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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Norbert Lohrke | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 29.05.08 09:48 | Antworten: | 0 | ||
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Sie alle kennen die Fernsehwerbung der Deutschen Post AG, wo ein älteres Pärchen ein Päckchen erhält und vor der Gartentür nicht nur der Postbote, sondern beinahe die gesamte weltweite Flotte vom Fahrrad über den LKW bis hin zu den Frachtflugzeugen Aufstellung nehmen.
Was plakativ zeigen sollte, welche Logistikleistung die Deutsche Post bzw. DHL weltweit erbringt, ist zu einem Rohrkrepierer geworden. Wobei ich mich jedes Mal, wenn diese Werbung kam, gefragt habe, ob der Aufwand für ein so kleines Päckchen nicht ein bisschen hoch ist. Und ob es etwas weniger nicht auch tun würde. Wie man aus heutiger Sicht sieht, war diese aus einem Gefühl heraus entsprungene Frage nicht ganz so unberechtigt.
Gestern nämlich gab die Deutsche Post AG eine Pressemitteilung zur „Restrukturierung des US-Express Geschäfts“ heraus. Inhalt der Meldung war, dass DHL in USA zukünftig mit UPS zusammenarbeiten möchte bzw. muss. Der gesamte Lufttransport der nationalen und internationalen Produkte in Nordamerika soll für 10 Jahre an UPS exklusiv übertragen werden. Das Kurier und Straßennetzwerk wird DHL behalten. Aus der Beseitigung von Überkapazitäten sollen Kosteneinsparungen von 1 Mrd. Dollar und eine EBIT Verbesserung von 800 Mio. Dollar in 2010 und 1 Mrd. Dollar in 2011 resultieren. Angabegemäß sollen weniger als 4 % der Sendungen betroffen sein.
Dieses Jahr wird die DHL Express USA angabegemäß einen Verlust von etwa 1,3 Mrd. Dollar machen. Die Kosten für die Restrukturierung sollen sich auf 2 Mrd. Dollar belaufen. Aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung wurde die Prognose beim EBIT um 100 Mio. Euro nach unten angepasst. Von 500 Mio. Euro auf 400 Mio. Euro.
Das geht noch auf die Kappe von Herrn Zumwinkel. Wie sie sicherlich wissen, ein Ex-McKinsey-Mann. Und, dass es in der Deutschen Post AG von McKinseys nur so wimmelt und er als Aufsichtsratschef bei der Deutsche Telekom den Türöffner für seine Ex-Kollegen spielte, ist kein Geheimnis. Die Strategie auf dem, sicher und fest in UPS und FedEx-Händen befindlichen, US-Markt Fuß zu fassen, ist bestimmt auf deren Mist gewachsen. Was meine These bestätigt, dass die weltweit führende Topmanagement Beratung, die sich als Generalisten unter den Beratern versteht, auch nur mit Wasser kocht, wenngleich man angesichts der Stundensätze glauben könnte, dass dieses in fernen Ländern handgebohrt und geschöpft und mit eigener Flotte rangeschafft wird. Was die für Strategiepapiere produzieren, sind zum Teil das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Aber der Schein spielt bekanntlich in den oberen Etagen mancher Konzerne eh die größere Rolle als das Sein.
Der Ausflug nach Nordamerika hat das Unternehmen und damit den Aktionären seit 2003 ungefähr schlappe 7 Milliarden Euro gekostet. Also ungefähr der vierfache Jahresüberschuss des Jahres 2007. Was beachtlich und eine Menge Holz ist. Das positive daran ist, dass die hohen Vorstandsgehälter dabei kaum ins Gewicht fallen. Wobei die Frage erlaubt sein muss, ob sich die der Gesamtvorstand wirklich verdient hat.
Und wieder einmal trifft es den deutschen Staat, der über die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit 30,5 % größter Einzelaktionär ist. Insofern kann man jetzt verstehen, warum die Deutsche Post AG von Merkel & Co gepampert wird und es vorn und hinten reingesteckt bekommt. Es sei nur die Mehrwertsteuerbefreiung erwähnt, die entgangene Steuergelder darstellen und der zwischenzeitlich gekippte Mindestlohn zur Abwehr von Konkurrenten.
Eigentlich müsste Berlin inzwischen klar geworden sein, dass man in Staatsunternehmen wie Deutsche Telekom AG, IKB AG und Deutsche Post AG gar nicht so viel hineinkippen kann, wie die aus Unfähigkeit verbrennen. Aber die haben es über uns Steuerzahlen anscheinend zuhauf. Erlauben sie mir die Randbemerkung, dass es angesichts dessen, kein Wunder ist, dass für Kindergelderhöhung und Familienförderung dann kein Geld mehr über ist.
So geht die Post weiter einer schweren Zukunft entgegen. Denn, ob das alles so wie beabsichtigt läuft, ist noch nicht klar. Schließlich sind die Verträge mit UPS noch nicht unterschrieben. Und, dass UPS den blaugelben Kollegen von der Post aus der Patsche hilft, wird sie sich auch etwas kosten lassen. Nehme ich einmal an. Dazu kommt, dass die Margen aus dem seit kurzem der Konkurrenz geöffneten Briefgeschäft auch immer geringer werden. Da bleibt eigentlich nur noch der Verkauf der Deutschen Postbank AG. Ob man allerdings unter diesen Umständen die angepeilten Preisvorstellungen realisieren können wird, steht in den Sternen. Wobei laut Vorstand, das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Wer’s denn glaubt.
Fazit? Ein gutes Investment sieht anders aus.
Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen.
Ihr Norbert Lohrke
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