Banner Rotation

Login

Login   

Kolumnen

mehr...
Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09...
Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten
Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09...

Börsenbrief des Tages

mehr...

Kolumne: Es lebe die Krise

Zurück
Autor Norbert Lohrke Bewertung (0):
Erstellt am: 05.06.08 09:21 Antworten: 0  
Bookmarken bei: Bookmarken bei Del.icio.us Bookmarken bei digg Bookmarken bei FURL Bookmarken bei reddit Bookmarken bei Feed Me Links Bookmarken bei Technorati Bookmarken bei Blogmarks Bookmarken bei Co.mments Bookmarken bei Yahoo My Web Bookmarken bei Newsvine Bookmarken bei Mr. Wong Bookmarken bei Ma.gnolia Bookmarken bei Stumble Upon Bookmarken bei Google Bookmarks Bookmarken bei RawSugar Bookmarken bei Squidoo

Kolumne: Es lebe die Krise

Die Finanzkrise ist derzeit wieder in allen Schlagzeilen. Wie bereits kürzlich beschrieben, hängt dies im Wesentlichen mit der Herabstufung von Finanzwerten durch die Ratingagenturen zusammen. Was für jemanden der ein wenig mitdenkt, nun wirklich keine große Überraschung sein konnte. Aber nicht nur die Finanzen haben die Krise. Auch Amerikas Automarkt ist in Krisenstimmung. Die hohen Benzinpreise führen dazu, dass die spritsparenden Modelle bevorzugt werden und Transporter zu Ladenhüter werden.

 

Aber nicht nur in Amerika, auch bei uns in Deutschland sind aufgrund der hohen Rohölpreise krisenbedingte Substitutionseffekte wahrnehmbar. So erzählte mir gestern der Fahrradhändler um die Ecke, dass er derzeit voll ausgelastet sei und dass man bei ihm für eine Reparatur mindestens 14 Tage einplanen müsse. Die Begründung: zunehmend setzen sich die Deutschen für kurze Wege auf den Drahtesel, um die Haushaltskasse zu entlasten. Was der Fitness der deutschen Bevölkerung zuträglich sein wird.

 

Aber auch die CDU und ihre Parteivorsitzende stecken in der Krise. Bei der Solarförderung musste Frau Merkel ihr ganzes Gewicht in die Waagschale schmeißen und dreimal das Wort ergreifen, um die vollkommen unsinnige, weil deutlich überhöhte Subventionierung, aufrecht zu erhalten. Und die Absage an die Steuerentlastung fanden einige Parlamentarier wohl auch nicht gerade berauschend. Und wie man lesen kann erhöhen Wirtschaftspolitiker gemeinsam mit dem Arbeitnehmerflügel jetzt den Druck. Das überrascht mich jetzt allerdings schon etwas, da ich angesichts der Politik, die derzeit von dort kommt, gar nicht mehr daran geglaubt habe, dass es Wirtschaftspolitiker oder solche die davon etwas verstehen, noch in der Union gibt.

 

Dass die SPD mit gerade mal noch 20 % nicht nur in den Umfragen in der Krise ist, geschieht ihr Recht. Erst Schröders Kurs als Genosse der Bosse mit vollkommen überzogenen Steuergeschenken an die Wirtschaft und jetzt die Anbiederung an die Linken. Wie soll eine linke Partei einen solchen Schlingerkurs aushalten. Zudem: Neid allein reicht halt nicht zum Regieren. Da muss schon noch was oben drauf kommen. Wie wär’s eigentlich mit etwas Sozialdemokratie?

 

Auch die Alitalia Spa ist in der Krise. Bei ihr ist es die Liquidität, die bald ausgehen wird. Da ihr aber die Gewerkschaften im Nacken sitzen und harte Einschnitte beim Personal verhindern, kann es sein, dass die ihre Krise bald überstanden hat und das Zeitliche segnet. Vom Börsenhandel in Mailand jedenfalls wurde sie erst einmal ausgesetzt. Ein neues Gesetz erlaubt es, jetzt einen Käufer zu suchen, ohne die Öffentlichkeit unterrichten zu müssen.

