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Autor | HSH Nordbank AG | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 15.05.08 16:24 | Antworten: | 0 | ||
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Nachdem die US-Staatsanleihen mit der Zuspitzung der Krise zum begehrten Anlageinstrument wurden, verabschieden sich jetzt mehr und mehr Investoren davon und suchen die risikoreicheren Aktien, berichten die Analysten der HSH Nordbank AG.
Die Daten der vergangenen Tage hätten zunehmend die Fantasie geweckt, dass die US-Notenbank bereits zum Jahresende die Leitzinsen wieder anheben könnte. Sorge bereite den Investoren vor allem der Preisauftrieb. Zwar sei die Inflation im April etwas niedriger ausgefallen als erwartet. Mit 3,9% J/J verfehle man aber weiterhin das Preisstabilitätsziel. Dazu komme, dass angesichts eines Importgüterpreisanstiegs von 15% J/J die Unternehmen ihre erhöhten Kosten teilweise auch an die Konsumenten würden weitergeben müssen.
Die Einzelhandelsumsätze, die (ohne Autos) einen respektablen Zuwachs aufgezeigt hätten, würden zudem viele Investoren in die trügerische Sicherheit wiegen, dass der US-Konsument wie in der Vergangenheit aus der Kreditkrise relativ ungeschoren davon komme. Angesichts eines nahezu perfekten Sturms von restriktiveren Kreditbedingungen, rekordhohen Ölpreisen (die neue Höchstmarke von 127 USD/Barrel sei in den vergangenen Tagen erreicht worden), teurer werdender Lebensmittel und sinkender Beschäftigung würden dies die Analysten für eine Illusion halten.
Die heutigen wöchentlichen Arbeitsmarktdaten hätten gezeigt, dass die Arbeitslosenrate weiter steigen werde. Die Industrieproduktion sei im April gegenüber dem Vormonat deutlich geschrumpft und auch der Geschäftsklimaindex aus New York habe das Bild einer schwächelnden US-Wirtschaft unterstützt.
Der morgige Michigan Konsumentenvertrauensindex werde vermutlich auf dem tiefsten Stand seit der Rezession von 1990 verharren. Zudem würden den Analysten die nächsten Daten erneut vor Augen führen, wie schlecht es um den US-Immobilienmarkt bestellt sei. Von einem Ende des freien Falls könne immer noch nicht die Rede sein, da Zwangsversteigerungen im April um 65% gegenüber dem Vorjahr zugenommen hätten und das Überangebot an Häusern weiterhin auf Rekordniveau sei.
Unter dem Strich würden es die Analysten der HSH Nordbank AG für wahrscheinlich halten, dass die Aufwärtsdynamik bei den Renditen nicht aufrechterhalten werden könne bzw. in den nächsten Tagen der Rückwärtsgang eingelegt werde. (15.05.2008/ac/a/m)
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