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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Markus Fugmann | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 20.08.07 13:48 | Antworten: | 0 | ||
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Euro-Dollar:
Eine heftige Woche hat der Handel im Euro-Dollar hinter sich. Nach einem Start knapp über der 1,37 sackte der Euro kontinuierlich ab und erreichte am Donnerstag sein Tief bei 1,3360. Auslöser des Kursrutsches waren einerseits die fortgesetzte Auflösung von Carry-Trades, andererseits die Verluste in den Aktienmärkten, die amerikanische Investoren dazu zwangen, ihre Positionen im Euro-Bereich aufzulösen, um damit die Löcher im heimischen Depot zu schliessen - faktisch also Euro verkauften und Dollar kauften. Noch am Freitag vormittag deutete alles auf weitere Kursverluste im Euro, wäre da nicht die amerikanische Notenbank Fed, die völlig überraschend den Diskontsatz (= Zinssatz, zu dem sich amerikanische Banken bei der Fed Geld leihen) um 0,5% senkte und somit den Dollar ersteinmal auf Talfahrt schickte. Der Euro reagierte auf diese Nachricht impulsiv mit einem Anstieg bis 1,3550, konnte in der Folge jedoh die Kursgewinne nicht ganz halten und pendelte sich im Bereich 1,35 zum Wochenausklang ein. Zwar hat sich mit der Kurserholung am Freitag die charttechnische Situation des Euro verbessert - dennoch bleibt Vorsicht geboten. Nach wie vor dürfte der Euro bei schwächelnden Aktienmärkten unter Druck geraten, zumal der eher symbolische Akt der Fed wohl nicht eine Trendwende bei den verunsicherten Märkten bewirken wird. Das Doppeltopp des Euro bei 1,3840/50 liegt immer noch wie ein Damoklesschwert über der europäischen Einheitswährung und könnte weitere Verluste des Euro bis 1,29 indizieren. Unterstützungen findet der Euro bei 1,3480, 1,3420 sowie bei 1,3360 (Tief der letzten Woche). Letzter Auffangbereich für den Euro ist dann das Juni-Tief bei 1,3260 - ein Bereich, der keinesfalls unterschritten werden sollte. Auf der Oberseite warten Widerstände bei 1,3550, 1,3620-30 und 1,3680. Bullisch wird das Chartbild aber erst, wenn das bisherige Doppeltopp bei 1,3840-50 überboten werden kann - wovon wir allerdings bislang nicht ausgehen. Die relativ mager ausfallenden Daten dieser Woche entnehmen Sie bitte der Auflistung unten: 24.08.2007
Eine der interessantesten Börsenwochen der letzten Jahre hat der Dax hinter sich. Dabei begann der Handel zu Wochenanfang noch recht ruhig: Der Index bewegte sich am Montag und Dienstag zwischen 7390 und 7470 Punkten, also in einer rech engen Schwankungsbreite. Am Mittwoch dann nahm der Dax die negativen Vorgaben aus den USA auf und sackte zunächst bis 7350 Punkte, konnte dann jedoch wieder 100 Punkte zulegen. Sorgen über die Schieflage eines großen Hedgefunds wie auch die Liquiditätsprobleme bei dem größten Hypothekenvermittler der USA, Countrywide Financial, sorgten dann jedoch für einen drastischen Kursrutsch an den US-Börsen. Der Dax nahm die Vorgaben auf und fiel bis knapp unter 7200 Punkte. Am Freitag schließlich notierte der Index knapp unter 7250 Punkten, recht wenig beeindruckt von den Verlusten der asiatischen Börsen, die geradezu einen Crash erlebten (hier an vorderster Front Seoul mit -7% - im Vergleich zur Immobilienblase in Südkorea, bei der jede 2.Hausfrau mit Hauseigentum spekuliert, sind die Amerikaner geradezu Waisenknaben). So sah der Dax bis Freitag mittag sehr angeschlagen aus, trotz eines Kursgewinns von über 300 Punkten im Dow Jones in der letzten