege haben und die range spielen können. Erst bei Überschreiten von 6900 Punkten bieten sich mittelfristig orientierten Anlegern Einstiegsmöglichkeiten an. Widerstand findet der Dax ansonsten bei 6800, 6860 und 6880, während das Tief der letzten Woche bei 6630 Punkten keinesfalls unterschritten werden sollte.

 

 

 

 

Markus Fugmann

fugmann@actior.de

 

 

 

 

Sie wollen endlich erfolgreich an der Börse sein? Lassen Sie Vollprofis für Sie traden - und beobachten Sie live, wie erfolgreiches Handeln funktioniert!

Weiter Informationen unter: http://www.actior-finanz.de/138.0.html?phpMyAdmin=-hBCONFwcOty9Ij%2CBwbB7DpXCg7

 

oder direkt an den Autor:

Markus Fugmann

fugmann@actior.de

Tel.:040/44809860

 

 


 

actior AG| Notkestr.11|22607 Hamburg Germany| www.actior.de
Phone 0800 44 11 777| Mail info@actior.de|


Hinweis:
DISCLAIMER: Dieser Newsletter dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt  keine Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzwertpapieren bzw. weiteren Anlageprodukten dar. Des weiteren ersetzen diese Informationen im Zweifel keine individuelle anleger- und/oder anlagegerechte Beratung durch einen Finanzberater. Der Preis und Wert eines jeden Finanzwertpapiers und das davon abgeleitete Einkommen, falls vorhanden, kann nach oben als auch nach unten gehen und ein Investor kann weniger als den investierten Betrag zurückbekommen, im schlimmsten Fall sogar den Totalverlust des investierten Geldes hinnehmen müssen. Die Performance in der Vergangenheit ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Performance. Daher ist jedwede Haftung für Vermögensschäden aller Art, die bei Verwendung der Informationen aus dem  Newsletter für die eigene Anlageentscheidung unter Umständen auftreten kann, ausgeschlossen. Die im Newsletter enthaltenen Informationen wurden sorgfältig recherchiert,  wofür jedoch keine Garantie hinsichtlich der Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen werden kann.

 

Sie sind leider nicht angemeldet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzername und Password und geben Sie dann bitte Ihre Bewertung ab. Sollten Sie noch keinen Account bei World of Investment haben, können Sie sich hier registrieren.