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Kolumne: Tanzen mit Fannie und Freddie!

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Autor Stephan Feuerstein Bewertung (0):
Erstellt am: 14.07.08 22:03 Antworten: 0  
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Kolumne: Tanzen mit Fannie und Freddie!

Nachdem zu Beginn der letzten Woche ein Hoffnungsschimmer für die gebeutelte Anlegerschaft in Form sinkender Rohölpreise am Horizont auftauchte, war am Donnerstag wieder „Schluss mit lustig“ und die Notierungen für das schwarze Gold stiegen auf ein weiteres Rekordhoch bis auf 147,27 US-Dollar  an. Unsere Formulierung „Ein Frühling macht noch keinen Sommer“ hat sich damit schneller bewahrheitet als von uns gedacht.
 
Immer neue Sorgenkinder?

Im Zuge des wieder anziehenden Ölpreises mussten die Aktienmärkte auf breiter Front abgeben. Der Dow Jones Industrial Average fiel mehr als 200 Punkte und durchbrach das erste Mal seit zwei Jahren die Unterstützung bei 11.000 Zählern. Für Schlagzeilen sorgten insbesondere Meldungen über die drohenden Pleiten der großen US-Hausfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Gerüchte, nach denen 
die amerikanische Zentralbank (FED) und das Finanzministerium planen, die beiden Finanzierungsriesen zu retten, blieben unbestätigt.

Weiteres Schlechtwetterpotenzial voraus!

Eine weitere dunkle Wolke ist bereits in Form der diese Woche anstehenden Quartalsberichte von Investmentunternehmen wie Merrill Lynch & Co. sowie JP Morgan Chase und Co. am Donnerstag und dem Bankgiganten Citigroup am Freitag in Sicht. Bei den Ergebnissen der Finanztitel liegen die Erwartungen des Marktes 72 Prozent unter den Ergebnissen des Vorjahres. Damit dürfte also schon eine Menge an negativen Nachrichten eingepreist sein. Sollten die Unternehmen jedoch hierüber hinaus noch weiter enttäuschen, könnte dies für einen weiteren Kursrutsch an den Aktienmärkten sorgen.  

Kaufen wenn die Kanonen donnern?

Im Hebelzertifikate-Trader greifen wir hin und wieder gern auf Zitate des Börsenurgesteins André Kostolany zurück. Auch das „Kanonen-Zitat“ hat für Langfristanleger seine Berechtigung, jedoch müssen wir - da wir mit Hebelprodukten arbeiten - auch immer besonders das Timing im Auge behalten. Um bei Kostolany zu bleiben, haben uns die Kanonen bislang noch nicht genug gedonnert, um jetzt bereits neue Longpositionen aufzubauen. Donnerstag und Freitag vergangener Woche haben gezeigt, dass es nur wenig bedarf, um den Ölpreis erneut durch die Decke zu treiben. Im Öl liegt unserer Ansicht nach das größte Überraschungspotenzial, da geopolitische Unsicherheiten - wie eine drohende militärische Auseinandersetzung zwischen Israel und dem Iran - weiteren Zündstoff bieten.

Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de

 

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