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Norbert Lohrke: 21.08.08 08:59 Vorstände auf Abwegen |
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Rohstoffspiegel: 20.08.08 21:42 Exploration auf Hochtouren... |
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Markus Fugmann: 20.08.08 11:13 Marktausblick 20.08.08 für... |
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Autor | LB Baden-Württemberg | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 09.05.08 12:11 | Antworten: | 0 | ||
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Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Pünktlich zur großen Reisewelle am Pfingstwochenende erhöhten nicht nur die Tankstellen ihre Spritpreise, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.
Auch die Ölnotierungen an den Weltmärkten hätten neue Rekordstände erreicht. Ein Fass Brent-Öl koste momentan mehr als 123 US-Dollar und US-amerikanisches Leichtöl der Sorte WTI sei sogar über die Marke von 124 US-Dollar geklettert. Angetrieben würden die Preise unter anderem von der Furcht vor einer Angebotsverknappung. Eine neue Anschlagsserie gegen Pipelines beeinträchtige derzeit die Verschiffung des Öls im wichtigsten afrikanischen Förderland Nigeria. Zudem hätten Streiks in Großbritannien in den vergangenen Tagen etwa ein Drittel der Ölproduktion des Königreiches lahm gelegt.
Wie so oft würden die aktuellen Nachrichten jedoch den Blick auf die fundamentalen Veränderungen überschatten, die dem langfristigen Preistrend zugrunde liegen würden. In den vergangenen Jahren sei in den meisten Ländern der Ausbau der bestehenden Anlagen zur Förderung und Verarbeitung von Rohöl vernachlässigt worden, da sich der Verbrauch in den etablierten Wirtschaftsnationen seit Ende der 1970er Jahre nur noch wenig erhöht habe.
Seit den 1990er Jahren mache sich allerdings die zusätzliche Nachfrage aus den so genannten Schwellenländern immer stärker bemerkbar. Beispielsweise habe die Volksrepublik China ihren Ölverbrauch in den letzten zehn Jahren auf mehr als 8 Mio. Barrel pro Tag verdoppelt. Das Reich der Mitte sei dadurch zum weltweit zweitgrößten Verbraucher nach den USA aufgestiegen, die mit knapp 21 Mio. Barrel pro Tag die Rangliste anführen würden. Die stark steigenden chinesischen Ölimporte stünden dem Weltmarkt entsprechend nicht mehr zur Verfügung und würden den Preis treiben.
Die globalen Ölreserven seien zwar (noch) nicht versiegt. Kurzfristig sei bei einer Entspannung der Lage in Nigeria und Großbritannien auch ein leichter Rückgang der Preise unter die Marke von 120 US-Dollar wahrscheinlich. Langfristig müssten sich die Verbraucher jedoch an das dauerhaft hohe Preisniveau an den Zapfsäulen auch nach dem Pfingstwochenende gewöhnen. (09.05.2008/ac/a/m)
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