Der Markt wartet auf die US-Zinsentscheidung heute Abend Die bullische Entwickung für EURUSD sollte sich fortsetzen, und die Aktienindizes sollten eine weitere Abwärtstendenz markieren. Nachrichten: Euroland Beschäftigung pro Quartal/Jahr (4Q) bei 0,2%/1,7% vs. 0,3%/1,9% zuletzt. US Leistungsbilanz (4Q) bei -$172,9 Mrd. vs. -$183,8 Mrd. erwartet. Kanada Verschiffungen für das verarbeitende Gewerbe (Jan) bei 1,3% vs. 1,0% erwartet. Kanada Neukraftwagenverkäufe pro Monat (Jan) bei 8,2% vs. 6,5% erwartet. US Empire Herstellungsdaten (Mrz) bei -22,2 vs. -7,4 erwartet. US Netto Langfristige TIC-Flows (Jan) bei $62,0 Mrd. vs. $60,0 Mrd. erwartet. US Gesamte Netto TIC-Flows (Jan) bei $37,4 Mrd. vs. $85,0 Mrd. erwartet. US Industrieproduktion (Feb) bei -0,5% vs. -0,1% erwartet. US Kapazitätsauslastung (Feb) bei 80,9% vs. 81,2% erwartet. US NAHB Hausmarktindex (Mrz) bei 20 wie erwartet. Japan Tokio Umsatzdaten pro Jahr (Feb) bei 2,8% vs. -1,6% zuletzt. Japan Nationaler Umsatzdaten pro Jahr (Feb) bei 0,9% vs. -2,1% zuletzt. Märkte: Forex: Die Abwärtsbewegung beim USD hat sich fortgesetzt. Der JPY und der CHF sehen weiterhin am stärksten aus. Der ISK ist sehr bearisch und der TRY und der ZAR tendieren sehr schwach. Fixed Income: Die US-Treasuries sind stark gestiegen. Die Staatsanleihen sind heute gefallen. Aktien: Aktien in Europa sind um 3-4% tiefer gegangen. Der US-Aktienhandel war uneinheitlich, aber nur der DOW ist gestiegen. Nikkei hat 1,5% gewonnen. Rohstoffe: Gold konsolidiert bei der $1,000-Marke je Ounce. Silber sieht schwach aus, aber befindet sich weiterhin über der $20-Marke je Ounce. Rohöl wird bei der $106-Marke je Barrel gehandelt. Kalender heute: 10:30 UK Verbraucherpreisindex pro Monat/Jahr (Feb) 0,8%/2,5% 10:30 UK Verbraucherpreisindex Kerndaten pro Jahr (Feb) 1,4% 10:30 UK Einzelhandelsumsatz pro Monat/Jahr (Feb) 0,8%/4,2% 12:00 CA Verbraucherpreisindex pro Monat/Jahr (Feb) 0,3%/1,8% 12:00 CA Verbraucherpreisindex Kerndaten pro Monat/Jahr (Feb) 0,3%/1,2% 13:30 US Erzeugerpreisindex pro Monat/Jahr (Feb) 0,4%/6,8% 13:30 US Erzeugerpreisindex ohne Lebensmittel und Energie (Feb) 0,2%/2,1% 13:30 US Bauaufträge (Feb) 995K 13:30 US Baugenehmigungen (Feb) 1020K 19:15 US Zinsentscheidung durch den Offenmarktausschuss der US-Notenbank 2,00% 22:00 US ABC Verbrauchervertrauen -30 (zuletzt) 00:30 AU Westpac Frühindikatorindex pro Monat (Jan) -0,2% (zuletzt) 00:50 JN Industrieaktivitätsindex (Jan) 0,1% 01:00 AU DEWR Stellenangebote pro Monat (Mrz) -2,2% (zuletzt) 01:30 AU Wohnbau-Aufträge (4Q) 1,3% (zuletzt) Was ist los? - Zur Zinsentscheidung durch den Offenmarktausschuss der US-Notebank heute Abend: Die STIR-Futures haben eine Wahrscheinlichkeit von 78% für eine Zinssenkung um 100 Basispunkte auf 2,0% und eine Wahrscheinlichkeit von 22% für eine Zinssenkung um 125 Basispunkte eingepreist. Dies ist ein Indikator dafür, wie nervös der Markt im Moment ist. - Eine Quelle der Europäischen Zentralbank hat gestern geäußert, dass seitens der EZB mit baldigen Aussagen zum Stand des Euros zu rechnen sei, und dass die Bank über die europäischen Exportdaten besorgt sei. Der Euro konsolidierte nach diesen Aussagen, aber ist über Nacht erneut fester gegangen. Solange die EZB den Zinssatz bei 4% belässt und die US-Notenbank weiterhin Zinssenkungen durchführt, sollte EURUSD bullisch bleiben. Das weltweit größte Währungspaar reagiert momentan auf dramatische Änderungen. Heute Abend könnte jedoch mit einem Ausverkauf zu rechnen sein, der auf dem Set-Up “Gerüchte kaufen, Fakten verkaufen” basieren könnte. - Aktien tendieren weiterhin tiefer, und die Abwärtsbewegung sollte sich fortsetzen. Wir haben das untere Level für S&P500 auf 1,000-1,100 gesenkt (ein zusätzlicher Rückgang um 21,7%) und wir glauben, dass die Fundamentaldaten einen solchen Ausverkauf für den Rest des Jahres und im Jahre 2009 unterstützen werden. - Der Privatkonsum (der Umsatz der Kettenläden) hat einen Rückgang gezeigt, aber befindet sich weiterhin über einem jährlichen Wert von 2%.
Aktien: - Wir erwarten, dass die europäischen Märkte den Handel um rund 1% fester öffnen werden; die Märkte warten auf die Zinsentscheidung durch die US-Notenbank heute Abend. Der Finanzsektor sollte sich von den massiven Verlusten gestern heute ein wenig erholen. Der Banksektor sollte aber trotzdem in den kommenden Wochen unter Druck bleiben. Die Erholungspause sollte nur kurzfristig halten, und vielleicht wird die Pause schon mit der Veröffentlichung der Quartalsberichte von Goldman und Lehman zu Ende sein. Falls man bei diesen Bedingungen einen Handel machen will, erwarten wir, dass UBS und Royal Bank of Scotland einen Anstieg markieren könnten, aber man sollte nicht vergessen, seine Gewinne frühzeitig mitzunehmen.
- Der Preis für Kupfer und Aluminium ist über Nacht gefallen, und vor diesem Hintergrund sollte eines der größten Minenunternehmen der Welt, BHP Billiton, einen Rückgang um rund 3% markieren. Heute sollten in Europa die Q4-Unternehmensberichte von Altana, Metro, Legal & General, TUI und Autogrill im Auge behalten werden. - Handelsstrategie: Die technischen Chartdaten zeigen ein großes Gap im deutschen DAX-Index von gestern. Bei einem Anstieg über die 6290-Marke könnte es auch zu einem Schlussstand über der Marke kommen. Wir empfehlen bei 6289 zu kaufen; Stop bei 6240; Kurs auf den 6385-Bereich.
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