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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Renditetrader | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 16.09.08 20:26 | Antworten: | 0 | ||
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Das Unternehmen Wir möchten Ihnen heute den Automobilzulieferer Magna International Inc. vorstellen und unsere Gründe erläutern, bei diesem Unternehmen auf fallende Kurse zu setzen. Magna ist der größte kanadische Automobilzulieferer und ein Mitglied des Marktsegments S&P/TSX 60. Neben dem Hauptsitz in Ontario beschäftigt das Unternehmen 84.000 Mitarbeiter in 241 Produktionsstandorten und 62 Forschungszentren verteilt auf 23 Länder und 5 Kontinente. Die Produktpalette ist recht umfangreich: Neben beispielsweise Karosseriebau, Aufhängungen, Sitz- oder Dachsystemen, Türschließmechanismen und elektrischen Bauteilen werden auch komplette Fahrzeuge gefertigt. Dies erfolgt nicht unter eigener Marke, sondern im Auftrag für große Automobilkonzerne. Beispielsweise wurde der BMW X3 von Magna in Österreich/Graz im Auftrag gefertigt. Aktuell wird dort der Mini Sports Activity gefertigt. Die Kundenliste enthält nahezu alle weltweiten Automobilhersteller. Die größten Abnehmer sind beispielsweise Ford und General Motors in Nordamerika und BMW in Europa. In 2007 wurde eine strategische Partnerschaft mit der Tochtergesellschaft OJSC Russian Machines des russischen Unternehmens Basic Element Ltd. vereinbart. Basic Element ist dem Imperium des russischen Oligarchen Oleg Deripaska zuzuordnen. In dieser Transaktion kaufte Russian Machines 20 Millionen Stammaktien von Magna für 1.54 Mrd. CA$. Des Weiteren wurden die Stimmrechte der Vorzugsaktien auf 300 von 500 pro Aktie reduziert. Die Aktien des Stronach Trusts, sowie des Investors und ein Großteil der Aktien des Managements wurden in eine Holding eingebracht, die über 68.8% der Stimmrechte verfügt. Magna darf durchaus als eine weltweite Branchengröße angesehen werden, deren Leistungen und Qualität von den Abnehmern beispielsweise durch die Vergabe zahlreicher Preise und Awards gewürdigt worden sind. Bewertung Das Unternehmen ist beim aktuellen Kurs von ungefähr 62 CA$ ordentlich bewertet. Bei einer Marktkapitalisierung von 7 Mrd. CA$ wurde in 2007 ein Umsatz von 26.1 Mrd. CA$ und ein Gewinn von 663 Mio. CA$ (EPS = 5.86 CA$) erzielt. Von diesem werden 20% an die Aktionäre ausgeschüttet. Somit wird Magna mit einem KGV von 10 bewertet und schüttet 2.5% des aktuellen Kurswerts an Dividende aus. Aktuell notiert Magna somit im KVG Bereich deutlich unterhalb der Peer Group der nordamerikanischen Automobilzulieferer von 14. Analystenschätzungen gehen jedoch im Folgejahr von einem nahezu exakt umgekehrten Verhältnis aus. Das geschätzte EV/EBITDA Multiple ist derzeit identisch mit den Wettbewerbern, jedoch wird auch hier eine Verschlechterung der Bewertung Magnas gegenüber den Wettbewerbern erwartet. Die Halbjahreszahlen 2008 zeigen bereits einen ersten Ertragseinbruch. Während die Umsätze noch auf dem 2007er Niveau gehalten werden konnten, gingen die Ertragskennziffern um einen niedrigen zweistelligen Betrag zurück. Das EBIT sank von 364 Mio. CA$ auf 304 Mio. CA$, wobei im Nordamerikageschäft ein Einbruch um 46% verkraftet werden musste und sich das Europageschäft um 51% verbesserte. Der Gewinn je Aktie sank von 2.40 CA$ auf 2.01 CA$. Begründet wird dies unter anderem durch schrumpfende Margen aufgrund signifikant zurückgegangener Produktionsmengen bestimmter Teile und Baugruppen in Nordamerika, wie zum Beispiel höhere Zugeständnisse an die Abnehmer. Aufgrund des schlechten Starts ins Jahr 2008 