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Kolumne: Vor dem Immobilienhype?

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Autor Norbert Lohrke Bewertung (0):
Erstellt am: 30.10.07 09:36 Antworten: 0  
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Kolumne: Vor dem Immobilienhype?

Ich habe Ihnen letzte Woche einen ersten Einblick in Immobilienwerte direkt von der „Initiative Immobilien-Aktie“ gegeben. Heute möchte ich einen Schritt weiter gehen und Ihnen einzelne Aktien bzw. Geschäftsmodelle vorstellen. Wie Sie sehen werden, ist dieser in Deutschland noch recht junge Markt voller Chancen und erst am Anfang einer großen Zukunft.

Mal ehrlich und Hand auf’s Herz! Es gibt doch nichts Langweiligeres als Immobilien. Haben Sie bisher auch so gedacht? Ich jedenfalls war so bisher unterwegs. Mit Immobilien konnten Sie mich jagen. Das hat sich nach meinem Besuch in Franfurt a.M. schlagartig geändert. Denn solange Immobilien zu Buchwerten in den Bilanzen schlummern ist daran auch wirklich nichts interessanten zu entdecken. Werden Sie dort entnommen und z.B. in einen Fonds gesteckt und wachgeküsst, d.h. aktiv gemanagt, revitalisiert sowie zielgerichtet vermarktet, wächst die Attraktivität jedoch expotentiell.

Leider wurden fast ausnahmslos alle Aktien im Zuge der Immobilienkrise zu Unrecht in den Keller geschubst. Dort haben Sie allerdings nichts verloren, weil die Immobilienkrise in den USA, soviel mit Deutschland zu tun hat, wie Präsident Bush mit Bündnis 90/Die Grünen. Absolutly nothing!

Also, schauen wir uns die Aktien doch mal genauer an. Da wäre z.B. die Deutsche Euroshop AG. Ihr Spezialgebiet sind Shopping-Center. Bei der Verwaltung arbeitete sie mit dem ECE-Projektmanagement, einem der besten Unternehmen auf diesem Gebiet und aus der Otto Gruppe stammend, zusammen. 16 Shoppingcenter nennt sie ihr Eigen, wobei 4 davon im Ausland sind. Es wird eine Buy & Hold-Strategie verfolgt. Mit den Mietern werden grundsätzlich 10 Jahresmietverträge geschlossen. Die Belegung liegt bei 99 %. Die Mietsteigerungen bei +3,2 %. Die Jahresmiete beträgt 250 Euro pro qm. Das Wachstum beträgt 10 %. Die Dividende ist aufgrund eines Eigenkapitalrückzahlungsmodells steuerfrei und mit +3,9 % beachtlich. Eine kontinuierliche Entwicklung wird angestrebt.

Auch sehr interessant ist die Hahn Immobilien Beteiligung AG aufgestellt. Sie ist ein Manager für Großhandels- und Einzelhandelsimmobilien. Ihre Zielobjekte sind Fachmarktzentren und Retail Parks. Das 1982 gegründete Unternehmen konzentriert sich dabei ganz auf Einzelhandelsimmobilien, also nicht auf z.B. Büroimmobilien. Dabei werden Superstores mit 1.500 bis 5.000 qm, Warenhäuser größer 5.000 qm, Stores größer 8.000 qm und Shopping Center größer 10.000 qm anvisiert. Mieter sind Metro, Edeka, Rewe, Tengelmann, Kaufland u.a. Interessant ist die seit 2003 vorhandene Verbindung mit der MEAG, einem Fonds der Munich RE, die Fonds Know-How mit eingebracht hat. Auch das in 2005 mit der britischen Firma Capital & Regional Plc. gemeinsam gegründete Unternehmen. Größter Anteilseigner mit 78,9 % ist Michael Hahn. Der Börsengang wurde übrigens nicht dazu genutzt Herrn Hahns Hobbies zu finanzieren, sondern floss vorbildlich der Gesellschaft zur Stärkung zu. Fantasie bekommt die Aktie über das zunehmende Dienstleistungsgeschäft, wo die Hahn ihre Expertise anderen Anietern/Immobilienfonds zur Verfügung stellt.

Ein ganz anderes Modell im Bereich der Wohnimmobilien fährt die Design Bau AG in Kiel. Die haben sich die deutsche Eigenheit, ein Haus für die Ewigkeit zu bauen, zu Nutze gemacht und entdeckt, dass diese Häuser allein aus Kostengründen nicht rentabel zu vermieten sind. Schwupps war die Geschäftsidee geboren. Häuser bzw. ganze Hausparzellen zu entwickeln und zu bauen, die zur Vermietung geeignet sind. Das ist neu und wahrhaft innovativ. Gemeinsam mit dem Erstmieter, wird das Haus auf dessen Belange zugebaut. Als Lagen hat man die Großstädte identifiziert. Dort arbeitet sie Hand in Hand mit den Kommunen, die gern mit Design Bau zusammenarbeiten, weil sie die Menschen wieder in die Städte zurückbringen möchten. Aus Eigennutz natürlich, um die Infrastruktur auszulasten und damit zu finanzieren. Eine Plattformstrategie (einmal planen, zig-fach bauen) führt zu Kostenvorteilen beim Bau. Außerdem stellt sie den Mieter ein eigenen Eigenkapitalhilfeprogramm von 15 T€ zur Verfügung. Die Anlagen sind REIT-fähig. Bis 2007 werden ca. 5000 Einheiten gebaut. Das EBIT beträgt 8 Mio. Euro bei einer Marktkapitalisierung von nur 45 Mio. Euro. Wenn das nicht günstig ist.

Welche Gesellschaft mir auch gut gefallen hat, ist die Franconofurt AG, die derzeit ihre Tochter FranconoWest an die Börse bringt. Ziel sind Häuser bzw. Wohnungen in gut bürgerlichen Lagen. Kästen mit einer schwierigen Mieterstruktur werden gemieden. Sie spielt dort, wo die großen Fonds mangels Größe kein Interesse haben. Diese Nische ist allerdings sehr lukrativ. Verkäufer sind häufig Erben, die mit den Häusern ihrer Eltern nichts anfangen können oder wollen. Damit man den ersten Zugriff hat, steht für die Makler intelligenterweise ein Fee-Pot zur Verfügung, der dazu geführt hat, dass Makler inzwischen exklusiv für das Unternehmen arbeiten. Professionell wird der Einkaufsprozess industrialisiert. Jedes Objekt wird vor dem Kauf von Architekten begutachtet. Das Unternehmen schüttet 80 cent je Aktie aus. Das weitere Potential ist enorm.

Wie Sie also sehen, steckt in den vermeintlichen Langweilern doch eine ganze Menge Substanz, gepaart mit Fantasie. Sie können mir glauben, wenn ich Ihnen nach den zwei Tagen aufmerksamen Zuhörens mitteile, dass sich ein Blick auf diese Aktien gerade jetzt lohnt.

Sollten Ihnen Immobilien, trotz der durchaus interessanten Kursgewinnmöglichkeiten und einer zum Teil hohen Dividende nicht zusagen, schlage ich vor, dass Sie meinen Take-Off Investor Börsenbrief zu einem 30-Tage-Gratis-Test anfordern. Und performen Sie dann mit Value-Aktien in Sondersituationen.

Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen

Ihr Norbert Lohrke

 

 

 

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