|
|
Norbert Lohrke: 03.12.08 08:36 Merger Telekom und Arcandor |
|
|
Thomas Grüner: 02.12.08 18:27 Grüner Fisher Kolumne: Die... |
|
|
Renditetrader: 02.12.08 13:55 Die Angst ist zurück:... |
|
|
Autor | Global Performance | Bewertung (0): | |
|
| Erstellt am: | 23.08.07 11:17 | Antworten: | 0 | ||
Bookmarken bei:
|
|||||
Der Mensch gilt als Risikofaktor bei der Aktienanlage. Angst und Gier sind nun einmal schlechte Begleiter an der Börse. Emotionslose Computer sollen diese Schwachstelle ausschalten. Maschinen lassen sich nicht vom Herdentrieb anstecken, so die Theorie. Die Rechner werden dazu mit hochkomplexen mathematischen Modellen gefüttert. Diese Programme suchen am Markt nach Signalen für Fehlbewertungen, die sie zu Gewinn machen sollen.
In den vergangenen Jahren hat das auch gut geklappt. Doch zuletzt hat es die Portfolios, die von Computern gesteuert werden, schwer gebeutelt. Goldman Sachs musste sogar einen seiner Hedge-Fonds mit Milliardenbeträgen stützen und so vor dem Zusammenbruch bewahren. Zuvor hatte der Fonds innerhalb einer Woche rund 30 Prozent an Wert verloren. Die rechnergestützten Investmentvehikel, auch quantitative Fonds genannt, kommen mit den aktuellen Marktturbulenzen offenbar weit weniger zurecht als die von Menschen gemanagten Produkte. Zum Verhängnis wird ihnen der Erfolg der vergangenen Jahre.
Inzwischen läuft in den USA rund ein Drittel des Börsenhandels über solche Computerprogramme. Die Modelle ähneln sich stark. Die jüngsten Verwerfungen am Aktienmarkt haben dabei offenbar zu einer Reihe von Fehlsignalen und dann zu einer Kettenreaktion geführt. Computer können mit so einer Situation nicht umgehen, weil sie darauf nicht programmiert sind. Ein emotional handelnder Mensch ist in so einem Fall klar im Vorteil.
Jetzt zeigt sich einmal wieder, dass Aktienkurse sich nicht einfach ausrechnen lassen. Vielleicht sollten sich die Investmentgesellschaften für die Zukunft einen Spruch des Börsenaltmeisters André Kostolany zu Herzen nehmen: „Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft“.
In diesem Sinne
Wolfgang Braun
Wolfgang Braun ist Chefredakteur des „Global Performance“. Der seit 1999 erscheinende Börsenbrief hat sich auf deutsche Wachstums-Aktien spezialisiert. Dank einer ausgefeilten und bewährten Anlagestrategie schlägt das Musterdepot die Vergleichsindizes deutlich. So schaffte das Wachstumswerte-Depot seit seiner Auflegung im März 1999 eine durchschnittliche jährliche Performance von mehr als 24 Prozent - obwohl in diesen Zeitraum der dramatische Niedergang des Neuen Marktes fällt. Weitere Informationen unter www.globalperformance.de.
Sie sind leider nicht angemeldet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzername und Password und geben Sie dann bitte Ihre Bewertung ab. Sollten Sie noch keinen Account bei World of Investment haben, können Sie sich hier registrieren.