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Markus Fugmann: 16.05.08 11:41 Marktausblick vom 16.05.08 |
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Norbert Lohrke: 16.05.08 08:57 New Economy, Old Economy |
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Markus Fugmann: 15.05.08 11:47 Marktausblick vom 15.05.08 |
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Autor | Norbert Lohrke | Bewertung: | |
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| Erstellt am: | 25.06.07 09:13 | Antworten: | 0 | ||
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Der Nachfolger des einstigen Neue Markt-Vorzeigeunternehmens kommt nicht zur Ruhe. Die Freenet AG, die aus der Fusion des Mobilfunkdienstleisters Mobilcom und dem Internetunternehmen freenet.de hervorgegangen ist, macht wieder einmal Schlagzeilen.
Aufstieg als David gegen den Goliath Deutsche Telekom, milliardenschwere Bewertung, Abenteuer UMTS zusammen mit der France Telecom, Absturz aus luftigen Höhen, Rauswurf des Gründers Gerhard Schmid, Offenbarungseid, Rettung aus der Krise, Einstieg von Texas Pacific Group, Hickhack um die Fusion Mobilcom freenet.de, Einigung und nun die Rolle rückwärts?
Die Fondsgesellschaft Hermes und ihr Vorstandsvorsitzender Stephan Howaldt, der 5,2 % an Freenet hält, wollen die Freenet AG jedenfalls wieder aufteilen. Begründung: Das Unternehmen hat seine Akquisitionschancen in einem von Größenvorteilen getriebenen, hart umkämpften Markt, nicht wahrnehmen können. Sowohl bei AOL als auch bei Talkline kam Spoerr nicht zum Zug.
Die Antwort von Spoerr ist ein klares Nein. Dabei wird er vom Großaktionär Vatas Holding, der 18,7 % der Anteile besitzt, unterstützt. Warum Vatas den Vorstandsvorsitzenden der Freenet Eckard Spoerr unterstützt ist klar. Vatas hat es auf die Sonderdividende abgesehen, ohne die sich die Übernahme der Aktien durch die TPG nicht rechnen wird.
Hermes hingegen will die Sonderausschüttung verhindern und die dem Vorstand vom Aufsichtsrat gewährten Aktienoptionen (angabegemäß bis zu 50 Mio. Euro!!) beschneiden.
Ich weis nicht, ob es Ihnen wie mir geht. Aber irgendwie frage ich mich, was das alles soll? Gibt es jemanden im Aufsichtsrat oder Vorstand, der weis, wohin die Reise geht. Oder denken die Herren in erster Linie an ihr eigenes Portmonaie?
Denn wo Stephan Howaldt Recht hat, hat er Recht! Obwohl ich kein Freund von Akquisitionen bin, sehe ich in der Freenet – so wie sie derzeit aufgestellt ist – nicht die Alternative des Wachstums aus sich selbst heraus. Angesichts schwindender Margen kann es derzeit nur um die Erlangung von Größenvorteilen gehen. Es sei denn, man hätte ein neues Geschäftsfeld im Auge. Das ist aber weit und breit nicht zu erkennen.
Spoerr fehlt die Vision! Wohin soll die Reise gehen? Diese Frage kann er uns nicht beantworten. Die Weiterentwicklung auf dem Wachstumsfeld des Internets ist mir persönlich etwas zu schwammig. Ein bisschen genauer hätte ich es schon gerne. Dazu müsste der Vorstand sich aber etwas mehr dem Geschäftsmodell widmen und weniger dem eigenen Machterhalt.
Und, wenn die Sonderdividende ausgeschüttet ist, sind die Kassen leer. Was dann?
Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen
Ihr Norbert Lohrke
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