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Thomas Grüner: 05.12.08 13:21 Wann enden Bärenmärkte? |
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Norbert Lohrke: 05.12.08 07:21 Verhaltensanomalien in... |
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Renditetrader: 04.12.08 17:54 Beruhigung an den... |
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Autor | WOI Wochenübersicht | Bewertung (1): | |
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| Erstellt am: | 03.09.08 15:26 | Antworten: | 0 | ||
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mitelo: Aktie ausgesetzt, Geschäftsbericht fehlt…
Wir hatten es bereits erwartet: Der Fall Amitelo mit den unglaublichen Vorgängen um den jüngsten Aktiensplitt ist noch längst nicht beendet. Nachdem die Behörden Ermittlungen aufgenommen haben, hat die Börse die Amitelo-Aktie zuletzt auf unbestimmte Zeit vom Handel ausgesetzt. Geprüft wird laut Deutsche Börse AG die „Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabwicklung“.
Für die Aktionäre der Schweizer gibt es weiteren Grund zur Unzufriedenheit. Wie zu befürchten war, hat Amitelo entgegen der bisherigen Ankündigung im August keinen testierten Jahresbericht für 2007 vorgelegt. Der Termin wurde in aller Stille auf der Homepage auf September geändert. Es ist kaum vorstellbar, dass der Abschluss bis Freitag vorgelegt wird – dann findet die außerordentliche Generalversammlung statt, auf der Aktionäre umfangreiche Kapitalmaßnahmen absegnen sollen, die das Unternehmensmanagement ohne Einverständnis der Anteilseigner längst durchgezogen hat.
Mehr Informationen zu den teils schon skandalösen Vorgängen rund um Amitelo: http://www.worldofinvestment.com/wkn/AMITELO_AG_INH_SF_2/A0F5YA/VO1/.
Swiss Hawk: Wann geht’s los in Bern?
Schon vor den Wirren um Amitelo gab es an der Börse Aufregung um Swiss Hawk, die allerdings (bisher) nicht ganz so große Kreise zog. Der Aktienkurs des Pennystocks wurde durch einen Reverse-Split im Verhältnis 40:1 angeschoben, woraufhin die Aktie heftige Kursgewinne verzeichnete. Nachrichten, die das fundamental begründeten, gab es wohlgemerkt keine. Böse Zungen behaupten seitdem, dass Swiss Hawk die Vorlage für Amitelo abgegeben habe und befürchten, das Beispiel der „Pennystock-Wiederbelebung“ könne Schule machen.
Da hier aber beim Splitt, im Gegensatz zu Amitelo, offenbar alles glatt ging, war die anschließende Hausse dem reinen „Zockerirrsinn“ zuzuschreiben. Nicht aber, was jüngst passierte: Am 20.August meldete das Unternehmen mit stolzgeschwellter Brust, dass die Aktie ab dem 29. August auch an der Berner Börse gehandelt werde. So weit, so gut…
… dachte man zumindest. Dürften vielleicht zunächst eine Reihe Anleger erstaunt geguckt haben, dass es in der Schweiz neben Zürich einen weiteren Börsenplatz gibt, so wurde das Erstaunen wenige Tage später noch größer. Per Mitteilung kam nämlich die Rolle rückwärts von Swiss Hawk. „Aufgrund einer Aufforderung der Eidgenössischen Bankenkommission“, so das Unternehmen, wurde die Handelsaufnahme verschoben. Der Hintergrund dürfte sich mit einem Blick ins Handelsregister erklären: Die Eidgenössische Bankenkommission hat mittels Verfügung im April 2008 Untersuchungsbeauftragte eingesetzt, hat damit quasi die Hand auf die Geschehnisse bei Swiss Hawk gelegt – und der vorläufige Stopp der Handelsaufnahme in Bern soll aus Anlegerschutzgründen erfolgt sein. Das sind Vorkommnisse, die die Glaubwürdigkeit des Unternehmens massiv ins Wanken bringen.
Man darf übrigens gespannt sein: Letzten Unternehmensangaben zufolge soll das neue Ersthandelsdatum an der Börse Bern in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. Ob die Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen dann weiter geht? Im Chart zeigt sich, dass der Bereich um 0,60 Euro eine massive Hürde für den Aktienkurs ist.
