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Autor | Rohstoffspiegel | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 25.05.08 10:48 | Antworten: | 0 | ||
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„Überschuss an Silber wird erwartet“, lautete die Überschrift in der FAZ vom 17. Mai 2008. Lassen Sie uns den Aussagen in der FAZ unsere Replik gegenüberstellen:
FAZ: „Wenn man alleine die fundamentalen Marktgesetze betrachtet, dürften sich die Käufer von Silber Überschwang kaum leisten können. Eher müssten sie sich wohl auf fallende Preise einstellen. Denn jüngste Marktprognosen verheißen für das kommende Jahr einen Überschuss an Silber“.
Silberjunge: Als Haupttreiber für die von uns erwartete massiv steigende Investorennachfrage sehen wir den unabdingbaren Inflationsschutz. Negative Realzinsen in den USA, aber auch in China, Indien und vielen anderen Staaten rücken Edelmetalle in den Mittelpunkt. Deshalb besteht insbesondere jetzt Grund zu großem Optimismus. Fast 80 Billionen US-Dollar sind in Anleihen angelegt, aber die Investments in Silber dürften derzeit kaum mehr als 18 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung aufweisen. Ein Besuch in Liechtenstein lies uns in Erfahrung bringen, dass nur 2 bis 5 Prozent der Investorengelder der wirklich Reichen in Rohstoffen insgesamt angelegt sind.
FAZ: „Mitte des Jahres 2003 setzte … bei einem Stand von etwa 4,50 Dollar die jüngste und zugleich stärkste Hausse seit 1979/80 ein. Sie gilt nach dem Urteil technisch orientierter Analysten angesichts des massiven Rückschlags vom März dieses Jahres inzwischen als gebrochen“.
Silberjunge: Die technischen Indikatoren wie Relative Stärke Index, Stochastik und MACD geben uns grünes Licht. Silber stieg von 11 US-Dollar am 16.08.2007 auf 21,35 US-Dollar am 17.03.2008. Danach korrigierte es auf 15,96 US-Dollar am 01.05.2008. Damit verlor der Silberpreis von seinem Kursanstieg in Höhe von absolut 10,35 US-Dollar 52 Prozent. Derartige Korrekturen sind völlig normal und deuten nicht auf ein Ende der Silberhausse seit 2003 hin. Im Gegenteil: Derartige starke Verunsicherungen sind oft vor starken Anstiegen zu erwarten.
FAZ: „Mit Blick auf Angebot und Nachfrage gibt GFMS zu bedenken, dass die Bergwerksproduktion von Silber 2008 deutlich zunehmen und dass der industrielle Bedarf aus allgemeinen konjunkturellen Gründen sinken wird. GFMS erwähnt in diese Zusammenhang besonders auch den schon seit Jahren zu beobachtenden Rückgang des Silberbedarfs im fotografischen Bereich.“
Silberjunge: Festzustellen ist zunächst, dass die industrielle Nachfrage allein in 2007 um über 30 Mio. Unzen oder 7 Prozent auf 455,3 Mio. Unzen zugenommen hat. 1990 waren es nur 273,5 Mio. Unzen. Alleine der Bereich der gesamte Elektronikbranche schluckt inzwischen fast 200 Mio. Unzen. Damit konnte der Rückgang der Photographie von 144 auf 128,3 Mio. Unzen mehr als ausgeglichen werden. Betrachten Sie doch bitte folgenden Chart:

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