gehen wir nicht davon aus, dass der in 2007 erzielte Gewinn in den nächsten Jahren wieder erreicht werden kann. Die Dividende betraegt in 2008 trotz des schlechteren Geschäftsverlaufs 1.44 US$ pro Aktie, dies entspricht beim aktuellen Wechselkurs 1,53 CA$ pro Jahr. In Kanada wird die Dividende quartalsweise gezahlt, deshalb teilt sich die Auszahlung auf vier Mal 0,36 US$ pro Jahr auf. Da die letzte Dividende am 15.09.2008 gezahlt wurde, ist mit der naechsten Dividendenzahlung erst in 3 Monaten am 15.12.2008 zu rechnen. Generell steht das Unternehmen auf einem gesunden finanziellen Fundament. Die Cashreserven reduzierten sich seit Beginn des Jahres 2008 um 434 Mio. CA$ auf nun 2.5 Mrd. CA$. Zudem besteht eine Kreditlinie in Höhe von 2.1 Mrd. CA$ von der aktuell erst 300 Mio. CA$ beansprucht werden. Negativ fällt auf, dass sich die Umsätze relativ kontinuierlich erhöhen, sich die Ertragssituation aber nicht verbessert, was ein deutliches Schrumpfen der Margen anzeigt. Short Entry: Verkaufsargumente fuer den Short Das Hauptrisiko von Magna ist unserer Ansicht nach die Abhängigkeit von dem Geschäftsverlauf der Automobilbauer, welcher bekanntlich zyklisch verläuft und überwiegend von der konjunkturellen Lage geprägt ist. In den USA deutet sich eine negative Entwicklung bereits seit einigen Jahren an. So verkaufte Ford bereits 2007 7% weniger, und General Motors 8% weniger Autos als im Vorjahr. Diese beiden Großkunden sind finanziell stark angeschlagen, und bitten schon die US Regierung um Finanzhilfen. Wir gehen von weiterhin schlechten Geschäften der größten nordamerikanischen Abnehmer von Magna über die nächsten Jahre aus. Die europäischen Automobilhersteller kämpfen derzeit ebenfalls größtenteils gegen die Absatzschwäche. Während diese zunächst durch die stark gestiegenen Treibstoffpreise einsetzte, wird diese nun durch die weltweite Konjunkturabschwächung verstärkt. Bei BMW läuft im Moment beispielsweise ein umfassendes Restrukturierungsprogramm und bei Daimler gibt es immer wieder Gerüchte um den Einstieg von angelsächsischen Investoren. Wir rechnen aufgrund der sich derzeit noch verstärkenden Probleme der Automobilbauer mit weiterhin schlechtem Geschäft bei den Zulieferern wie Magna. Die Anleihen von drei der fünf größten Kunden Magnas sind bereits durch die Ratingagenturen unter Investmentgrade eingestuft worden. Die Pleite eines dieser Großkunden würde zu erheblichen Umsatzeinbußen seitens Magna führen. Wir halten es keinesfalls für ausgeschlossen, dass eine der US-Größen die nächsten Jahre Chapter 11 beantragt. Zudem wird sich der Preisdruck, der von den Automobilbauern auf die Zulieferer ausgeübt wird, weiterhin verstärken, so lange sich keine Lösung für die Branchenprobleme andeutet. Bereits jetzt ist das Geschäft durch Margenschwäche, langfristige Lieferverträge mit kontinuierlichen Rabattsteigerungen, Auslagerung von Garantieleistungen an die Zulieferer und rückwirkende Preissenkungen im Falle von abschwächendem Geschäft geprägt. Ein weiteres Branchenrisiko ist der aggressive Markteintritt asiatischer Anbieter, die mit Dumpingpreisen gerade die Wettbewerbssituation bei einfachen Bauteilen oder Modulen verschärfen. Neben der bereits vorhandenen Preisführerschaft wird die Qualität der asiatischen Produkte kontinuierlich besser. Ebenso ist eine Erweiterung der technologischen Kompetenzen zu beobachten. Nachdem Tata bereits in Indien Automobile fertigt, könnte eine stärkere Verlagerung von Marktanteilen und Kompetenzen an asiatische Unternehmen erfolgen. Wir rechnen hier mit geringen Markteintrittschancen für Magna, welches kaum Bauteile für Kleinstwagen fertigt. Obwohl