Wer informiert bleiben will, schaut hier rein: http://www.worldofinvestment.com/wkn/SWISS_HAWK_AG_INH_SF1_20/A0LGQ5/YQO/.
Mallorca Building
Gerade einmal zwei Nachrichten hat Mallorca Building seit Mai veröffentlicht. Trotzdem steht das Unternehmen bei zahlreichen Diskussionen in Foren und unter Anlegern ganz oben auf der Liste. Das hat mit den zahlreichen Werbemails, man kann sie teils auch Spam nennen, zu tun, die regelmäßig in die elektronischen Postfächer flattern. Zudem ist der Kurs des Unternehmens recht schwankungsfreudig, so dass sicher mancher Zocker sein Herz für dieses Papier entdeckt hat. Vor allem in den vergangenen zwei Wochen sind hohe Umsätze in dem Wert zu beobachten. In dieser kurzen Zeit hat sich der Kurs zwischenzeitlich verdoppelt, aktuell wird er durch Gewinnmitnahmen jedoch wieder deutlich nach unten gedrückt.
Im Mai meldete das Unternehmen, dass es einen Auftragsbestand von rund 10 Millionen Euro habe. Dabei handelte es sich um fünf größere Projekte auf Mallorca. So geht es um den Neubau von Chalets, die Sanierung und den Umbau von Fincas oder auch die Sanierung einer Wohnanlage. Diese Projekte findet man auf der Homepage des Unternehmens mit Bildern wiedergegeben. Lag laut damaliger Meldung der Umsatz der Mallorca Building S.L, an der die Holding zu 80 Prozent beteiligt ist, 2007 bei 5 Millionen Euro, soll er sich 2008 nach den Prognosen aus dem Frühjahr mindestens verdoppeln. Die Prognose wurde danach nicht mehr verändert.
Anfang September kommt die nächste Meldung von der Ferieninsel. Man hat sich mit 66,67 Prozent an Orada Andratx beteiligt, einer neu gegründeten Firma. Diese neue Tochter soll ältere Immobilien billig erwerben und dann renovieren. Danach können die Objekte wieder verkauft werden, sie können verwaltet oder als Feriendomizil verpachtet werden. Laut Mallorca Building hat Orada Andratx bereits ein Objekt in Puerto de Andratx erworben. Eine Ausweitung des Portfolios stehe bevor.
Seit Juli 2007 existiert die Company als Mallorca Building, man ist aus der Bonreal AG in der Schweiz hervorgegangen. Sitz des Unternehmens ist Zug in der Schweiz. Derzeit gibt es 10 Millionen Aktien, die Marktkapitalisierung liegt demnach bei 0,5 Millionen Euro (bei Redaktionsschluss). Bei einer Umsatzprognose von 10 Millionen Euro scheint das ein Schnäppchen.
Doch so ganz ohne scheint der Wert nicht zu sein. In unserem Forum gibt es einige Kritik am Unternehmen bzw. an einigen Umständen. Von „Abverkaufsgeruch“ ist die Rede, andere glauben, dass einige Investoren sich offenbar massiv von den Aktien trennen. Bewiesen ist all dies jedoch nicht. Der Wert wird zudem als markteng beschrieben. Die Herzen der Anleger scheint Mallorca Building damit noch nicht gewonnen zu haben. Hier ist zumindest Erklärungsbedarf angesagt, die Transparenz erscheint verbesserungswürdig.
So ganz transparent und auf der Höhe des Geschehens ist auch die Webseite von Mallorca Building nicht. Dort wird eine Dame aus Österreich als Mitglied des Verwaltungsrates angezeigt, die laut Schweizer Handelsregister schon im April 2008 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Pikant: Auch die seit Juli 2008 geltende Unternehmensanschrift ist auf der eigene Seite noch nicht zu finden.
Das Unternehmen muss also ein wenig nachlegen, um seinen derzeitigen Ruf aufzubessern. Hier kann man die weitere Diskussion verfolgen: http://www.worldofinvestment.com/wkn/MALLORCA_BUILDING_SF_01/A0M1BU/4M8/
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