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Autor | Frankfurter Tagesdienst | Bewertung bei 1 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 28.03.08 17:14 | Antworten: | 0 | ||
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Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen Käufe der Aktie von Oracle (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) zurückzustellen.
Oracle habe am Mittwoch seine Zahlen bekannt gegeben und damit für alles andere als Begeisterung gesorgt. Der Hersteller von Business-Software habe in seinem 3. Fiskalquartal die Marktprognosen verfehlt. Diese seien sehr ambitioniert gewesen, da man sich von den zahlreichen Akquisitionen, die Oracle in den vergangenen Monaten durchgeführt habe, einiges an Wachstumspotenzial versprochen habe.
Die Zahlen von Oracle seien im Grunde nicht schlecht ausgefallen, hätten aber nicht ausgereicht. Der Nettogewinn sei um 30% auf 1,3 Mrd. US-Dollar gestiegen. Der Umsatz habe mit 5,37 Mrd. US-Dollar knapp unter den Erwartungen der Analysten gelegen, die mit 5,41 Mrd. US-Dollar Umsatz gerechnet hätten. Nachbörslich sei der Kurs von Oracle deutlich auf knapp über 19,00 US-Dollar zurückgefallen. Dafür sei aber vor allem der Kommentar des Unternehmens ursächlich gewesen.
Die Kunden würden sich stärker zurückhalten als erwartet. Die IT-Budgets würden aufgrund der Befürchtung einer Verschlimmerung der wirtschaftlichen Lage in den USA gekürzt. Und im laufenden Gesamtjahr 2008 werde diese Entwicklung sich fortsetzen. Damit sei Oracle nach Cisco schon das zweite IT-Unternehmen, welches sich so konkret zu diesem Thema äußere.
Allerdings: Nachdem Cisco bereits vor einigen Wochen den Markt mit diesen Aussichten geschockt habe, werde sich die Reaktion auf Oracles Bericht in Grenzen halten. Gerade im Technologiebereich seien die Kurskorrekturen seit dem Herbst beachtlich gewesen. Mithin seien 70% der Börsenbewertungen ausradiert worden. Das habe bei vielen Titeln zu einer massiv überverkauften Situation geführt. Panikverkäufe würden hieraus jedenfalls nicht resultieren.
Für die Oracle-Aktie selbst sollten Käufe jedoch vorerst zurückgestellt werden, da sich die Verkaufstendenz von Mittwochabend nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" erst einmal ausweiten wird. (Ausgabe 48 vom 28.03.2008) (28.03.2008/ac/a/a)
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