Login

Login   

Kolumnen

mehr...
Markus Fugmann: 21.11.08 12:46 Marktausblick vom 21.11.08...
Norbert Lohrke: 21.11.08 08:35 Steht Aktienhausse kurz bevor?
 Renditetrader: 20.11.08 13:40 Musterdepot Short Magna...

Börsenbrief des Tages

mehr...

Kolumne: WOI Weekly - Amitelo: Nach dem Chaos - die Spannung vor der Generalversammlung wächst

Zurück
Autor WOI Wochenübersicht Bewertung (1):
Erstellt am: 27.08.08 11:49 Antworten: 0  
Bookmarken bei: Bookmarken bei Del.icio.us Bookmarken bei digg Bookmarken bei FURL Bookmarken bei reddit Bookmarken bei Feed Me Links Bookmarken bei Technorati Bookmarken bei Blogmarks Bookmarken bei Co.mments Bookmarken bei Yahoo My Web Bookmarken bei Newsvine Bookmarken bei Mr. Wong Bookmarken bei Ma.gnolia Bookmarken bei Stumble Upon Bookmarken bei Google Bookmarks Bookmarken bei RawSugar Bookmarken bei Squidoo

Kolumne: WOI Weekly - Amitelo: Nach dem Chaos - die Spannung vor der Generalversammlung wächst


Amitelo: Nach dem Chaos - die Spannung vor der Generalversammlung wächst


 


Unsere Berichterstattung über den „Fall“ Amitelo (http://www.worldofinvestment.com/wkn/AMITELO_AG_INH_SF_2/A0F5YA/VO1/) hat in den vergangenen Tagen weite Kreise gezogen. Die Ereignisse im Handel der Aktie werden Folgen haben, denn mittlerweile beschäftigen sich die Behörden mit den zum Teil unglaublichen Vorgängen. So ermittelt das BAFin wegen des Verdachts der Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung sowie der Marktmanipulation infolge von irreführenden Angaben.


 


Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Investment24 AG in einer Pressemitteilung schwere Vorwürfe erhob, die sich unter anderem gegen das Unternehmen, aber auch gegen Marktteilnehmer richteten. Von verbotenen Cornering-Aktivitäten (http://en.wikipedia.org/wiki/Cornering_the_market)


 war dort unter anderem die Rede, die Marktteilnehmer vorgenommen haben sollen. Stimmen die Vorwürfe, wäre hier der Hauptgrund für den exorbitanten Kursanstieg zu sehen, der mit der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens nichts zu tun hat.


 


Es ist vorerst der Höhepunkt in einem Handelschaos, das an der Börse seinesgleichen sucht. Wir berichteten bereits in unserer letzten Ausgabe von den plötzlich durchgezogenen Kapitalmaßnahmen der Schweizer, für die diese erst im Nachhinein das Einverständnis der Anteilseigner einholen werden und den wohl daraus resultierenden verspäteten Depotbuchungen mancher Banken. Eine absolut unübliche Vorgehensweise, die Amitelo hier an den Tag legte, sodass die Generalversammlung des Unternehmens am 5. September spannend werden könnte, denn diese könnte die Zustimmung verweigern. Das gilt vor allem für den vorgenommenen Reverse Split, der das Chaos auslöste und gegen den Anteilseigner noch bis zum vergangenen Montag Widerspruch einlegen konnten.


 


Die Auswirkungen der Ereignisse überschatten den Handel in Amitelo-Aktien weiterhin: Immer noch springt der Aktienkurs wild durch die Gegend. Auch andere Aktien haben, infolge der Amitelo-Entwicklung spekulativ getrieben, nicht nachvollziehbare Bewegungen veranstaltet.


 


Der „Fall Amitelo“ wird die Börsianer wohl noch eine ganze Zeit auf verschiedenste Weise beschäftigen. Unter anderen, weil von vielen Seiten ein extrem hohes Interesse bestehen dürfte, dass die Vorwürfe aufgeklärt werden. Die Ereignisse könnten Nachahmer auf den Plan rufen. Wir berichteten: Schon mit den Titeln von Swiss Hawk (http://www.worldofinvestment.com/wkn/SWISS_HAWK_AG_INH_SF1_20/A0LGQ5/YQO/) konnten infolge eines Reverse Splits massive Kursgewinne eingefahren werden. Wie weit diese wirtschaftlich fundiert waren, sei dahingestellt. Darüber hinaus gilt es, im Interesse des Anlegerschutzes Lücken im System zu schließen, die mit den Vorgängen um die technische Umsetzung des Reverse Splits bei Amitelo aufgedeckt wurden.


 


Die hohe Aufmerksamkeit bei Amitelo versuchten zudem einige Zeitgenossen für ihre Zwecke zu verwenden. So sollten mit den Kursgewinnen bei Amitelo und entsprechenden „Ankündigungen“ in einschlägigen Aktienboards Anleger in andere Titel gelockt werden. Auf einmal wussten viele von vermeintlichen anderen Aktienraketen zu berichten – in der Regel wird dahinter, steht zu befürchten, nur heiße Luft stehen. Hier gilt es für Börsianer, genau hinzuschauen, was sich hinter Kursanstiegen verbirgt.


 


Es ist daher für Anleger wichtig, Lehren aus den Ereignissen zu ziehen. Nicht hinter jedem Kursanstieg steht eine Aktie, die den höheren Kurs auch wirklich wert ist. „Verbrannte“ Pennystocks, die durch solche Maßnahmen wiederbelebt werden sollen, sind ein höchst zweifelhaftes Investment. Oftmals bestimmen wenige Akteure den Markt, in dem „Otto Normalverbraucher“ zum Spielball der Fronten werden könnte. Im Fall Amitelo mag der eine oder andere Kleinanleger zwar gut verdient haben, aber die Risiken sind immens, zwischen den Mühlsteinen der „big player“ zerrieben zu werden.


