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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Markus Fugmann | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 19.11.08 13:01 | Antworten: | 0 | ||
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Update Euro-Dollar:
Weiter seitwärts - schon aus Ermangelung wichtiger ökonomischer Daten zu Wochenanfang - bewegt sich der Euro zum Dollar. Am Montag erreichte das Währungspaar sein bisheriges Wochenhoch bei 1,2740, doch wird die Luft in diesem Bereich sehr dünn. Auf der Unterseite ist auf den Bereich 1,2520 zu achten, während bei 1,2680 neben einem wichtigen Widerstandsbereich auch eine Abwärtstrendlinie verläuft. Solange also dieser Bereich nicht überboten ist, sollten Long-Positionen nur sehr kurzfristig eingegangen werden. Übergeordnet bleiben wir bei unserer skeptischen Einstellung zum Euro und nutzen Erholungen zu Short-Einstiegen, solange 1,2680 nicht nachhaltig gebrochen ist.
Update Dax: Schwer tut sich weiterhin der Dax. Nach wie vor gehen wir von fallenden Kursen aus- jedoch muß dazu der zähe Unterstützungsbereich bei 4450 Punkten einmal nachhaltig gebrochen werden. Gestern konnte dieses Niveau erneut verteidigt werden, und mit einer impulsiven Schlußralley konnten sich gestern die amerikanischen Indizes sogar deutlich ins Plus retten. Die Gewinne kann der Dax jedoch heute nicht verteidigen - immerhin bot heute vormittag der ebenfalls wichtige Unterstützungsbereich bei 4500 Punkten noch einmal support. Beachten Sie neben den Unterstützungen auch die unten im Chart eingezeichnete Abwärtstrendlinie bei ca. 4600 Punkten sowie den Widerstand bei 4680. Erst wenn dieser Bereich nach oben durchbrochen würde, hat der Dax weiteres Aufwärts-Potential. Heute stehen neben wichtigen Immobiliendaten aus den USA an (14.30Uhr) auch die US-Verbraucherpreise an (selbe Uhrzeit); wichtig ist heute abend dann das Sitzungsprotokoll der Fed (20.00Uhr). Den Wochenausblick vom Montag finden Sie unten.
Wochenausblick vom Montag: Die Paulson-Wende! Euro-Dollar:
Unterm Strich etwas schwächer handelt der Euro zum Dollar nach Ablauf der letzten Handelswoche. Die europäische Einheitswährung begann letzten Montag noch über 1,28 und stieg im Laufe des Tages über die 1,29. Damit war jedoch das Potential auf der Oberseite ausgereizt. Zwar fiel am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartung etwas weniger schlecht aus als erwartet (-53,5 gegenüber -62,0 erwartet), doch konnte der Euro davon nicht profitieren und wurde sogar nach Bekanntgabe der Zahlen recht drastisch von 1,27 bis in den Bereich 1,2530 abverkauft. In diesem Bereich konnte sich der Euro jedoch wieder stabilisieren, am Mittwoch folgte eine Erholung bis 1,2640, die jedoch im Laufe des Tages wieder abverkauft wurde. Am Donnerstag dann erreichte der Euro sein Wochentief knapp unter 1,24, bevor am Folgetag eine kräftige Erholung einsetzte. Im Rahmen einer massiven Short-Squeeze an den Aktienmärkten konnte der Euro, ausgehend von einem Doppelboden bei 1,2450, eine massive Ralley hinlegen, die ihn nahezu ungebremst auf 1,2860 hievte - 400pips in weniger als zwei Stunden! Nach wie vor ist unklar, welche Ursache diese Bewegung hatte, jedenfalls verhält sich EURUSD derzeit weitgehend konform mit den Aktienmärkten und nutzte die Steilvorlage für einen enormen Anstieg. Daß diese Ralley nicht lange Bestand haben konnte, war absehbar, da hinter dem Anstieg keine nachvollziehbare Nachricht gestanden hatte. Am Freitag fiel dann der Euro folgerichtig bis 1,2630, bevor eine erneute Aktienralley den Euro beflügelte. Knapp unter der 1,28 war jedoch das Pulver verschossen, der anschließende Abverkauf der US-Märkte traf auch den Euro mit voller Wucht, sodaß die europäische Einheitswährung die Woche im Bereich 1,26 beschloß. In der Nacht zum heutigen Montag sackte der Euro weiter ab, konnte jedoch knapp über der 1,25 drehen. Nach wie vor ist EURUSD extrem abhängig von den Aktienmärkten, und so lange dort keine substantielle Erholung stattfindet, hat auch der Euro keine Chance für eine nachhhaltige Erholung. Zwar ist das große Abwärtsmomentum erst einmal abgeschwächt, doch zeigt sich, daß jede Erholung letztendlich immer wieder abverkauft wird. Impulsive Anstiege wechseln derzeit mit nicht weniger impulsiven Abverkäufen, sodaß der Euro in der Summe eher seitwärts tendiert. Dennoch ist von weiterer Euro-Schwäche auszugehen, da drei Faktoren dem Dollar zu Hilfe kommen: erstens weitere Notverkäufe von Hedgefunds, die dann in Dollar tauschen müssen, zweitens das auch an den Aktienmärkten immer noch dominierende Abwärtsmomentum, und drittens weiter zu erwartende schwache Wirtschafts-Daten aus den USA. Unter normalen Umständen würden diese den Dollar belasten, doch derzeit gelten eben andere Regeln, da sich das Währungspaar stark an den Aktienmärkten orientiert. Der Euro handelt derzeit weiterhin der range 1,24-1,2860/1,2920. Erst ein nachhaltiger Bruch der 1,2860 bzw. 1,2910 zur Oberseite hin würde die charttechnische Verfassung des Euro verbessern, allerdings ist die Gefahr von Fehlausbrüchen angesichts der derzeitigen Volatilität recht hoch. Unterstützung hat der Euro bei 1,24 und 1,2520, während Widerstände bei 1,2680-1,2700 und, wie oben genannt, bei 1,2860 sowie 1,2910 warten. Auf der Datenseite ist in dieser Woche die heutige US-Industrieproduktion zu beachten, während am Dienstag die US-Erzeugerpreise im Vordergrund stehen. Das Wochenhighlight dürften jedoch die US-Immobiliendaten sowie das Sitzungsprotokoll der Fed am Mittwoch darstellen. Am Donnerstag folgen dann die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die US-Frühindikatoren sowie der Philly-Fed-Index.
