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Autor | Frank Sterzbach | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 01.10.07 17:24 | Antworten: | 0 | ||
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Gold glänzt! Und wie! Die Turbulenzen an den Aktienmärkten und ein schwacher US-Dollar rückten das Edelmetall in den Blickpunkt. Seit Anfang September strebt das „Metall der Könige“ nach oben. Vor kurzem schoss der Goldpreis auf ein neues 27-Jahres-Hoch. Bedenken Sie: Gold gilt als krisensichere Anlage und als Inflationsschutz. Beide Eigenschaften kann Gold derzeit ausspielen. Zum einen herrscht noch Unsicherheit über das wahre Ausmaß der Bankenkrise. Zum anderen droht der US-Wirtschaft immer noch eine Inflation.
Dollar runter = Gold rauf
Im Normalfall nehmen Gold und der US-Dollar eine entgegengesetzte Entwicklung. Sinkt der Dollar, steigt der Goldpreis. Und umgekehrt. Insbesondere die deutliche Leitzins-Senkung der US-amerikanischen Notenbank um 50 Basispunkte brachte den Greenback in die Bredouille – und machte dem Goldpreis Beine. Denkbar zudem, dass die US-Zentralbank auch weiterhin die Zinsschraube nach unten dreht. Schon mit der satten Zinssenkung am 18. September signalisierten Notenbank-Chef Ben Bernanke und Kollegen, dass man nichts unversucht lassen wird, um eine empfindliche konjunkturelle Abkühlung in den Vereinigten Staaten zu vermeiden. Die Aussicht auf weitere Zinssenkungen könnte die Abwertung des Dollars fortsetzen, wovon Gold profitieren dürfte.
Angebot stagniert
Doch nicht nur ein schwacher US-Dollar spricht für einen langfristig deutlichen höheren Goldpreis. Auch das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ist stark angespannt. Oder mit anderen Worten: Während das Angebot in den vergangenen Jahren stagnierte, stieg die Nachfrage kontinuierlich an. Das Gold-Angebot sank im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 Prozent – die Nachfrage kletterte indes um bemerkenswerte 21 Prozent. Insbesondere die Schmuck-Industrie kurbelt die weltweite Nachfrage an. Ein kontinuierlich steigender Lebensstandard in aufstrebenden Schwellenländern wie Indien oder China dürfte die Nachfrage nach Gold-Schmuck weiter in die Höhe treiben.
Jetzt einsteigen?
Kurzfristig befindet sich der Goldpreis nach dem durchaus steilen Anstieg im September in einer überhitzten Situation. Eine kleinere Korrektur sollte daher nicht verwundern. Mittel- und langfristig rechnen wir aber mit noch höheren Notierungen. Langfristig orientierte Investoren können über Zertifikate mit endloser Laufzeit von einem steigenden Goldpreis profitieren. Hier bieten sich so genannte Quanto-Zertifikate wie beispielsweise von ABN Amro (WKN A0AB84) an. „Quanto“ bedeutet, dass der Kurs des Zertifikats gegen Schwankungen des Wechselkurses zwischen dem Euro und dem US-Dollar abgesichert ist. Dies macht vor allem bei Gold Sinn, da sich das Edelmetall und der Dollar im Normalfall entgegengesetzt entwickeln. Allerdings ist das Ausblenden des Wechselkursrisikos nicht umsonst – die Emittenten erheben dafür eine Absicherungsgebühr.
Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen
Frank Sterzbach
Finanzen & Börse
http://www.finanzenundboerse.de
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