der Anteil an Fremdkapitalfinanzierung nicht hoch ist und das Unternehmen über reiche Großaktionäre verfügt, könnte es hierbei Probleme geben. Durch viele angeschlagene Automobilzulieferer und einige Insolvenzen in diesem Sektor sind die Risikoprämien für Kredite gestiegen, was sich in Kombination mit der verschärften Kreditvergabe durch Banken im Zuge der Immobilien- und Kreditkrise nur negativ auswirken kann. Ebenfalls finden wir die Strukturierung in Vorzugs- und Stammaktien ungünstig. Aufgrund der multiplen Stimmrechte der Vorzugsaktien wird das Unternehmen von wenigen Personen kontrolliert. Der Aktionär hat somit nur ein wertloses Stimmrecht. Den Einstieg des russischen Oligarchen würden wir nicht überbewerten. Herr Deripaska ist schon länger an anderen Unternehmen beteiligt, beispielsweise an der österreichischen Baugesellschaft Strabag, die jedoch trotz seiner 25% Beteiligung nach wie vor kaum Umsätze in Russland erzielt. Im Bereich der Automobilzulieferung sehen wir dies auch noch schwieriger als im Baugeschäft an, da es derzeit kaum Automobilbau in Russland gibt. Ein durch uns weniger hoch gewichtetes Argument ist die Abhängigkeit von Rohstoff- und Energiepreisen sowie Chemikalien, da wir hier in nächster Zeit nicht mit steigenden Kosten rechnen. Die vom Unternehmen ausgegebene Guidance ist wie in den letzten Jahren die selbe: Man erwartet ein schwieriges und herausforderndes Geschäftsjahr. Die bisherigen Halbjahreszahlen deuten klar auf schwächeres Geschäft hin. Wir glauben nicht, dass Magna positive Überraschungen liefern wird. Es ist auch zu beachten, dass das Unternehmen in den zurückliegenden Boomjahren nicht in der Lage war, trotz signifikant erhöhten Umsätzen, den Gewinn je Aktie sowie den Aktienkurs zu steigern. Vor diesem Hintergrund in Kombination mit der konjunkturellen Situation können wir uns kein Szenario ausmalen, welches für stark steigende Kurse sprechen könnte. Das Unternehmen ist derzeit ordentlich bewertet und verfügt über eine starke Cashposition in Höhe von 2.5 Mrd. CA$. Zudem sind finanziell potente Großaktionäre vorhanden. Vor diesem Hintergrund schließen wir eine Pleite in nächster Zeit aus, rechnen aber aufgrund der vorher angeführten Argumente mit anhaltender Marktschwäche, die sich weiterhin in den zu liefernden Zahlen niederschlagen und weitere Kursverluste mit sich bringen sollte. Da Magna seine naechste Dividende am 15.12.2008 ausschuettet, ist es moeglich, dass wir waehrend unseres Shorts ebenfalls diese Quartalsdividende zahlen muessen, wenn wir zu diesem Zeitpunkt den Short noch haben. Da die Dividende aber nur ca. 0.6% des Kurswertes betraegt, ist die von uns zu leistende Dividendenzahlung aufgrund der moeglichen Gewinne mit dem Short eindeutig zu vernachlaessigen. Die aktuelle Verfügbarkeit an Magna-Aktien, die leihbar sind, finden Sie hier: TSX-Symbol: MG.A Diese Angabe bedeutet, dass aktuell durch Interactivebrokers mehr als 3,1 Mio. Magna-Aktien für Shorts verliehen werden koennen. Durch die hohe Liquidität ist es uns also möglich, diesen Short auch ueber einen laengeren Zeitraum zu halten um nicht kompliziertes und kostspieliges Rollen des Shorts praktizieren zu müssen. Die Angaben zur Verfügbarkeit der leihbaren Aktien auf der Internetseite unseres Partners Interactivebrokers werden zweimal taeglich aktualisiert sowie in deren Online Handelsplattform zeitnah aktualisiert.
Verkauf 100 Stuecke MG.A an der Toronto Stock Exchange mit Limit 60.20 CA$, gueltig bis zum Monatsende. Stop-Buy Limit bei 70.00 CA$ setzen!
Availability: 3'100'000
Exchanges: CHIX_CA, OMEGA, PURE, TSE, MIBSX
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