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Autor | Norbert Lohrke | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 14.03.08 09:03 | Antworten: | 0 | ||
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Das Ende der Abschreibungen ist nach Ansicht der Ratingagentur Standard & Poor für große Finanzinstitutionen in Sichtweite. Dass ist die Aussage des soeben von Scott Bugie vorgelegten Berichts, der insgesamt subprime Abschreibungen im Wert von 285 Mrd. Dollar sieht. Wobei er einschränkend darauf hinweist, dass eine Verschlechterung im Immobilienmarkt und in Teilbereichen der Kreditmärkte diese positive Aussicht wieder etwas nivelliert.
Außerdem sind nach einer regelmäßig unter 55 amerikanischen Volkswirten durchgeführte Umfrage 36 und damit 65 % der Meinung, dass die US-Wirtschaft sich derzeit in einer Rezession befindet. Interessant ist dabei, dass die überwiegende Mehrheit der Ökonomen bereits im zweiten Halbjahr eine spürbare Erholung sieht. Dieser Optimismus gründet in den umfangreichen Zinssenkungen der FED und dem Konjunkturprogramm der amerikanischen Bush-Regierung, die mit etwas Verzögerung wirken werden.
Und auch das renommierte Institut für Weltwirtschaft hat in seinen soeben erschienen Konjunkturberichten mitgeteilt, dass das Risiko einer US-Rezession beträchtlich ist, aber nichts desto trotz die internen Auftriebskräfte in den meisten übrigen Industrieländern nach wie vor deutlich sind. Auch, dass die Wachstumsdynamik in den Schwellenländern ungebrochen ist und ein Einbruch der wirtschaftlichen Aktivitäten für die Weltwirtschaft insgesamt nicht erwartet wird. Wörtlich ist dort zu lesen, dass „wir es für unwahrscheinlich halten, dass sie (die Krise an den internationalen Finanzmärkten) zu einer massiven Dämpfung der weltweiten Aktivität führen“. Ferner werden die Rohstoffpreissteigerungen nach Meinung des Instituts über die Mehrnachfrage gemindert und auch dadurch dass die Rohstofferlöse wieder an den Weltmärkten angelegt werden.
Im Euroraum und in Deutschland wird sich die Wirtschaft etwas eintrüben Das Bruttoinlandsprodukt wird in Deutschland mit +1,9 % wachsen. Die Produktion soll zu Jahresbeginn erneut kräftig zulegen, bevor sie sich in der zweiten Jahreshälfte abschwächt. Und das Beste zum Schluß:
„Wir erwarten, dass die Nervosität an den Finanzmärkten im Laufe dieses Jahres weitgehend schwindet und sich deshalb auch die Zinsen auf dem Geldmarkt weiter zurückbilden werden. Zudem wird die Schwächephase in der amerikanischen Konjunktur allmählich überwunden.“
Also, wenn Sie mich fragen, dann klingt das nicht übel. Wenigstens wesentlich besser als das, was ich derzeit an fatalistischen und das Übel herbeiredenden Überschriften derzeit im deutschen Blätterwald wahrnehme.
Ich will Ihnen auch ein Geheimnis verraten. Ich bin – ob sie es mir glauben oder nicht - voll investiert. Und will Ihnen auch sagen warum. Weil ich der Meinung bin, dass die gesamten negativen Nachrichten in den Kursen bereits eingepreist sind. Die Konjunkturdaten nach wie vor gut sind. Und ich davon überzeugt bin, dass die gigantischen Dollarreserven der Araber und Asiaten derzeit in einem massiven Currency-Equity-Swap zurück in die USA schwemmen, gegen amerikanische Werte getauscht werden und so das gesamte weltweite Finanzsystem stützen. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir nämlich, dass die Besitzer von Dollarreserven doch gar kein Interesse haben können, durch Umtausch in andere Währungen ihre Restreserven zu entwerten. So dumm sind die nicht, glauben Sie mir. Es lebe die Globalisierung!
Was ich für ein Fazit ziehe? Ich schnalle mich schon einmal fest und bereite mich auf den bevorstehenden Aufschwung an den Börsen weltweit vor. Und kann Ihnen nur raten, das gleiche zu tun. Auch, wenn noch der ein oder andere Hedge Fonds pleite geht oder vielleicht die ein oder andere Bank, wie z.B. Bear Stearns, zurecht in Schieflage gerät. So what? I don’t mind. Oder in Deutsch: Ist mir schnurz-pieps-egal. Die haben es verdient und sollen bluten.
Das Licht am Ende des Tunnels ist sichtbar. Und bald werden wir die Sonne wieder zu sehen bekommen. Legen Sie schon mal die Sonnenbrille bereit. Sie werden sie brauchen.
Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen
Ihr Norbert Lohrke
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