Dax:
Verluste mußte in der letzten Handelwoche der Dax hinnehmen. Der Index begann im Bereich von 5100 Punkten, verlor jedoch am Montag deutlich und pendelte im Bereich von 4900 Punkten. Am Dienstag setzte sich die schwache Tendenz fort, die den Index zunächst auf 4730 Punkte drückte, bis dann im späteren US-Handel die Indizes drehten und den Dax auf X-Dax-Basis wieder auf 4900 Punkte hievten. Die Kursgewinne waren jedoch im wahrsten Sinne des Wortes Eintagsfliegen, sodaß schon am Folgetag ein erneuter Abverkauf den Dax auf 4550 Punkte zurückwarf. Im weiteren Verlauf pendelte der Dax zwischen 4500 und 4700 Punkten, bis am Donnerstag abend ein etwas rätselhafter, da ohne Nachrichten stattfindender, krasser Anstieg den Index auf knapp 4900 Punkte katapultierte. Eine erneute Attacke dieses Niveaus am Freitag scheiterte - mit der Folge eines dynamischen Abverkaufs bis 4650 Punkte. Die US-Indizes lagen bereits 5% im Minus, als eine erneute Ralley am Abend die Indizes sogar ins Plus drückte. In der letzten Stunde jedoch - und das ist derzeit charakteristisch - wurde die Gewinne wieder komplett abgegeben, sodaß die Indizes mit einem Minus von 5% schlossen - verrückte Bewegungen! Wir sehen derzeit zwei Faktoren, die sich aller Wahrscheinlichkeit nach als folgenreich erweisen werden: zunächst, und das ist schon historisch zu nennen, die Wende des US-Finanzministers Paulson. Dieser hat die Grundprinzipien des bailout-plans umgeschmissen und quasi auf den Kopf gestellt, sein bisheriges Scheitern also praktisch zugegeben. Nunmehr will die Fed den Banken nicht mehr wertlose Wertpapiere abkaufen in der Hoffnung, daß diese Wertpapiere irgendwann wieder einen besseren Preis erzielen - was aller Wahrscheinlichkeit nach nie passiert wäre. Offensichtlich hat man eingesehen, daß die Risiken mit dieser Vorgehensweise unkalkulierbar wären. Also änderte man die Marschrute: nunmehr sucht man private Investoren, die verbriefte Konsumentenkredite aufkaufen und garantiert seitens der Fed für Ausfälle. Das stärkt, sollten sich Investoren finden, das Vertrauen in den Konsumentensektor. Das bedeutet aber mit anderen Worten, daß man die Banken fallen läßt, die nun die Risiken in ihren Bilanzen behalten - die Performance der Bankwerte in den letzten Tagen verdeutlicht das. Und wenn man die Banken fallen läßt, kann man jede Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung des Aktienmarktes begraben. Erstaunlich, daß die 180-Grad-Wende von Finanzminister Paulson in den deutschen Medien kaum beachtet wurde. Und noch ein Punkt ist hochinteressant: die Medien beginnen langsam aber sicher zu begreifen, daß mit der China-wird-in-alle-Ewigkeit-wachsen-Story irgendetwas nicht stimmen kann, wenn die Welt um China herum in eine Rezession stürzt. Es hat lange genug gedauert, aber nun scheint sich in den Köpfen durchzusetzen, daß China kein eigener Planet in einem fremden Universum ist, sondern den Problemen des weltweiten Konjunkturabschwungs genauso ausgesetzt ist wie andere Länder. Und vermutlich sogar stärker als andere Länder aufgrund einer völlig einseitigen Export-Orientierung! Damit verliert sich eine (irrationale) Hoffnung, daß es China und andere Märkte schon richten werden, wenn die westliche Welt ökonomisch den Bach runtergeht. Aufgrund dieser Faktoren bleiben wir bei unserer skeptischen Einstellung gegenüber den Aktienmärkten. Natürlich sind - angesicht der derzeitigen Unsicherheiten - jederzeit intensive Anstiege möglich, doch bieten diese unserer Einschätzung nach sehr gute Short-Gelegenheiten. Erst wenn der Dax nachhaltig den Bereich 5300/5350 überschreitet, müßten wir unser Szenario überdenken. Vorerst ist aber der immer bedeutendere Widerstand bei 4860 Punkten zu beachten - solange hier kein Durchbruch erfolgt, sind alle Bullen-Träume ins Reich der Fabel zu verweisen. Auf der Unterseite ist besonders der Doppelboden im Bereich 4500/4550 zu beachten. Halten diese Marken nicht, gehen wir von neuen Tiefstkursen aus
Haben Sie Fragen? Weitere Informationen sowie Informationen zu Seminaren direkt vom Autor:
Markus Fugmann Tel.:040/44809860 oder bei http://www.actior.de/futures_handeln_seminar.0.html
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