|
|
Rohstoffspiegel: 11.10.08 21:21 Die Rohstoff-Woche -... |
|
|
Frank Sterzbach: 11.10.08 12:34 Crash: Was tun? |
|
|
Stephan Heibel: 10.10.08 23:23 Fehlende Rahmenbedingungen... |
|
|
Autor | Norbert Lohrke | Bewertung (0): | |
|
| Erstellt am: | 23.04.08 08:59 | Antworten: | 0 | ||
Bookmarken bei:
|
|||||
Das mit dem Klima ist so eine Sache. Und umfassender als man denkt. Auch chaotischer. Gutes Klima will bekanntlich jeder haben, schlechtes Klima wird gemieden. Und Klimakatastrophen gibt es bekanntlich nicht nur im Zusammenhang mit dem Wetter. Klima ist aber auch ein Wirtschaftsfaktor, mit dem man auch an der Börse viel Geld verdienen oder verlieren kann.
Laut wikipedia ist das Klima die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufeinanderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Das Klima wird dabei jedoch nicht nur von Prozessen innerhalb der Atmosphäre, sondern vielmehr durch das Wechselspiel aller Sphären der Erde (Kontinente, Meere, Atmosphäre) sowie der Sonnenaktivität geprägt. Es umfasst zudem unterschiedlichste Größenordnungen, wobei vor allem die zeitliche und räumliche Dimension des Klimabegriffs von entscheidender Bedeutung für dessen Verständnis ist.
Auf mich als Laien macht das den Eindruck, dass es verdammt schwer sein muss, Ursache und Wirkungen in einem so komplexen Wirkungsgefüge auseinanderzuhalten und zuzuordnen. Das sagen übrigens auch seriöse Wissenschaftler. Dennoch hat uns das in der jüngsten Vergangenheit nicht davon abgehalten mit einer beängstigenden Gewissheit von einer von der Menschheit verursachten Klimakatastrophe zu sprechen. Alle möglichen Gremien von der UN, über die G8 bis hin zur EU haben sich damit beschäftigt. Sogar die USA haben auf diesem Gebiet einen Schwenk gemacht, den man ihr vor ein paar Jahren noch im Traum nicht zugetraut hätte.
Und alle sind und waren davon überzeugt, dass die Erderwärmung menschliches Werk und nicht mehr aufzuhalten ist. Da überrascht eine Meldung des seriösen und in Fachkreisen angesehenen Alfred Wegener Instituts für Polar und Meeresforschung in der Helmholtz Gemeinschaft aus Bremerhafen, die auf die Arbeit von Dr. Eberhard Fahrenbach und 58 Wissenschaftlern aus 10 Ländern zurückgeht.
„Die Tiefsee der Antarktis wird nach jahrelanger Erwärmung wieder kälter. Dadurch können die Umwälzbewegungen der ozeanischen Wassermassen in Schwung gebracht werden. Gleichzeitig haben die Satellitenaufnahmen die höchste Ausdehnung von Meereis im antarktischen Sommer seit dem Beginn der Aufzeichnungen gezeigt. Ob der kalte antarktische Sommer einen neuen Trend einleitet oder nur ein „Ausrutscher“ war, wird mittels autonomer Messbojen in den nächsten Jahren weiter verfolgt“.
Angesichts dieser Meldung reibe ich mir verwundert die Augen. Denn etwas darüber haben sich die Bilder von abschmelzenden Polkappen eingenistet. Haben wir nicht alle in den Fernsehnachrichten die Bilder des Eisabbruchs gesehen? Und Robben, die sich auf einer kleinen Eisscholle zusammenkauern mussten, damit alle ihren Platz fanden? Sind wir da am Ende aller einer Ente aufgesessen? Und die sich als Klimaretter aufspielenden Politiker etwa auch? Oder war das kühl-kalkulierte Absicht und die einmalige Chance sich als Weltenretter aufspielen zu können?
Nun will ich nicht den umgekehrten Fehler machen und das Ende der Klimadebatte ausrufen und eitel Sonnenschein verbreiten. Denn der Kohlendioxid Ausstoß ist nachweisbar aufgrund der beginnenden Industrialisierung im vorletzten Jahrhundert deutlich angestiegen. Inwieweit das aber das Klima tangiert hat und welche Wirkungen es am Ende zeitigt, diskutieren selbst sehr seriöse Wissenschaftler sehr unterschiedlich und sehr ergebnisoffen.
Was im breiten Volk so natürlich nicht angekommen ist. Weil es offensichtlich nicht erwünscht ist. Der Gedanke, dass es auch unter Alternativen und Ökologen Menschen geben könnte, die knallharte finanzielle Interessen verfolgen und Lobbyarbeit betreiben, die denen der Atomlobby in Nichts nachsteht, ist bei vielen noch nicht ins Bewusstsein getreten.
Ich plädiere deshalb in der gesamten Debatte für etwas mehr Gelassenheit und weniger Ideologie. Und mehr betriebswirtschaftlichen Verstand. Und weniger Umwelthysterie. Als ich jedenfalls heute Morgen über die Felder fuhr, war es angenehm frisch und der sich ankündigende Sonnenaufgang unglaublich schön. Ganz zu schweigen von den beiden Rehen, die unaufgeregt meinen Weg kreuzten. Vielleicht stände uns ein wenig mehr Demut gar nicht so schlecht. Es muss ja nicht immer gleich die ganze Welt sein, die wir retten müssen.
Vielleicht sollten wir uns etwas stärker an der Natur selbst orientieren, denn an ihren vermeintlichen Lobbyisten. Und um es volkswirtschaftlich auszurücken. Wenn es keine oder nicht so hoch wie befürchtete, negativen externen Effekte und damit Kosten gibt, dann steht auch die Internalisierung diese Kosten in Form von Subventionen für ökologische Produkte grundsätzlich in Frage.
Was im Fachjargon so relativ geschwollen daherkommt, heißt nichts anderes, als dass wir uns die Frage erneut stellen müssen, ob unsere weltweit grassierende Subventionitis in Sachen Öko-Industrialisierung wirklich sachgerecht und angemessen ist. Oder anders gefragt. Wie lange kann sich eine Branche halten, die wirtschaftlich letztlich nicht auf eigenen Beinen steht, sondern von Subventionen weltweit abhängig ist. Ich spreche u.a. von der Solarenergie, die auch bei uns als Zukunftssektor ohne Ende gepusht wird.
Ich vertraue da eher auf den Markt. Wenn ein Produkt oder eine Technik wirklich gebraucht wird, dann setzt sie sich früher oder später durch. Wenn Politiker sich an die Stelle des Marktes setzen, geht das in den meisten Fällen schief.
Denn würden die davon was verstehen, wären sie mit Sicherheit nicht gleich Politiker geworden.
Einen schönen sonnigen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen.
Ihr Norbert Lohrke
Nehmen Sie jetzt am 14-Tage-Gratis-Test unseres Aktienanalyseportals Globalyze teil.
Das bieten wir Ihnen:
Ja, ich möchte endlich auch zu den Börsengewinnern zählen...
Ich möchte erst einmal näheres über die Funktionsweise Ihres Portals erfahren...
Warum man mit der Nutzung von kostenlosen Analysen vorsichtig sein muss...
Sie sind leider nicht angemeldet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzername und Password und geben Sie dann bitte Ihre Bewertung ab. Sollten Sie noch keinen Account bei World of Investment haben, können Sie sich hier registrieren.