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Thomas Grüner: 05.09.08 17:56 Grüner Fisher Kolumne:... |
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Markus Fugmann: 05.09.08 11:03 Update Wochenausblick... |
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Norbert Lohrke: 05.09.08 09:05 Angst vor dem bösen Wolf |
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Autor | Markus Fugmann | Bewertung (0): | |
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| Erstellt am: | 30.06.08 17:05 | Antworten: | 0 | ||
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Euro-Dollar:
Einen Trendwechsel konnte der Euro zum Dollar in der letzten Handelswoche markieren. Nach einem Start bei 1,5620 fiel die europäische Einheitswährung am Montag zunächst drastisch ab und fiel sogar kurz unter die 1,55. Auslöser für den short-move war ein miserabler ifo-Index, der mit 101,3 sogar noch unter den schon ohnehin schwachen Erwartungen geblieben war (102,3 erwartet). Im Bereich 1,5480 konnte sich der Euro dann stabilisieren und startete am Montag abend erste Erholungsversuche bis zunächst 1,5520. Am Dienstag dann der Beginn des Trendwechsels: mit Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens, das mit 50,4 die wohl zu optimistischen Erwartungen drastisch verfehlte, begann der Euro seine Ralley, zunächst bis zum Widerstand 1,5620. Zwar konnte dieses Niveau noch nicht gehalten werden, da Long-Positionen im Vorfeld der Fed-Sitzung wieder aufgelöst wurden. Spätestens bei 1,5540 aber traf die europäische Einheitswährung wieder auf Kaufinteresse. Dann die Fed-Sitzung: erwartungsgemäß beließ die amerikanische Notenbank den Zinssatz unverändert, doch sorgten die Aussagen für massive Enttäuschung bei den Dollar-Bullen. Der Hinweis der Fed auf steigende Inflationsgefahren war derart selbstverständlich, daß er wirkungslos verpuffte. Man gewinnt den Eindruck, daß Bernanke den (Aktien-)Märkten möglichst nicht wehtun möchte - und gerade damit eben das Vertrauen der Märkte verliert. Eine der (vielen) Ursachen für den schwachen Dollar ist das schwindende Vertrauen in die amerikanische Notenbank und ihren Chef, der als Nachfolger eines als Messias verehrten Alan Greenspan natürlich einen schweren Stand hat - und faktisch dessen maßlose Geldpolitik ausbaden muß. In Reaktion auf das laue Statement der Fed sprang der Euro jedenfalls auf zunächst knapp 1,57, konnte nach einer Zwischenkorrektur bis 1,5630 am Donnerstag ein neues Wochen-Hoch bei 1,5760 markieren und beschloß am Freitag die Handelswoche bei 1,5800. Am heutigen Montag erfolgte dann der Angriff auf den entscheidenden Bereich bei 1,5810-20 bzw. 1,5840, von wo aus die europäische Einheitswährung aber recht heftig abgeprallt ist. Ob dem Euro nun der Sprung über diesen Bereich gelingen kann - ein unmittelbarer Anstieg auf die Allzeithochs wären dann sehr wahrscheinlich - hängt von den Daten dieser Woche ab. Am heutigen Montag zunächst der Chicago Einkaufsmanagerindex, morgen dann der amerikanische ISM-Index, am Mittwoch der ADP-Arbeitsmarktbericht sowie Daten zur EU-Inflation und eine Rede Trichets. Da in den USA am Freitag Feiertag ist, erleben wir eine Art Super-Donnerstag mit dem EZB-Sitzungsergebnis (Zinsanhebung um 0,25% sehr wahrscheinlich) sowie den Nonfarm-Payrolls als absolute Highlights für den Devisenmarkt. Erst bei Überschreiten der 1,5840 bieten sich aus unserer Sicht Long-Positionen im Euro an. Bis dahin besteht jederzeit die Gefahr, daß der Euro an diesem Widerstand abprallt. Unterstützungen finden sich hingegen bei 1,5720, 1,5680, 1,5620 und schließlich bei 1,5500-1,5520.
Dax:
Wie schon in den letzten Wochen beendet der Dax den Handel auch in der letzten Wochen schwächer. Der Index notiert nun bereits in der Nähe des Januartiefs - und vieles deutet darauf hin, daß auch dieses Tief bald unterschritten wird. Doch der Reihe nach: am Montag eröffnete der Dax in Sichtweite der 6600 Punkte-Marke und zeigte sich nach US-Eröffnung zunächst recht unbeeindruckt vom schwachen ifo-Index. Am Dienstag dann mußte der deutsche Leitindex den schwachen Vorgaben aus dem späten US-Handel folgen und sackte impulsiv nach unten, erst bei 6440 Punkten Halt findend. In der Folge hellten sich die Gemüter wieder etwas auf, sodaß der Dax die Verluste bis Mittwoch sogar mehr als kompensieren konnte und knapp die 6640 erreichte. Dann jedoch das Störfeuer durch das Fed-Statement, auf das der Markt zunächst mit starken Schwankungen ohne klare Richtung reagierte. Schließlich siegte jedoch die Enttäuschung über die windelweiche Haltung der amerikanischen Notenbank - die Märkte sehnen sich offenbar nach einer autortären Vaterfigur im Stile eines Greenspan (siehe oben). Am Donnerstag setzte sich der sell-off fort - erst bei 6400 kam der deutsche Leitindex zum Stehen. Nach einer kurzen Erholung bis 6460 dann am Freitag der nächste Nackenschlag, der den Dax im Tief auf 6340 Punkte drückte. Auslöser waren Gerüchte um eine Gewinnwarnung von Merrill Lynch, die den gesamten Finanzsektor (der im Dax ja reichlich vertreten ist) nach unten zog. Doch damit noch nicht genug der Hiobsbotschaften: der Autokonzern Chrysler mußte durch einen Sprecher eigens mitteilen lassen, daß man nicht Insolvenz anmelden werde. In der Folge rutschten auch General Motors und Ford nahezu ungebremst in die Tiefe, sodaß die amerikanischen Indizes den Handel mit -3% beendeten. Die Reste der amerikanischen Industrie sind inzwischen nur noch ein Schatten ihrer selbst - gleichsam ein Symbol des kontinuierlichen Abstiegs der amerikanischen Supermacht. Für die üblen Vorgaben konnte sich der Dax am heutigen Montag morgen noch recht gut halten, zumal der deutsche Index im Gegensatz zu den US-Indizes nicht auf Jahrestief handelt. Doch mit einem erneuten Ölpreis-Rekord setzte heute vormittag auch im Dax eine massive Verkaufswelle ein, die erst knapp über 6300 Punkten zum Halten kam. Mit Eröffnung der US-Börsen läuft derzeit eine Erholung, die den Dax noch bis auf 6470 Punkte führen kann. Dennoch: die Wahrscheinlichkeit für ein neues Jahrestief ist hoch. Das Wort Stagflation macht nun selbst bei jenen Daueroptimisten die Runde, die einst Greenspans Geldpolitik bejubelten. Alle Faktoren sprechen derzeit gegen steigende Märkte - und hierin liegt vielleicht die einzige Chance für die Bullen. Gelänge nämlich ein deutlicher Bruch der 6470 nach oben, könnte zumindest der Bereich 6640 noch einmal angesteuert werden. Wahrscheinlicher aber erscheint uns ein weiteres Absacken des Dax, sodaß wir Erholungen zu Short-Einstiegen nutzen. Zielbereich ist numehr das Jahrestief im Bereich 6180 Punkte.
So funktioniert erfolgreiches Traden: http://www.actior.de/656.0.html
Markus Fugmann Tel.:040/44809860
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