 

Aber bleiben wir doch gleich in Italien. Dort ist Neapel in der Krise. Wegen des Versagens der Politiker bleibt der Abfall in den Straßen liegen, was zum Himmel stinkt. Und der Bau neuer Müllhalden wird blockiert, weil die Bevölkerung wohl zu Recht vermutet, dass man damit das Problem nur in die Zukunft verlagert. Übrigens ist auch die Mafia in der Krise. So wurde kürzlich der Oberboss der kalabrischen Ndrangheta Antonio Romeo festgenommen. Ein einsam gelegener Bauerhof war sein Unterschlupf. Nicht einmal Widerstand gab es gegen die Festnahme. Was eine große Ernüchterung für alle Kinofans, die mit „Der Pate“ aufgewachsen sind, darstellt.

 

Und Hillary Clinton stolpert auch von einer Krise zur nächsten. Erst die Ehekrise aufgrund der Vorgänge im Oval Office, als ihr Mann noch Präsident war und „no sexual relationship with Monica Levinsky hatte“ und jetzt die bittere Erfahrung, dass die dieses Office wahrscheinlich nie mehr von innen sehen wird. Jedenfalls nicht als Präsidentin.

 

Wobei man im Oval Office wenigsten abhörsicher telefonieren kann. Das ist bei Deutsche Telekom Kunden schon etwas anders. Obwohl wir eigentlich angesichts solcher Vorgänge die Krise kriegen sollten (man weis ja nie wer mithört), ist es am Ende doch die von Telekom-Chef Obermann. Denn gerade wollte er seine Telekom aus dem Dreck ziehen und nun ist sie wieder drin. Blöd aber auch. Muss wohl am Unternehmen liegen.

 

Auch Finanzminister Steinbrück ist in einer tiefen Krise. Da will er erstmals seit 40 Jahren einen Etat ohne Schulden vorlegen und jetzt kann er sich bei den Haushaltsgesprächen mit keinem seiner Kollegen im Kabinett auf einen Entwurf einigen. Vielleicht hätte er es einfach mal etwas früher mit Sparen statt Abzocke versuchen sollen.

 

Schlimm hat es auch die No Angels beim Song Contest getroffen. Wenn man als Drittletzter den Wettbewerb verlassen muss, obwohl man so kurze Röckchen angehabt hat, dann muss man wohl von einer Krise sprechen.

 

Und spätestens heute Abend werden zwei von Heidi Klums Mädels bei Germany’s Next Topmodel ebenfalls die Krise kriegen. Wobei da der ein oder andere Werbevertrag diese sicherlich schnell lindern helfen wird.

 

Wie Sie sehen, gibt es wohin man auch schaut, jede Menge Krisen. Auch ich spüre schon die ersten Zuckungen einer Midlife Krise. Und mitunter Anwandlungen einer Schreibkrise.

 

Welch besseres Thema gäbe es in einem solchen Fall, als die Krise an sich? Gut, dass es sie gibt, die Krise. Sonst wäre die Welt ganz schön langweilig und die Börse ganz schön ruhig. Also:

 

Es lebe die Krise!

 

Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen.

 

Ihr Norbert Lohrke

 

 

Nehmen Sie jetzt am 14-Tage-Gratis-Test unseres Aktienanalyseportals Globalyze teil.

 

Das bieten wir Ihnen: 
  • 14 Tage lang einen kostenlosen Exklusiv-Zugang zu allen intelligenten Auswertungsmöglichkeiten und Tools, die Ihnen so sonst kein anderer Dienst derzeit bietet
  • 14 Tage lang einen kostenlosen Zugriff auf eine der umfangreichsten Jahresabschluss-Datenbanken von fast 500 deutschen Unternehmen mit einer Historie von bis zu 10 Jahren
  • 14 Tage lang kostenlos alle Globalyze-Top-Aktienempfehlungen
  • Ihre Telefonnummer zur Portal-Hotline: Ich, Diplom-Volkswirt Norbert Lohrke, stehe Ihnen persönlich Rede und Antwort.
  • 24 Stunden-Antwortsgarantie für alle E-Mail und Fax-Anfragen. Alle Anfragen werden von mir persönlich innerhalb von 24 Stunden beantwortet.
     

Ja, ich möchte endlich auch zu den Börsengewinnern zählen...

 

Ich möchte erst einmal näheres über die Funktionsweise Ihres Portals erfahren... 

 

Warum man mit der Nutzung von kostenlosen Analysen vorsichtig sein muss...

 

Sie sind leider nicht angemeldet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzername und Password und geben Sie dann bitte Ihre Bewertung ab. Sollten Sie noch keinen Account bei World of Investment haben, können Sie sich hier registrieren.