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Kolumne: Risikomanagement: Der heilige Gral des Tradings !

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Autor Sebastian Hell Bewertung (0):
Erstellt am: 14.03.07 10:05 Antworten: 0  
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Kolumne: Risikomanagement: Der heilige Gral des Tradings !

Seit ich diesen Newsletter übernommen habe, erreichten mich sehr viele E-mails mit der Frage wie viel Geld oder Prozent man pro Trade und pro Konto riskieren sollte. Ein Leser entschuldigte sich sogar für diese Frage, da er meinte diese sei zu banal. Allerdings kann ich Ihnen sagen, dass dies nicht der Fall ist. Es gibt unzählige Aufsätze, Kolumnen, Artikel und Bücher über dieses Thema und wie bei allen Dingen beim Trading kommt jeder zu einem anderen Schluss. Kurz gesagt muss man sich seinen eigenen Weg suchen. Ich kann Ihnen nicht pauschal sagen, wie viel Sie riskieren sollen da dies von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Ich persönlich riskiere niemals mehr als zwei Prozent pro Trade, wobei ich in der Regel (zu 90%) innerhalb einer Spanne von 1% bis 1,5% bleibe. Ich fühle mich in dieser Zone sehr wohl, da für mich ein Verlust von 1,5% keine große Belastung darstellt.

Es gibt jedoch auch Systemhändler die nur 0,1% des zur Verfügung stehenden Kapitals riskieren, während andere diskretionäre Trader ein Risiko von bis zu fünf Prozent eingehen. Vor allem die fünf Prozent scheinen sehr beliebt zu sein, da diese in Büchern des bekannten Traders Larry Williams und auch einiger anderer erwähnt wurden. Später wurden dann aus den fünf Prozent bei einigen nur noch drei Prozent.

Ich halte allerdings alles was über die Marke von 2% hinausgeht für finanziellen Selbstmord, wie ich Ihnen gleich belegen werde. Es sei mal davon ausgegangen, dass die meisten von Ihnen diskretionär handeln, da für Handelssystemhändler viel kleinere Risikoparameter zu verwenden sind. Bei einem Ansatz wie ich ihn verfolge, ist es durchaus möglich, dass eine Serie von Verlusten auftreten kann und mit Sicherheit auch wird. Meine längste Durststrecke waren bisher sieben Trades hintereinander (dies war allerdings bevor ich Optionen in den Handel eingebaut habe).

Nehmen wir an ich würde immer fünf Prozent meines Geldes riskieren, dann hätte ich bereits nach nur sieben Fehltrades 35% weniger auf dem Konto. Ich muss also 54% erwirtschaften um wieder auf den Anfangskontostand zurück zu gelangen. Statistisch gesehen müssten Sie sogar mit zehn Fehltrades rechnen, da dies innerhalb einer Serie von 1.000 Trades durchaus passieren kann. Ich habe Ihnen nachfolgend eine Reihe von Excel Tabellen mit verschiedenen Risikostufen errechnet sowie dem prozentualen Wert der nötig wäre um wieder auf den Einstand zu kommen. Ausgangswert war ein Konto mit 100.000€.

  

Sie können nun genau vergleichen, was bei unterschiedlichen Risikostufen bei einer bestimmten Anzahl von Verlustrades passiert. Der Grund weswegen ich zwei Prozent als obere Grenze ansehe ist, dass bei einer Verlustserie von zehn Trades „nur“ 25% nötig sind um wieder auf den Einstand zu kommen.

Auch das Argument man könne mit einem Risiko von nur einem Prozent keine ordentlichen Renditen erwirtschaften trifft bei meinem Stil nicht zu. Sie sehen selbst, dass ich sehr viel Wert auf Risk Reward Ratios lege und versuche diese ständig zu optimieren. Teilweise habe ich Trades mit Risk Rewards von fünf bis zehn. Dies bedeutet, dass ich ein Prozent meines Geldes riskiere um damit die Chance zu haben fünf bis zehn Prozent an Performance zu erzielen!

Während gleichzeitig ein Verlust von einem Prozent nicht sonderlich weh tut.

 

Einladung zum Systemkongress nach Frankfurt

 

Sehr geehrte Leser,

 

ich möchte Sie hiermit herzlich auf den Systemkongress 2007 am 24. März nach Frankfurt einladen:

 

Bei dem Systemkongress handelt es sich um eine Vortragsreihe zum Thema „Automatische Handelssysteme und systematisches Trading“, bei der 5 hochkarätige Referenten vor Ort sein werden:

 

Andrea Unger stellt sein „EuroFX Rider Handelssystem“ den Zuhörern vor und erklärt detailliert, wie die Strategie arbeitet und wie Sie damit Gewinne an den Forexmärkten erzielen.

 

Stefan Bachheimer –  bekannt durch seine fundierten Analysen bei n-tv und CNBC – stellt sein Handelssystem für Energie (Erdöl, Erdgas) und Edelmetalle vor und zeigt, auf was es unter anderem bei Gold und Silber zu achten gilt.

 

Dr. Ulrich Paasche führt das Publikum durch die Entwicklung eines sogenannten Neuronalen Netzes – ein lernfähiges Computerprogramm – für den DAX: Interessant für alle, die neue Tradingansätze für den Deutschen Aktienmarkt suchen. Die Idee ist aber natürlich auch auf andere Märkte übertragbar.

 

Stefan Fröhlich – bekannt durch den nach ihm benannten „Fröhlich-Faktor“ – zeigt Ihnen, wie Sie ein gutes von einem schlechten Handelssystem an Hand der Performancekennzahlen erkennen: Wertvolles Wissen für diejenigen, die Kapital in Managed Accounts/Fonds von kommerziellen Handelssystem-Anbietern anlegen wollen!

 

Christoph Hofmann zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Trading durch unterschiedliche Zeiteben verbessern und Indikatoren einsetzen, die auf Mutliple-Timeframes arbeiten.

 

Insgesamt eine spannende Veranstaltung für alle, die vorhaben eigene Handelssysteme oder Indikatoren zu entwerfen aber auch für alle, die in fertige Handelssysteme investieren möchten!

 

Die Teilnahmegebühr für die Vortragsreihe beträgt 195,-EURO. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.systemkongress.com.

 

Ich selbst werde mit Corn & Oil auf der angeschlossenen Fachmesse (Besuch kostenfrei) mit vertreten sein und würde mich über Ihren Besuch freuen!

 Ihr Sebastian Hell Diese Kolumne stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten dar, sondern gibt lediglich die persönliche Ansicht des Autors wieder. Weder der Verfasser, noch die EMFIS GBR haften für etwaige Verluste, die durch Befolgung der aufgezeigten Handelsmöglichkeiten entstehen.  Autor: Sebastian Hell     Kontakt: s.hell @ emfis.com (bitte alles zusammenschreiben, die Abstände dienen nur dazu es den E-Mailgrabbern zu erschweren)Quelle: www.emfis.com 

 

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