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Kolumne: Marktausblick vom 05.06.08

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Autor Markus Fugmann Bewertung (0):
Erstellt am: 05.06.08 11:11 Antworten: 0  
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Kolumne: Marktausblick vom 05.06.08

 

Bernankes Inflationsbesorgnisse haben den USD unterstützt  

Während Bernanke die wachsenden Inflationsängste betont hat, wartet der Markt jetzt auf die Aussagen von Trichet nach den Zinsentscheidungen durch die EZB und die Bank of England.
 
 

 

Nachrichten:

 

Frankreich Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich (Mai) bei 50,5 vs. 50,7 erwartet.

Deutschland Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich (Mai) bei 53,8 vs. 53,7 erwartet.

Euroland Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich (Mai) bei 50,6 vs. 50,6 erwartet.

Euroland Einkaufsmanagerindex-Komposite (Mai) bei 51,1 vs. 51,1 erwartet.

UK Einkaufsmanagerindex für de Dienstleistungsbereich (Mai) bei 49,8 vs. 50,5 erwartet.

UK Reserven (Mai)  bei -$97 Mio. vs. -$1122 Mio. zuletzt.

Euroland Einzelhandelsumsatzdaten pro Monat/ Jahr (Apr) bei -0,6%/-2,9% vs. 0,2%/-0,8% erwartet.

US Hypothekenanträge (Mai) bei -15,3% vs. -4,6% zuletzt.

US Challenger Entlassungsankündigungen pro Jahr (Mai) bei 45,6% vs. 27,4% zuletzt.

US ADP Änderung der Beschäftigtendaten (Mai) bei 40K vs. -30K erwartet.

US Produktivität außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm-Daten) (1Q) bei 2,6% vs. 2,5% erwartet.

US Lohnstückkosten (1Q) bei 2,2% vs. 2,0% erwartet.

US ISM-Komposite für das nicht-verarbeitende Gewerbe (Mai) bei 51,7 vs. 51,0 erwartet.

US DOE US Rohölbestände (Mai) bei -4802K vs. 400K erwartet.

US DOE US Erdgasbestände (Mai) bei 2935K vs. 825K erwartet.

US DOE US Destillate (Mai) bei 2273K vs. 1675K erwartet.

US DOE US Raffinerie-Nutzung (Mai) bei 1,82% vs. 0,5% erwartet.

Neuseeland RBNZ Zinsziel (Jun) bei 8,25% wie erwartet.

Japan Fremderwerb von japanischen Aktien (Mai) bei 274,3 Mrd. vs. ¥66,1 Mrd. zuletzt.

Japan Fremderwerb japanischer Anleihen (Mai) bei 267,1 Mrd. vs. -¥492,9 Mrd.

Japan – Bestand ausländischer Aktien (Mai) bei 55,1 Mrd. vs. ¥30,1 Mrd. zuletzt.

Japan – Bestand ausländischer Anleihen (Mai) bei 85,9 Mrd. vs. ¥482,7 Mrd. zuletzt.

Australien Handelsbilanz (Apr) bei -2736 Mio. vs. -1700 Mio. erwartet.
 

 


 

 

Kalender - heute:


12:00 DE Fabrikaufträge pro Monat/ Jahr (Apr) 0,4%/6,4%
13:00 UK Zinsentscheidung durch die BoE 5,00%
13:45 Euroland Zinsentscheidung durch die EZB 4,00%
14:30 US Erstanträge auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung (31. Mai) 375K
14:30 US Laufende Anträge auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung (24. Mai) 3110K
14:30 CA Baugenehmigungen pro Monat (Apr) 0,5%
16:00 US Hypotheken-Schuldversäumnisse (1Q)  
16:00 CA Ivey Einkaufsmanagerindex (Mai) 59,0
16:35 US EIA Änderung des Erdgasbestands (30 Mai)  
19:30 US ICSC Umsatz der Kettenläden pro Jahr (Mai) 1,8%


 


 

 

Märkte:


Forex: Bernanke hat seinen Fokus auf den Inflationsdruck gerichtet, und der USD kletterte auf ein 3-Wochen-Hoch. EURUSD wird momentan bei der 1.5430-Marke gehandelt. Der Kiwi-Dollar hat den größten Rückgang seit 5 Monaten markiert, und zwar nach Aussagen des RBNZ-  Gouverneurs Alan Bollard darüber, dass eine Zinssenkung möglich sei.

