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Autor | TradeCentre.de Analyst | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 03.04.07 12:38 | Antworten: | 0 | ||
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von telegate (ISIN DE0005118806/ WKN 511880) nach wie vor kaufenswert.
Nach einem Jahr des Übergangs und des Aufbaus des Geschäfts in Frankreich wolle der Auskunftsdienstleister beim Gewinn in diesem Jahr wieder kräftig zulegen. Gegenüber 2006 erwarte Finanzvorstand, Ralf Grüßhaber, ein Plus beim EBITDA von fast 200 Prozent auf 50 Millionen Euro. Zum erwarteten Umsatz habe der CFO im Gespräch mit "TradeCentre.de" allerdings keine Angaben machen wollen.
In 2006 hätten die Münchener ein Umsatzplus von 19 Prozent auf knapp 180 Millionen Euro erzielt. Die Experten würden davon ausgehen, dass in 2007 die Marke von 200 Millionen Euro Umsatz durchbrochen werde. Die Abschreibungen beziffere Grüßhaber auf circa drei Prozent vom Umsatz. Während das Finanzergebnis positiv ausfalle, dürfte sich Finanzminister, Peer Steinbrück, über eine Steuerquote des Konzerns von 30 Prozent bis 33 Prozent freuen. Für das Nettoergebnis rechne man in 2007 mit einem Überschuss zwischen 31 und 35 Millionen Euro.
Die Prognose von telegate für dieses Jahr scheine gut erreichbar zu sein. In 2006 sei in Deutschland und Österreich addiert ein EBITDA von 42 Millionen Euro eingefahren worden. Die Märkte in Italien und Spanien hätten 4,6 Millionen Euro zum operativen Gewinn beigesteuert. Während die Südländer ihren Gewinn in diesem Jahr nochmals massiv steigern dürften, würden die Experten auch in Deutschland und Österreich mit einem moderaten Gewinnzuwachs rechnen. Die Münchener sollten in der Lage sein, aus diesen Regionen ein EBITDA von über 50 Millionen Euro zu erwirtschaften.
Die hohen Anlaufkosten seien in Frankreich abgeschlossen. In 2006 habe die Region immerhin einen operativen Verlust von knapp 30 Millionen Euro verbucht. "Wir haben uns in Frankreich etabliert und sehen uns dort als Nummer 3 im Markt mit einem geschätzten Marktanteil von circa 15 Prozent. Wir streben in 2007 die Marschrichtung in die Gewinnzone an", erkläre Grüßhaber.
Ob es in Frankreich schlussendlich zu einem Gewinnbeitrag komme, hänge vor allem vom dortigen Wettbewerb ab. "Von einem moderaten Verlust, einem ausgeglichenen Ergebnis oder sogar einem kleinen Gewinn ist in Frankreich alles offen". Das Ziel eines EBITDA von 50 Millionen Euro sollte sodann nicht völlig ambitioniert sein, da Frankreich auf dem Weg in die Gewinnzone marschiere.
Glücklich sei Grüßhaber über die jüngste Steuerreform der Bundesregierung. "Wir sind einer der großen Profiteure dieser Reform ab dem kommenden Jahr", so der CFO. Habe telegate bislang gut 39% des Gewinns an den Staat in Deutschland abtreten müssen, sinke dieser Satz in 2008 auf circa 29 Prozent. Bezüglich der Gegenfinanzierung seien die Bayern kaum betroffen. Der Effekt der Steuerreform werde sich in 2008 positiv auf den Überschuss und auch auf den Cashflow auswirken.
Mit 78,3 Prozent sei der italienische Konzern Seat Pagine unverändert Großaktionär bei telegate. Die Tochter schaffe der Mutter gutes Cash an. telegate habe eine gesunde Bilanz, habe sehr gute Cashflows erzielt und zahle zudem eine satte Dividende, die übrigens auch für 2006 steuerfrei sei. Das Papier sei ein Value-Titel. Da bei Seat Pagine inzwischen aber Heuschrecken das Sagen übernommen hätten, könnte telegate mittelfristig doch komplett verkauft werden. Eine Cashcow wie telegate wäre für Private Equity ein gefundenes Fressen.
Der Altfavorit, die telegate-Aktie, ist weiter kaufenswert, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 03.04.2007) (03.04.2007/ac/a/nw)
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