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Kolumne: UBS bestätigt die Gerüchte: Monster-Kapitalerhöhung und horrende Abwertungen

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Autor Andreas Woelfl Bewertung:
Erstellt am: 01.04.08 08:26 Antworten: 0  
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Kolumne: UBS bestätigt die Gerüchte: Monster-Kapitalerhöhung und horrende Abwertungen

Wir haben in den letzten Wochen immer wieder darauf hingewiesen, dass die UBS Bank aktuell von Gerüchten getrieben wird. Diese bestätigen sich nun zu einem guten Teil.

 

Unser "Gerücht von gestern", dass ein Wechsel an der Spitze unmittelbar bevorsteht, hat sich bereits heute bewahrheitet, auch wenn die Personalentscheidung nun nicht einmal halb so spektakulär ist - aber so ist das nun mal mit Gerüchten, ganz stimmen sie selten.

Auch das zweite Gerüchte von gestern findet eine beinahe Bestätigung. Anstatt der gerüchteweise bevorstehenden Kapitalerhöhung um 16 mrd CHF wurde heute bekannt, dass die UBS eine Kapitalerhöhung um 15 mrd CHF unter Wahrung der Bezugsrechte durchführen wird. Damit können Verluste aus dem Q1 mehr als nur aufgefangen werden.

Beruhigend, im Sinne von "jetzt haben wir das Gefühl, dass die UBS Altlasten nicht verstecken, sondern rasch bereinigen will" ist der ausgewiesene Verlust von 12 mrd CHF im Q1, der in erster Linie daher resultiert, dass auf das US-struktured products Portfolio Abwertungen und Veräusserungsverluste in der Höhe von 19 mrd USD zusätzlich vorgenommen werden mussten. Die Tatsache, dass die UBS nicht nur von Abwertungen sondern auch von realisierten Verlusten spricht, nehmen wir als zumindest starkes Indiz, dass unser Gerücht von vor rund vier Wochen so falsch nicht war, siehe

 

http://www.be24.at/blog/entry/14743/beaengstigendes-geruecht-am-bankensektor

 

Minerva-Fazit: Wir werden uns das Zahlenwerk genau ansehen. Grob überschlagen dürfte die UBS nach Durchführung der Kapitalerhöhung über eine Tier 1.Ratio von 10 verfügen und ihr Portfolio weitgehend bereinigt haben. Wir denken, wohlgemerkt bevor wir das Zahlenwerk im Detail analysiert haben, das potenzielle weitere Verluste sich aus den Gewinnen der kommenden maximal drei Quartale abdecken lassen, sodass spätestens in 2009 aus eigener Kraft eine Tier 1-Ratio von 10 bis 12% erreicht und die Zahlung nachhaltiger Dividenden wieder sichergestellt sein sollte. Vorerst Neutral - bei stärkeren Rücksetzern muss man sich die Aktie aber schon sehr genau ansehen.

 

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