|
|
Markus Fugmann: 21.11.08 12:46 Marktausblick vom 21.11.08... |
|
|
Norbert Lohrke: 21.11.08 08:35 Steht Aktienhausse kurz bevor? |
|
|
Renditetrader: 20.11.08 13:40 Musterdepot Short Magna... |
|
|
Autor | Norbert Lohrke | Bewertung (0): | |
|
| Erstellt am: | 02.07.08 08:57 | Antworten: | 0 | ||
Bookmarken bei:
|
|||||
Die amerikanische Automobilindustrie durchlebt derzeit eine sehr schwere Zeit. Allein im Juni gingen die Neuverkäufe durchschnittlich um -18 % auf 1.189.108 Stück zurück.
So verkaufte z.B. General Motors mit 262.329 Einheiten -18 % weniger als noch ein Jahr zuvor. Selbst Toyota Motors, nach GM die Nummer zwei in den USA, musste einen Rückgang von -21 % (193.234) hinnehmen. Ford traf es mit einem Rückgang von -28 % auf 173.462 Fahrzeuge noch härter. Und die Schlusslaterne hat Chrysler mit einem Rückgang von -36 % auf 117.457 Stück. Lediglich Honda konnte um +1 % auf 142.539 Cars zulegen.
Während die Trucks und SUV (=Sports Utility Vehicles) - trotz Einräumens großer Rabatte und des Anbietens zinsloser Darlehen - weiter Richtung Mauerblümchendasein driften, werden benzinsparende Modelle und Hybride stark nachgefragt. So fielen z.B. allein bei Ford die Verkaufszahlen von SUV um -55 %. Andererseits können gar nicht so viel Hybrid Fahrzeuge produziert werden, wie derzeit abgesetzt werden könnten.
So gibt es auf dem amerikanischen Automobilmarkt zwei deutlich erkennbare Tendenzen. Erstens werden zunehmend benzinsparende Modell gekauft. Und zweitens kaufen die Amis zunehmend ausländische Marken. Das belegt der von 50 % auf 46 % gesunkene Marktanteil der amerikanischen Autobauer am Gesamtmarkt.
Aber nicht nur in den USA geht die Automobilindustrie am Krückstock. Auch in Deutschland fallen die Neuzulassungen immer dürftiger aus. Waren es in den guten alten Zeiten, also um 1999 herum, noch 3,8 Mio. Neuzulassungen pro Jahr, so sind wir derzeit in 2007 bei 3,15 Mio. Stück angekommen. Für 2009 werden sogar nur noch 2,95 Mio. neue Fahrzeuge prognostiziert. Fragt man die Autohändler, so geben sie freimütig zu, dass es sie so schlimm noch nie getroffen habe.
Wobei dafür mehrere Faktoren verantwortlich sind. Ganz sicher spielen die hohen Rohölpreise und das nicht mehr so locker sitzende Geld eine nicht unwesentliche Rolle. Aber das ist es meines Erachtens nicht allein. Viele Menschen sind derzeit verunsichert, welche Technologie sie sich einkaufen sollen. Da sind auf der einen Seite die Hybriden. Dann hört man, dass die Japaner stark in Elektrofahrzeuge investieren. Und dann ist da noch die Unsicherheit, dass man nicht richtig weiß, wohin die Reise letztlich gehen wird. Diese Unsicherheit führt letztlich zu einer abwartenden Haltung.
Da kann man den Autoproduzenten einen Vorwurf nicht ersparen, dass sie sich derzeit so verhalten, als wenn sie es selber nicht wüssten. Oder kennen Sie einen deutschen Autofabrikanten, der sich bezüglich neuer Zukunftstechnologien klar positioniert hätte? Abwarten und Tee trinken scheint dort die Devise zu sein. Das man damit natürlich niemand hinterm Ofen herbeilockt, haben sich die übervorsichtigen Vorstände selbst zuzuschreiben. Auch hier fehlt wieder einmal Mut zum Risiko und Weitblick.
Dazu kommt individuelles Fehlverhalten wie es bei der Daimler AG der Fall war und ist.
So ist es kein Wunder, dass die Umsatzrendite in der Branche sinkt. Und zwar nicht nur bei den Autobauern, sondern auch bei denn Kraftfahrzeugbetrieben. Der Branchenverband ZDK selbst befürchtet weiter „margenschwache Zeiten“. Und bekanntlich folgen Kurse den Gewinnen. Die Richtung scheint vorgegeben zu sein.
Insofern sollte man derzeit noch die Finger von den Autowerten lassen und in aller Ruhe beobachten, wer sich wie den neuen Herausforderungen stellt.
So bleibt festzuhalten, dass neben den Bankwerten und den Airlines, auch die Autoindustrie bis auf Weiteres kein richtig lohnendes Investment sein wird. Es sei denn, man pickt sich die Richtigen heraus.
Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen.
Ihr Norbert Lohrke
Nehmen Sie jetzt am 14-Tage-Gratis-Test unseres Aktienanalyseportals Globalyze teil.
Das bieten wir Ihnen:
Ja, ich möchte endlich auch zu den Börsengewinnern zählen...
Ich möchte erst einmal näheres über die Funktionsweise Ihres Portals erfahren...
Warum man mit der Nutzung von kostenlosen Analysen vorsichtig sein muss...
Sie sind leider nicht angemeldet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzername und Password und geben Sie dann bitte Ihre Bewertung ab. Sollten Sie noch keinen Account bei World of Investment haben, können Sie sich hier registrieren.