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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Norbert Lohrke | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 11.09.07 09:20 | Antworten: | 0 | ||
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Die Amerikaner drücken beim Ausbau der Kernenergie aufs Tempo. Kein geringerer als der Präsident der amerikanischen Staaten George Bush sieht in der Nuklearenergie die richtige Antwort auf den Klimaschutz. Die weltweit rasant wachsende Energienachfrage ist angesichts der steigenden Öl- und Gaspreise seiner Meinung nach nur mit der Forcierung des Baus von Atomkraftwerken zu befriedigen. Zudem kann damit gleichzeitig verhindert werden, dass immer mehr klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen wird. Dabei sieht er sich übrigens im Einklang mit dem Greenpeace-Gründer Patrick Moore, der genau aus diesem Grunde zu einem Verfechter der Nukleartechnologie geworden ist.
So sind derzeit weltweit 437 Kernkraftwerke in Betrieb, 29 Anlagen sind im Bau und Baugenehmigungen von über 6 Atommeilern werden allein in den USA bis Ende des Jahres erwartet. Die nicht weit von uns entfernten baltischen Staaten planen ebenfalls Atomkraftwerke zu bauen.
Um die Aktivitäten auf diesem Gebiet abzustimmen, haben sich die Atom-G5-Staaten zusammengetan, die sich aus den USA, Russland, China, Japan und Frankreich zusammensetzen. Australien wird bald dazu stoßen. Deutschland, einst Vorreiter und weltweit führend in der Konstruktion von Nuklearkraftwerken, hat nicht einmal einen Beobachterstatus.
Wie man hört, will Frau Merkel dennoch die Kerntechnik in Deutschland halten. Ein frommer Wunsch und wenig glaubwürdig, wenn gleichzeitig eine Politik betrieben wird, die genau das Gegenteil verfolgt. Deutschland will bekanntlich Weltmeister in Alternativenergien werden. Dazu wurden bzw. werden Windenergie, Solarenergie und neuerdings auch nachwachsende Biorohstoffe verschwenderisch subventioniert. Die Branche boomt. Solarwerte sind um tausende von Prozenten gestiegen. Am deutschen Öko-Wesen soll mal wieder die Welt genesen. Alter Wein in neuen Schläuchen!
Dass die erneuerbaren Energien teuer sind, die Grundlastproblematik damit nach wie vor nicht gelöst ist und insbesondere aufstrebende Entwicklungsländer sich das gar nicht leisten können, scheint hier keinen zu interessieren. Auch, dass unsere verfehlte Energiepolitik in der sog. Dritten Welt erhebliche Schäden anrichtet.
So fordert derzeit die OECD in ihrem jüngsten Report die Staaten auf, die Subventionierung von Biokraftstoffen zu unterlassen, da sie nicht nur die Nahrungsmittelpreise in die Höhe treiben, sondern auch natürliche Lebensräume in der sog. Dritten Welt vernichten. Zudem stellt sie fest, dass Biokraftstoffe nur einen begrenzten Effekt auf den Klimawandel haben.
Es wird Zeit anzuerkennen, dass wir mit unserer Energiepolitik in einer Sackgasse gelandet sind. Nicht nur, das wir uns von Staaten wie Russland abhängig machen, die bei Gelegenheit keinen Moment zögern würden uns damit zu erpressen. Nicht nur dass wir eine Hochtechnologie an uns vorbei gehen lassen und Arbeitsplätze vernichten. Dass wir mit unserer übertriebenen Öko-Romantik die hungernde Bevölkerung in anderen Ländern und den Regenwald gefährden, setzt dem Ganzen die Krone auf. Es ist das Resultat von falsch verstandener Gutmensch-Mentalität und der Unkenntnis von der Funktion von Preisen und Anreizen in volkswirtschaftlichen Systemen. Dass ein Greenpeace Gründer für die Nukleartechnologie eintritt, sollte uns zu Denken geben.
Vielleicht sind am Ende Investitionen in konventionelle High-Technologie, nicht nur aus Renditesicht, sondern auch unter ökologischen und moralischen Gesichtspunkten, die besseren Anlagen? Wer hätte das gedacht?
Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen
Ihr Norbert Lohrke
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