Fixed Income: Die US-Treasuries und der Bund-Future haben sich im frühen Handel am Donnerstag knapp bewegt; Die Staatsanleihen dagegen reagierten mit einem Anstieg auf die Abwärtsbewegung der Aktien.

Aktien: die asiatischen Aktienindizes waren uneinheitlich, während US-Aktien gefallen sind – Ausnahme ist jedoch der Nasdaq, der mit einem Plus um 0,91% schloss.

Rohstoffe: Rohöl verzeichnet seit 3 Tagen einen Rückgang, ausgelöst von Signalen, dass die Benzinnachfrage gefallen sei. Gold und Silber sind auch gefallen.







Was ist los?



- Wir erwarten, dass die Bank of England und die Europäische Zentralbank heute die Zinssätze unverändert belassen werden. Die Europäische Zentralbank ist besorgt darüber, dass die Gewerkschaften die Ansprüche auf Lohnerhöhungen durchsetzen werden und dass die Unternehmen die Preise erhöhen werden, um einen Ausgleich der Rekordpreise für Energie und Lebensmittel zu sichern. Die Preissteigerungen haben zu der stärksten Beschleunigung der Inflation seit 16 Jahren geführt.


- Der US-Dollar ist auf ein 3-Wochen-Hoch zum Euro geklettert, nachdem der Chairman für die US-Notenbank, Ben Bernanke, geäußert hat, dass ein Anstieg der Inflationsaussichten eine "signifikante Besorgnis” sei. Die Währung ist fester gegangen, da die Händler von einer steigenden Möglichkeit ausgehen, dass die US-Notenbank in diesem Jahr eine weitere Zinserhöhung durchführen könnte.

- Die asiatischen Aktien sind erneut gefallen, und der 2-tägige Rückgang sei auf Besorgnisse zurückzuführen, dass die Abschwächung des US-Wachstums die Nachfrage nach Rohstoffmaterialien reduzieren könnte und weitere Verluste an den Kreditmärkten auslösen könnte.


 

Aktien:

 

- Wir erwarten, dass die europäischen Indizes den Handel am Donnerstag um 0,3% tiefer öffnen werden. Die US-Indizes haben nach europäischem Börsenschluss am Mittwoch rund 0,5% verloren, und die S&P-Futures haben sich nicht bewegt. Rohstoff-Aktien wurden im späten Handel gestern verkauft, und zwar aufgrund von Ängsten, dass die Abschwächung des US-Wachstums die Nachfrage nach Rohstoffmaterialien reduzieren könnte. Dieser Trend hat sich auch im asiatischen Handel fortgesetzt, und wir glauben, dass dieses Thema auch beim Börsenstart in Europa im Fokus stehen wird. Wir empfehlen Rohstoff-Aktien zu verkaufen, besonders BHP Billiton, Rio Tinto und ArcerlorMittal.

Handelsstrategie: Aktien–TrendSpotter: Royal Bank of Scotland (RBS:xlon) verkaufen. Der Finanzsektor steht weiterhin unter Druck, RBS hat sich jedoch erholt nach informellen Übernahme-Angeboten für die Versicherungseinheit. Kurzfristig glauben wir – nach dem Einpreisen dieser Gerüchte – dass es günstige Möglichkeiten für einen Verkauf und eine Abwärtsbewegung gibt. Wir wollen bei der 263-Marke verkaufen, Stop über 280; Kurs auf die 223-Marke.




 

Futures:

 

Die Seitwärtsbewegung im Bund-Future hat sich fortgesetzt

Wir kaufen den Bund-Future (fgblu8) bei 111. 40; Stop unter der 111.15-Marke, Kurs zuerst auf die 112.40-Marke.

Die Volatilität sollte steigen, da im Moment der Roll-Over (die Verlängerung) des Bund-Future vorgenommen wird. Morgen ist der letzte Handelstag für den Juni-Bundfuture. Wir empfehlen auf einem tieferen Level zu kaufen ( Das Opening war bei 111.96), da die zinsbullischen Aussagen von Trichet wahrscheinlich keine Auswirkung auf den Markt haben werden. Wir erwarten, dass der Bund-Future in den kommenden Wochen einen Anstieg markieren wird, da die europäische Wirtschaft schwächer wird.


 

 

 


 

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oder direkt an den Autor:

Markus Fugmann

fugmann@actior.de

Tel.:040/44809860

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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