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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Norbert Lohrke | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 08.05.08 09:14 | Antworten: | 0 | ||
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Nun haben es der Vorstandsvorsitzende Dr. Frenzel und sein Spezel Krumnow, seines Zeichens Aufsichtsratsvorsitzender der TUI AG, doch noch einmal geschafft. Mit 57,2 % der Stimmen wurde die Abberufung von Krumnow zurückgewiesen. Und der Vertrauensentzug von Frenzel wurde mit 71,6 % der Stimmen verworfen. Auch bekam der Vorstandschef seine Entlastung mit 69,2 % der anwesenden Stimmen durch.
Also alles paletti? Mitnichten! Ich habe selten ein so knappes Ergebnis für einen Aufsichtsratsvorsitzenden, wie das für Krumnow, gesehen. Hier zeigt sich ein tiefes Misstrauen gegen den Ex-CFO der Deutschen Bank AG, der es in der Vergangenheit offensichtlich versäumt hat, seine Aufsichtsfunktion ernsthaft auszuüben. Letztlich haben wohl die 10 % des russischen Stahl-Milliardärs Andrej Mordaschow, die sich Frenzel wohl frühzeitig gesichert hat, mit den Ausschlag gegeben. Wobei man sich ruhig mal fragen darf, ob er eine und wenn welche Gegenleistung Herr Mordaschow für sein Stimmverhalten erhält. Der Ausbau des russischen Reisemarktes sollte da schon die ein oder andere Möglichkeit bieten.
Und wenn dann selbst der Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Herr Thomas Hechtfischer, Frenzel mit dem Satz, dass man „Mitten im Fluss nicht die Pferde wechselt“, den Rücken stärkt, dann wundert einen gar nichts mehr. Wobei ich mich angesichts einer solchen Aussage frage, wen diese Vereinigung eigentlich schützt? Die Wertpapierbesitzer jedenfalls können es - angesichts des kontinuierlichen Wertverlustes der Tui – schließlich nicht sein.
Man muss es so deutlich aussprechen. Offensichtlich sind die Aktionäre und der Aufsichtsrat der TUI AG an allem anderen interessiert, als an der Wertsteigerung des Unternehmens. Denn das ist wieder einmal nicht der Fall. So hat die Aktie seit dem letzten Jahr wieder einmal ca. -15 % an Wert verloren. Und wäre nicht der norwegische Reeder Frederiksen auf der Bühne aufgetaucht, hätte sich der Kurs von seinem Tiefstand im Januar mit 13,40 Euro und einem Minus von -39 % auch nicht so schnell erholt. Und auch im Langfristvergleich sieht’s zappenduster aus. Viel Wind um weniger als nichts, fällt einem dazu ein.
Dass der Jahresüberschuss gerade einmal dürftige 1 % vom Umsatz ausmacht, interessiert offensichtlich keinen. Auch nicht, dass die Finanzschulden jetzt 5,5 Mrd. Euro betragen, damit zum Vorjahr um +43 % angestiegen sind und bereits 33,7 % der Bilanzsumme ausmachen. Auch, dass das Eigenkapital bei nur noch 19,2 % liegt ist scheinbar Nebensache.
Genauso wie der Schlingerkurs von Frenzel bei der Hapag Lloyd. Was passiert da jetzt eigentlich? Erst war die Schifffahrtssparte der strategische Zukunftszweig der TUI AG. Und jetzt will sie Frenzel verkaufen. Dafür kann er dann wenigstens im nächsten Jahr einmal ordentlich Gewinne - wenn auch einmalige - vorzeigen. Das wird’s dann aber auch auf absehbare Zeit sein. Denn im margenschwachen Touristikgeschäft werden die großen Renditen nicht zu machen sein. Aber zum Machterhalt wird’s bei diesen Aktionären schon reichen.
Was soll man also von dem Ganzen halten?
Sie werden es nicht glauben. Aber mir fehlen angesichts dieses Possenspiels und der dahinter stehenden miserablen Leistungsbilanz ganz einfach die Worte.
Wenn die Aktionäre, inklusive die Fondsmanager wie z.B. Gierse von der Union Investment so dumm sind, ihr Geld in einem solchen Saftladen anzulegen, sind sie eben selbst schuld. Meines ist es - Gott sei Dank - nicht.
Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen.
Ihr Norbert Lohrke
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