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Norbert Lohrke: 16.05.08 08:57 New Economy, Old Economy |
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Autor | TradeCentre.de Analyst | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 13.06.07 10:49 | Antworten: | 0 | ||
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von Senator Entertainment (ISIN DE000A0BVUC6/ WKN A0BVUC) bis 3 Euro zu kaufen.
Die einstige Skandalnudel des Neuen Marktes, die infolge von Größenwahn im Jahr 2004 sogar Insolvenz habe anmelden müssen, sei wieder voll da. Die neuen Gesellschafter, in erster Linie die HSW GmbH, die Beteiligungsgesellschaft des Vorstandsvorsitzenden Helge Sasse und des Vorstandsmitglieds Marco Weber, hätten das Unternehmen aus der Insolvenz geführt und sich nun zur Aufgabe gesetzt, einen voll integrierten Medienkonzern zu schaffen, der die gesamte Wertschöpfungskette abdecke.
Wie den Experten von "TradeCentre.de" Sasse bei ihrem Besuch in der Berliner Firmenzentrale erläutere, sei es mittelfristig das Ziel, einen unabhängigen, international agierenden Unterhaltungskonzern zu schaffen, der zwischen 300 Millionen Euro und 400 Millionen Euro umsetze und dabei mit einer mittleren bis hohen einstelligen EBIT-Marge wirtschafte.
"Wir sind bereits auf dem besten Weg zum integrierten Medienunternehmen", sage Sasse. Die Berliner seien im Filmgeschäft sehr aktiv und würden hier bereits eine breite Wertschöpfungskette abdecken. Insgesamt sollten aus dem Hause Senator Entertainment in diesem Jahr circa 30 Filme ins Kino kommen. Mit Oliver Pochers "Vollidiot", der bereits über 750.000 Besucher in die Kinos gelockt habe, habe die Gesellschaft bereits einen großen Erfolg gefeiert. "Wir verdienen mit dem Film schon Geld, da die Produktionskosten inzwischen eingespielt wurden", freue sich Sasse.
Große Erwartungen habe der CEO auch bezüglich der Eigenproduktion "Fireflies in the Garden", die sein Partner Weber gerade in Texas abgedreht habe. Hauptdarstellerin sei in dem Streifen Julia Roberts, die nach Dreh des Films ihre Schwangerschaftspause einlege und zunächst keine weiteren Filme drehen werde. "Durch die weltweiten Vorverkäufe des Films haben wir die Produktionskosten bereits wieder eingespielt", sage der gelernte Medienanwalt.
Neben den Geschäftsbereichen Filmverleih und Filmproduktion sowie der DVD-Sparte plane Sasse das Geschäft durch den Bereich TV-Produktion und Musik noch zu erweitern. "Wir haben im Bereich Musik und TV-Produktion große Pläne", sage der CEO. Bezüglich des Einstiegs in das Segment der TV-Produktion könnte demnächst eine Akquisition verkündet werden. Im Bereich Musik sei eine Kombination aus Musikverlags- und Tonträgergeschäft angestrebt. Auch hier könnte der Vorstandsvorsitzende über einen Zukauf einen Coup landen.
Sasse selbst kenne sich bestens in der Musikindustrie aus. Er sei Mitgründer von VIVA gewesen und habe rund 14 Jahre seine eigene Medienkanzlei geleitet. Die Kontakte des ehemaligen Bertelsmann-Managers, Thomas Middelhoff - Sasses Aufsichtsratvorsitzender und Mitinvestor - dürften beim Aufbau zum Unterhaltungskonzern mit eigener Musikabteilung kaum schaden.
Im vergangenen Geschäftsjahr, das teilweise noch aus der Herausführung der Insolvenz geprägt gewesen sei, habe das Unternehmen einen Umsatz von rund 35 Millionen Euro und ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Allein circa zwei Millionen Euro habe Senator Entertainment aufwenden müssen, um die Firma aus der Insolvenz zu führen und die entsprechenden Gebühren der Anwälte zu zahlen. Ohne diesen Effekt wäre das Ergebnis bereits mit rund zwei Millionen Euro positiv ausgefallen.
Für das Jahr 2007 kündige Sasse eine Umsatzverdopplung auf 70 Millionen Euro und eine EBIT-Marge im mittleren einstelligen Bereich an. Das EBIT werde sich somit auf circa 3,5 Millionen Euro belaufen. Das EBIT entspreche in etwa dem Nettoergebnis, da der Finanzaufwand gering sei und Steuerzahlungen aufgrund von voll nutzbaren Verlustvorträgen von circa 55 Millionen Euro kaum zu zahlen seien.
Mit circa 35 Prozent gehöre Sasse über seine Beteiligungsgesellschaft zu den größten Aktionären des Unternehmens. Mehr als zehn Prozent halte Deutschlands bekanntester Unternehmensberater, Roland Berger. Ebenfalls zu den weiteren Aktionären würden auch Aufsichtsratschef, Thomas Middelhoff, und dessen Umfeld zählen. Die insgesamt rund 20 Millionen Aktien entsprächen einer Kapitalisierung von knapp 60 Millionen Euro.
Limitiert bis drei Euro ist die Senator Entertainment-Aktie für die Experten von "TradeCentre.de" ein Kauf. (Analyse vom 13.06.2007) (13.06.2007/ac/a/nw)
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