 


Wir werden daher weiterhin für Sie ein Auge auf Amitelo haben. Übrigens: Bisher hat das Unternehmen noch keinen testierten Jahresbericht für 2007 vorgelegt. Laut Homepage soll dies im August geschehen, nachdem der Termin zuvor bereits verschoben wurde. Ein paar Tage bleiben den Schweizern also noch, bisher Versäumtes nachzuholen.


 


Maxx-TV: Der Kampf mit den Meldungen


Nicht nur bei Amitelo gibt es in diesen Tagen heftige Kursbewegungen und so manches Kopfschütteln von Marktteilnehmern. Auch andere Werte erleben derzeit eine heftige Kursbewegung und aufregende Tage. Bei Maxx-TV geht diese Kursbewegung seit Notierungsaufnahme jedoch fast nur nach unten. Erst im Juni 2008 im Open Market gestartet, mit einem zwischenzeitlichen Hoch bei 0,18 Euro, notiert das Unternehmen derzeit auf „Höchststrafe“. 0,01 Euro, sehr viel tiefer geht es nicht mehr.


 


Eine Reihe von Faktoren lassen den Markt kritisch auf den Wert schauen. So wird in einer regelrechten E-Mail-Spamattacke Werbung für Maxx-TV gemacht. Verständlicherweise kommt dies bei Anlegern oft nur kurzfristig gut an, langfristig ruiniert so eine Aktion den Ruf. Das Unternehmen verweist zwar in Stellungnahmen regelmäßig darauf, dass man mit solchen PR-Methoden nichts zu tun habe, doch dem Kurs hilft das wenig.


 


Für Außenstehende fast schon amüsant sind die Geschehnisse rund um Jürgen Drews und Maxx-TV. Zunächst hieß es, dass Drews für Maxx-TV in den USA Werbung machen werde, dann wurde diese Meldung dementiert, jetzt erklärt Maxx-TV wie es zu all dieser Verwirrung gekommen ist. Man hatte mit dem Künstler und dessen Manager Kontakt, doch dann gab es wohl unterschiedliche Interpretationen hinsichtlich der Kommunikation, so dass eine Meldung ans Tageslicht kam, die dann doch nicht so ganz der Realität entsprach. Aus der möglichen Werbeaktion wurde nichts. Die Türe für Drews steht aber weiterhin offen, Maxx-TV ist an einer Zusammenarbeit interessiert.


 


Bei all dem sackt der Kurs immer weiter ab, fast niemand interessiert sich für das Geschäftsmodell des Unternehmens, das Drumherum lockt viel mehr. Eine Firmenhomepage gibt noch nicht so viel her, der Kurs sinkt unvermindert ins Bodenlose ab. Trotzdem oder gerade darum gibt es einige Forennutzer, die den Wert zum Kauf empfehlen. Andere können bei solchen Sätzen nur heftig mit dem Kopf schütteln.


 


Man wird sicherlich wieder von Maxx-TV hören, vielleicht sogar hinsichtlich des operativen Geschäfts. Wer sich zum Unternehmen äußern will, findet hier das richtige Forum: http://www.worldofinvestment.com/wkn//A0M0KX/


 


 10tacle Studios sorgt für kurzen Hype


Heftige Kursbewegungen gibt es bei 10tacle Studios. Anfang August hat das Unternehmen Insolvenz beantragt. Wurden die Papiere vor rund zwei Jahren zu 11,75 Euro ausgegeben, ist vom damaligen Glanz nicht mehr viel übrig geblieben. Nach Bekanntgabe der Insolvenzmeldung sackte der Kurs auf rund 0,20 Euro ab. Doch seit wenigen Tagen ist wieder eine Menge Bewegung im Aktienkurs drin. Zwar soll das operative Geschäft fast zum Erliegen gekommen sein, doch das hindert Anleger in ihrer Phantasie nicht daran, die Papiere des (ehemaligen) Spieleentwicklers zu kaufen. Manch einer setzt wohl auf die Rettung von 10tacles. Entsprechende Meldungen werden immer wieder als „hot news“ gehandelt. Bestätigt wurde bisher aber nichts.


 


Wirkliche Nachrichten sind also Mangelware. Trotzdem kam es zwischenzeitlich zu einem Kursplus von weit mehr als 200 Prozent. Die Gerüchteküche brodelte und sorgte für einen kleinen Hype. Inzwischen hat sich die Situation zwar wieder abgekühlt, Gewinnmitnahmen und Spekulationen haben den Kurs gedrückt, doch noch immer reagiert die Aktie sehr volatil. Kräftige Kurssprünge sind weiterhin möglich – in beide Richtungen. Erst wirkliche Hinweise vom Insolvenzverwalter können Klarheit über die Zukunft geben. Bis dahin gilt: Über neue Gerüchte sollte man sich nicht wundern. Wer an der Diskussion teilhaben will, kann dies hier machen: http://www.worldofinvestment.com/wkn//TACL10/.


 


Melden Sie sich jetzt kostenlos an: http://www.worldofinvestment.com/register/


 


 

 

Sie sind leider nicht angemeldet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzername und Password und geben Sie dann bitte Ihre Bewertung ab. Sollten Sie noch keinen Account bei World of Investment haben, können Sie sich hier registrieren.