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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Markus Fugmann | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 10.09.07 15:49 | Antworten: | 0 | ||
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Euro-Dollar:
Eine positive Handelswoche hat der Euro zum Dollar absolviert. Nach einem Start im Bereich 1,3620 pendelte die europäische Einheitswährung weitgehend richtungslos zwischen 1,3550 und 1,3700. Weder die Daten zum amerikanischen ISM-Index noch die schwächer als erwartet ausgefallenen Daten zu den US-Bauausgaben sorgten hier für Dynamik, wohl weil sich der Markt auf zwei Großereignisse fokussierte, die für Donnerstag und Freitag auf der Agenda standen: der Zinsentscheid der EZB sowie die amerikanischen Arbeitsmarktdaten am Freitag. Entsprechend den Erwartungen hielt die EZB den Leitzins unverändert, nachdem im Vorfeld der Druck der Öffentlichkeit und der Politik immer stärker geworden war. Damit wich die europäische Notenbank von ihrer usprünglichen Linie ab, die für die September-Sitzung eine Zinsanhebung vorgesehen hatte (durch das magische Wort von der "erhöhten Wachsamkeit" waren die Märkte auf diesen Schritt vorbereitet worden). Angesichts dieser Situation waren die Aussagen Trichets auf der Pressekonferenz wenig erhellend, wohl weil die EZB selbst sich noch nicht im Klaren ist, wie sie ihre Zinspolitik fortführen will. Auffallend sind hier unterschiedliche Meinungen zwischen einzelnen Vertretern der EZB - so zeigt sich der Bundesbankchef Weber weiterhin als "Falke" und möchte an der ursprünglichen Politik der Zinsanhebungen festhalten, während weiterhin aus Frankreich gegenteilige Meinungen vertreten werden. Die weitere Politik der EZB wird zum einen nun davon abhängen, welche Fraktion sich durchsetzen wird, zum anderen von der Entwicklung an den Finanzmärkten bestimmt. Jedenfalls besteht damit seit längerer Zeit erstmals Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Notenbankpolitik der EZB. Stärkeren Einfluß auf die Märkte hatten jedoch die amerikanischen Arbeitsmarktdaten: entgegen der Erwartung von ca. 100.00 neuen Stellen war erstmals seit vier Jahren ein Rückgang um 4000 Stellen zu verzeichnen (was angesichts der sehr "großzügigen" Statistikerhebung, bei der jeder Mini-Putzjob als volle neue Stelle mitgezählt wird, sehr erstaunlich ist). Der negative Eindruck dieser katastrofalen Daten wurde noch dadurch verstärkt, daß die Daten der Vormonate Juni und Juli drastisch nach unten korrigiert wurden. Damit scheint nun eine Zinssenkung durch die Fed am 18.September vorprogrammiert, wobei einige Marktteilnehmer wohl schon mit einer Zinssenkung um 0,50% rechnen. Jedenfalls sorgte die Veröffentlichung der Daten für eine allgemeine Dollar-Schwäche: der Euro sprang aus dem Stand um 100pips nach oben und erreichte knapp die 1,38 - ein Niveau, auf dem der Euro auch am heutigen Montag handelt. Charttechnisch bleibt der Euro zum Dollar weiter positiv. Nach wie vor gilt es jedoch, das Doppeltopp bei 1,3840-50 zu überwinden - gelänge dies, wäre die magische Marke von 1,40 nur eine Frage der Zeit. Untzerstüzung findet der Euro hingegen bei 1,3680, 1,3620, 1,3550 und 1,3470-80. Wir bleiben für den Euro positiv und rechnen mit baldigen Allzeit-Hochs. Termine dieser Woche:
Dax:
Wenig erfreulich verlief die Woche für den Dax. Nach einem Start im Bereich 7650 gelang im nachbörslichen Handel (auf Dax-Future-Basis) am Dienstag sogar der Angriff auf die 7750er-Marke. Damit war jedoch das Wochenhoch erreicht. Bereits am Mittwoch konnte nur mit viel Mühe die 7600 verteidigt werden; die Unsicherheit im Vorfeld der EZB-Sitzung am Donnerstag sorgte für ein weiteres Abrutschen auf den Unterstützungsbereich bei 7520 Punkten. Zwar gelang dann noch einmal ein rebound über die 7600 Punkte, sodaß die Dax-Bullen bis zur Veröffentlichung der amerikanischen Arbeitsmarktdaten wieder Hoffnung schöpfen konnten. Damit war es jedoch schnell vorbei: der Dax verlor angesichts dieser miserablen Zahlen schnell 100 Punkte und beendete die Handelswoche nur knapp über 7450 Punkten. Die amerikanischen Arbeitsmarktdaten (hier insbesondere auch die Revision aus den Monaten Juni und Juli) verdeutlichen numehr mit aller Klarheit, daß die amerikanische Wirtschaft schweren Zeiten entgegen geht. Bislang hatten die Optimisten geglaubt, daß die Probleme im subprime-Bereich mehr oder weniger spurlos an der amerikanischen Wirtschaft vorbeigehen könnte. Dabei ist jedoch zu beachten, daß der negative Trend am Arbeitsmarkt bereits vor den Turbulenzen am Hypotheken- und Kreditmarkt eingesetzt hat. Die wirklichen Auswirkungen der Krise werden also erst in den Daten der folgenden Monate greifbar. Wir hatten seit Monaten darauf hingewiesen, daß die amerikanische Wirtschaft auf eine Stagflation zusteuert, also inflationäre Tendenzen zeigt bei gleichzeitiger Stagnation bzw. Rückgang der Wirtschaftstätigkeit. Senkt nun die amerikanische Notenbank die Zinsen - und sie wird angesichts des Drucks aus Politik und Öffentlichkeit keine andere Wahl haben - verschlimmert sie das Problem der Inflation weiter. Man darf also gespannt sein, wie die Verantwortlichen in den USA diesen Teufelskreis durchbrechen wollen. Charttechnisch hat sich die Situation für den Dax deutlich eingetrübt. Der Anstieg bis 7750 Punkte war lediglich eine technische Korrektur im Abwärtstrend. Wichtig wird nun, ob der Dax den Unterstützungsbereich bei 7380 Punkten halten kann. Gelingt dies nicht, drohen weitere Abgaben bis zum Tief vom 16.August bei 7200 Punkten. Darunter wäre der nächste Auffangbereich bei 7040 Punkten, also dem Ausgangspunkt der Ralley über die 8000er-Marke. Widerstände findet der Dax bei 7460, 7520, 7600 und schließlich beim Verlaufshoch der letzten Woche bei 7750 Punkten. Wir halten einen Anstieg über letztere Marke in dieser Woche jedoch für unwahrscheinlich und gehen davon aus, daß Erholungen gute Einstiege für Short-Positionen darstellen.
Bund-Future:
Positiv entwickelte sich der Bund-Future. Die negative Überraschung der amerikanischen Arbeitsmarktdaten verlieh dem Renten-Kontrakt Rückenwind, sodaß der wichtige Widerstandsbereich bei 114,00-114,05 überwunden werden konnte. Charttechnisch wie auch fundamental stehen die Ampeln derzeit auf grün, zumindest solange nicht die 114,00 deutlich unterboten wird. Kursziel der aktuellen Bewegung ist der Bereich zwischen 115,30-50, wofür zunächst jedoch ein Durchbruch durch den Bereich 114,62-67 erforderlich ist.
Markus Fugmann
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