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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | Norbert Lohrke | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 10.10.08 08:09 | Antworten: | 0 | ||
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„In New York verliert der Milliardär eine halbe Milliarde. Er hat dann aber immer noch eine halbe Milliarde. Und der Millionär verliert eine halbe Million. Aber er hat immer noch eine halbe Million übrig. Wenn ein Tagelöhner in der Dritten Welt seinen Arbeitsplatz verliert, verliert er alles. Die aktuelle Krise wird für die Armen schlimmer als die Asien-Krise.“
Das sind die Worte des Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, dem Gründer der Grameen Bank, die über das sogenannte Microlending, also die Vergabe von Kleinstkrediten, große Erfolge bei den Ärmsten der Armen errungen hat. Ausfallquoten die weit unter denen der etablierten und jetzt strauchelnden großen Bankhäuser liegen, sind das Ergebnis, das Außenstehende und Experten gleichermaßen beeindruckt.
Aber wie das mit Preisen und Auszeichnungen so ist. Man hängt den Ausgezeichneten die Medaille um den Hals und wendet sich mit dem guten Gefühl etwas für die gute Sache gemacht zu haben den Leckereien auf dem Buffet zu. Ansonsten bleibt alles beim Alten. So auch beim Microlending.
Wer einmal versucht hat hier in Deutschland ein Microlending-Projekt umzusetzen, der wird nicht nur einmal an den Rand der Verzweiflung und des Wahnsinns getrieben worden sein. Was für ein bürokratischer Aufwand das ist, glauben Außenstehende kaum. Und warum. Weil das Ganze natürlich dem Kreditwesengesetz unterliegt und man eben nicht so schnell mal kleine Beträge gewerblich verleihen darf. Da achtet die Bafin schon drauf.
Wie man derzeit feststellen kann, darf man als Bankvorstand Milliarden aus dem Schornstein blasen und ist laut unseren Gesetzen immer noch befähigt eine Bank zu führen. Wenn man aber als Kleiner Kleinstkredite vergeben will, bekommt man einen Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine geworfen. Um hier eine Befähigung eine Bank zu führen bekommen wollen, müssen sie also erst einmal mit den Wölfen heulen und den Nachweis erbringen, dass sie ordentlich Kapital vernichten können.
D.h. dass man die Zusammenarbeit mit den Banken suchen muss. Meistens Sparkassen oder Volksbanken. Die sind aber mitunter an dem Geschäft gar nicht interessiert, weil Microlending eine direkte Konkurrenz darstellt. Also hat man auch da schlechte Karten. Und wer denkt, dass es dafür möglicherweise Ausnahmeregelungen vom Gesetzgeber geben könnte, sieht sich getäuscht.
Merkel und Steinbrück werfen lieber Milliarden und Billionen Bürgschaften Versagern hinterher, als dass sie unbürokratisch den Weg für ein inzwischen bewährtes System öffnen. Wie wäre es, wenn das Berliner Parlament dem Deutschen Institut für Mikrofinanzierung und der GLS Gemeinschaftsbank eG einfach mal die bürokratischen Hürden aus dem Weg räumen würde?
„Festreden allein tun das nämlich nicht!“
Denn, dass Yunus steigende Nachfrage gerade in den Industrieländern erwartet, ist schon interessant. Seiner Einschätzung nach ist der Bedarf riesig. Er will bis in das Jahr 2015 mit seiner Idee 375 Millionen Menschen erreichen.
Ob die Deutsche Bank das spitz bekommen hat? Die möchte nämlich jetzt ihr Filialnetz weiter ausbauen und - man höre und staune - sich wieder um die längst vergessene Spezies des Privatkunden kümmern und zurückbesinnen. Dass man dabei ein Glaubwürdigkeitsproblem habe, gesteht der Leiter des Privat- und Geschäftskundenbereichs der Deutschen Bank AG, Rainer Neske, unumwunden ein. Späte Einsicht oder der Not gehorchend? Wahrscheinlich letzteres.
Wie auch immer. Jetzt kann die Politik zeigen, wie ernst sie es wirklich meint. Oder ob sie nur den Lobbyisten der Banken folgt. Wir sollten die Regierung daran messen ob der strukturellen Krise auch strukturelle Änderungen folgen.
Das Kreditwesengesetz zu entrümpeln und von unten zu öffnen und die Unterstützung neuer erfolgsversprechender Initiativen wie z.B. dem Microlending wäre ein Anfang.
Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen.
Ihr Norbert Lohrke
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