Handelsstunde, der jedoch im asiatischen Handel keinerlei Spuren hinterlassen hatte, da insbesondere die massive Stärkung des Yen die Exportwerte unter Druck geraten ließ. Dann aber das "Wunder": die Senkung des Diskontsatzes durch die Fed sorgte kurzfristig für reichlich Euphorie und führte den Dax knapp unter die 7500er-Marke. War der krasse Anstieg der US-Märkte in der letzten Handelsstunde am Donnerstag also reiner Zufall? Hierzu kursieren derzeit mehrere Theorien: zum einen die Auffassung, es handle sich um Short-Eindeckungen, ausgelöst durch Käufe von Computerprogrammen großer Player auf den Unterstützungsniveaus der amerikanischen Indizes. Die zweite Theorie besagt, daß das sogenannte "protecton plunge team", eine Art Krisenstab der Fed, im Markt interverniert hätte - das Problem an dieser Theorie ist jedoch, daß dieser Krisenstab nicht selbst als Käufer auftreten darf. Eine bislang noch nicht geäußerte Theorie scheint uns hier deutlich wahrscheinlicher: bereits am Donnerstag abend wurde auf dem Börsensender CNBC lautstark eine Intervention der Politik gefordert ("Should Bush call Bernanke?"). Wir halten es für wahrscheinlich, daß entweder schwergewichtige Marktteilnehmer auf eben diese Intervention spekuliert haben - oder bereits wußten, daß die Fed, sanft gedrängt durch den besten amerikanischen Präsidenten aller Zeiten, einen Schritt zur Stützung der Märkte unternehmen würde. Sollte dies zutreffen, ist Börse zu einem politischen Instrument verkommen, das mit dem ursprünglichen Prinzip von Angebot und Nachfrage nur noch wenig zu tun hat. Es steht für die Amerikaner offensichtlich derzeit zu viel auf dem Spiel (hoher Prozentsatz an Immobilien- und Aktienbesitz beim amerikanischen Normalbürger), als daß man sich kampflos "ergeben" würde. Denn die Börse ist vielleicht der beste Indikator für den Zustand der Supermacht, die schon lange auf dem absteigenden Ast ist und früher oder später ihre dominante Stellung verlieren wird. Geht es nach der Fed sowie Herrn Bush, sollte dies eher später passieren, also wird alles unternommen, um der Welt klarzumachen, wie gut es um die Nation bestellt ist. Charttechnisch ist der Dax angesichts der Interventionen in einer diffusen Lage: nach wie vor befinden wir uns im Abwärtstrend mit den derzeit maßgeblichen Widerständen bei 7500 (an dieser Marke scheiterte der Dax bereits zweimal), knapp über der 7600 und - noch wichtiger - bei 7820. Wird letztere Marke überwunden, sind neue Allzeithochs wahrscheinlich. Auf der Unterseite warten Unterstützungen bei 7350 (die 7371 ist zu oft "durchgehandelt" worden, um noch Relevanz zu besitzen) und knapp unter der 7200, dem Tief der letzten Woche. Insgesamt tendieren wir dazu, allzu optimistische Erholungen im Dax zu Short-Einstiegen zu nutzen. Bund-Future:
Auch der Bund-Future erlebte in der letzten Handelswoche eine Achterbahnfahrt. So lag das Topp bei 114,11 - der Ausbruch über das Widerstandsnievau bei 113,50 schien gelungen. Mit der Herrlichkeit war es jedoch durch die Fed-Intervention vorbei, sodaß der Kontrakt sogar die 113 unterbot. Dennoch ist der seit Juli etablierte Aufwärtstrend intakt, zumal (wohl unbegründete) Spekulationen über anstehende Zinssenkungen durch die amerikanische Notenbank den amerikanischen Rentenmarkt beflügeln könnten. Maßgebliche Unterstützungen hat der Kontrakt bei 112,50 und 111,50, während auf der Oberseite die Marken 114,00 sowie das Hoch der letzten Woche bei 114,11 als Widerstände fungieren. Markus Fugmann
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