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Kolumne: Was schlummert noch in den Büchern?

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Autor Stephan Feuerstein Bewertung (0):
Erstellt am: 01.10.07 21:31 Antworten: 0  
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Kolumne: Was schlummert noch in den Büchern?

Bereits in den vergangenen Wochen hatten wir mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die aus der US-Hypothekenkrise entstandene Gefahr etwas voreilig zu den Akten gelegt wurde. Unserer Meinung nach etwas zu schnell wurde auf den Feierzug sinkender US-Zinsen aufgesprungen. Ebenfalls erwähnt haben wir dabei auch, dass mit der jüngsten US-Zinssenkung das Problem nur verschoben wurde. Die Anleger erwarten nun vielmehr weitere Zinssenkungen, was aber allmählich nicht nur beim Euro eingepreist sein dürfte.

Quartalszahlen & Gewinnwarnungen

Nicht zuletzt das jüngste „Einlenken“ von Deutsche-Bank-Chef Ackermann bezüglich der Kredite zeigt, dass das Problem nach wie vor vorhanden ist. Unterstrichen wurde dies zum Wochenauftakt auch durch die Gewinnwarnung beim schweizerischen Bankentitel UBS. So erwartet die eidgenössische Großbank aufgrund außerordentlicher Abschreibungen im Zusammenhang mit der US-Subprime-Krise im dritten Quartal einen Verlust im hohen dreistelligen Millionenbereich. Diese Nachricht dürfte sicherlich nicht die letzte sein, die im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlensaison auf das Gemüt drückt. Immerhin ist davon auszugehen, dass sich das Ausmaß der notleidenden Kredite erst allmählich in den aktuellen Zahlen widerspiegeln wird. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass das Thema Subprime-Krise vorerst weiterhin aktuell bleiben wird.

Der Markt hat immer recht!

Gleichzeitig haben wir in den vergangenen Wochen aber auch darauf aufmerksam gemacht, dass eine alte Börsenweisheit lautet, dass der Markt immer recht hat. Trotz der vorliegenden Gefahren wird aktuell die Zinssenkungsfantasie gefeiert. Im Zuge des Anstiegs der vergangenen Woche hat sogar das Bullenlager zugunsten der Pessimisten abgenommen. Insofern zumindest kurzfristig ein Zeichen, dass es – ungeachtet aller negativen Einflüsse – vorerst weiter nach oben gehen könnte. Zumindest bis zum Beginn der Quartalszahlensaison in der zweiten Oktoberhälfte. Denn dann wird sich zeigen, welche Auswirkungen die Subprime-Krise mit sich gebracht hat. Insofern halten wir weiterhin nicht zu riskante Ausrichtung nicht für die schlechteste Lösung!

Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de

 

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