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Kolumne: Schwäche verkaufen?!

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Autor Stephan Feuerstein Bewertung (0):
Erstellt am: 07.07.08 21:23 Antworten: 0  
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Kolumne: Schwäche verkaufen?!

Auch in dieser Woche werden die internationalen Aktienmärkte vor allem mit dem hohen Ölpreis zu kämpfen haben, welcher in der vergangenen Woche mit 145,29 US-Dollar je Barrel (August Future) aus dem Handel ging und damit weitere 3 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche zulegen konnte. Die Märkte sind inzwischen extrem stark  mit Crude Oil korreliert und jeder Anstieg im Schwarzen Gold wird umgehend mit Kurseinbrüchen quittiert.

Börse ist Psychologie

Dabei stellt der Rohölpreis unserer Einschätzung nach auf den aktuellen Levels hauptsächlich ein psychologisches Problem dar, da die Unternehmen heute viel energieeffizienter arbeiten als zu Zeiten der ersten Ölkrise 1973 und erst ab Kursen jenseits von 200 Dollar pro Barrel in realwirtschaftliche Notlagen kommen sollten.  Aber Börse ist nun mal zu 90 Prozent Psychologie und so lösen insbesondere markante Kursmarken, wie die in greifbare Nähe gerückten 150 US-Dollar, leicht weitere Abverkäufe an den Aktienmärkten aus. Als Hebelzertifikate-Trader muss uns dies jedoch nicht kümmern, da wir diese Situation durch Shortpositionen ausnutzen können.

Einzelhandel unter Beobachtung
 
Interessant für Engagements auf der Unterseite sind insbesondere Transportunternehmen, die sich nicht rechtzeitig auf den Preisanstieg im Energiesektor eingestellt haben und die Ölpreise nicht über den Kauf von Futures oder Forwards in ausreichender Höhe abgesichert wurden. Über konkrete Trades in diesem Bereich werden wir Sie im Rahmen der Trading-Strategie unterrichten. Für Bewegung im Aktienmarkt dürfte in den kommenden Tagen auch die anstehende „Earning Season“ sorgen, in welcher die Unternehmen die Ergebnisse ihres 2. Quartals 2008 veröffentlichen.  In diesem Zusammenhang werden die Märkte mit Argusaugen besonders auf die Verkaufszahlen des Einzelhandels achten, da zu Recht befürchtet wird, dass die höheren Lebenshaltungskosten auch hier Spuren hinterlassen haben.

Schwacher US-Dollar belastet weiterhin

Charttechnisch zeigen sich die weltweiten Aktienindizes angeschlagen. Der S&P500-Index notiert bei 1264,9 Zählern zwar nahe einer wichtigen Unterstützung, testet diese inklusive der Tiefs von Januar und März aber bereits zum dritten Mal, was nicht gerade ein Zeichen von Stärke ist. Ähnlich geht es dem DAX, der seine Januartiefs im März noch unterschritten hat und sich aktuell wieder im Bereich der 6.300 Punkte aufhält.  Die deutsche Exportindustrie stöhnt unter dem schwachen US-Dollar und insbesondere die Automobilhersteller sowie der Transportsektor dürften dem DAX auch weiterhin schwer im Magen liegen.
Fazit: Wir befinden uns bei den Aktien aktuell in einem Bärenmarkt und werden versuchen hiervon insbesondere durch Shorts auf angeschlagene Einzeltitel zu profitieren!

Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de

 

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