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Autor | Geldanlage-Report Analyst | Bewertung bei 1 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 06.05.08 09:26 | Antworten: | 0 | ||
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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Geldanlage-Report" ist die Aktie von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) für langfristig orientierte Investoren ein Kauf.
Selbst ein wahrscheinliches Gelingen der Yahoo!-Übernahme hätte nur begrenzte Auswirkungen auf den Kurs. Bisher sei der Online-Sektor das Problemkind.
Eins vorab: Wer über den Kauf von Microsoft-Aktien nachdenke, sollte einen langfristigen Zeithorizont haben.
Das Brot- und Butter-Geschäft des ungeliebten Quasi-Monopolisten aus Redmond, das Windows Betriebssystem, das Office-Software-Paket und Desktop-PCs, sei zwar höchstprofitabel aber kaum wachstumsträchtig. Zumal die Umsatzspitze mit dem Launch des XP-Nachfolgers Windows Vista bereits Vergangenheit sei.
86 Prozent des Gewinns würden mit diesen drei Eckpfeilern erzielt. Das Spielkonsolengeschäft (Xbox) habe nach Milliardenanlaufverlusten zwar nun den Sprung in die Profitabilität geschafft. Prinzipiell hänge das Wachstum von Microsoft bis auf weiteres aber an der Entwicklung des PC-Marktes.
Dieser habe zwar im ersten Quartal insgesamt um 11 Prozent zugelegt. Der Löwenanteil der Steigerungsrate sei jedoch an Apple gegangen. PCs mit dem Windows-Betriebssystem seien nur vier Prozent mehr verkauft worden. Problemkind sei das Online-Geschäft. Dieses habe zwar im letzten Quartal mit einem Umsatz von 843 Millionen US-Dollar weniger als sechs Prozent der Gesamterlöse von 14,4 Milliarden US-Dollar ausgemacht, werde aber immer wichtiger.
Denn Google dränge massiv auf den Software-Markt und biete inzwischen ein kostenloses Bürosoftware-Paket an, das Word, Excel und Co. Konkurrenz machen solle. Der Clou: Das Google-Produkt sei online-basiert. Umso wichtiger sei es daher für Microsoft seinerseits, in den Gefilden des Konkurrenten zu wildern und sich ein größeres Stück vom Online-Werbemarkt zu sichern, der aktuell von Google dominiert werde.
Microsoft selbst sei hier momentan die Nummer drei hinter Yahoo!. Nur ein Zusammenschluss der beiden Verfolger könnte ein einigermaßen starkes Gegengewicht zu Google aufbauen - auch was die finanziellen Ressourcen betreffe. Der Weg bis dahin sei aber weit, sehr weit. Trotz der Einmaleffekte durch die Übernahme von Aquantive habe der Internetbereich der Mannen um CEO Steve Ballmer im letzten Quartal einen Verlust von 200 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Die Übernahme von Yahoo! würde diesen Geschäftsbereich aber in ganz neue Sphären katapultieren.
Hinzu komme: Microsoft sitze auf Cashbeständen und kurzfristig in Cash verwandelbaren Investitionen in Höhe von rund 22 Milliarden US-Dollar, könnte also die Hälfte der Übernahme sofort aus der eigenen Tasche begleichen. Quartal für Quartal erwirtschafte das Unternehmen dank hoher Gewinnmargen einen operativen Cashflow von vier bis fünf Milliarden US-Dollar.
Nach der Absage der Yahoo!-Übernahme dürfte sich das kurzfristige Aufwärtspotenzial in einem überschaubaren Rahmen bewegen.
Dennoch ist die Aktie des Software-Giganten Microsoft nach wie vor ein grundsolides Standard-Investment, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 06.05.2008) (06.05.2008/ac/a/a)
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