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Autor | SEB Analyst | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 29.04.08 16:15 | Antworten: | 0 | ||
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der SEB, Oana Floares, stuft die METRO-Aktie (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) unverändert mit "buy" ein.
Die Gesellschaft habe die Q1-Erlöse - trotz des in diesem Jahr sehr frühen Osterfestes und der dadurch fehlenden drei Handelstage - um +7,3% (währungsbereinigt: +7,6%) auf 15.628 Mio. EUR gesteigert. Dabei sei das Vertriebsnetz um 17 Neueröffnungen weiter ausgebaut worden. Bei Real(Warenhäuser) habe man fünf Standorte geschlossen.
Das internationale Geschäft sei auch weiterhin Wachstumsmotor geblieben: Zu der Steigerung um +12,1% hätten vor allem Osteuropa und Asien/Afrika beitragen können. Das EBIT habe ebenfalls auf 152 Mio. EUR (Marge: 1,0%) nach 134 Mio. EUR im Vorjahr zugenommen. Das übrige Finanzergebnis sei durch nicht zahlungswirksame Währungseffekte im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten belastet worden, so dass per Saldo der Nettoverlust ausgeweitet worden sei (-15 Mio. EUR nach -12 Mio. EUR im Vorjahr).
METRO habe die Ziele 2008 - die Steigerung der Erlöse um mehr als +6% und die EBIT-Marge vor Sondereffekten von 6 bis 8% - bekräftigt. Darin seien allerdings Sonderaufwendungen im Rahmen der laufenden Restrukturierung bei Real noch nicht enthalten.
Weiterhin seien hohe Umsatzzuwächse in Osteuropa (Russland) sowie Asien/Afrika (China) zu erwarten. Der Fokus liege auf dem Sorgenkind Real. Eingeleitete Maßnahmen sollten die Ertragsbeiträge mittelfristig erhöhen. Eine kurzfristige Kaufhof-Veräußerung sowie ein mittelfristiger Börsengang von Media Markt & Saturn dürften die Kassen klingeln lassen. Liquidität könnte z. B. zum weiteren Abbau der Nettoverschuldung, zur Erhöhung der Dividende oder für weitere Akquisitionen im Cash & Carry-Bereich verwendet werden.
Die europaweite Tendenz zum vermehrten Sparen aufgrund der unzulänglichen staatlichen Altersabsicherungen führe wohl zu einer nur verhaltenen Umsatzdynamik. Die Konjunkturverlangsamung seit mehreren Monaten im Euroraum dürfte ebenfalls belasten. Die Q1-Erlöszuwächse seien wohl von hohen Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln sowie basisbedingt (niedrige VJ-Werte nach der MwSt-Erhöhung) überzeichnet.
Zu den negativen Aspekten würden außerdem die gesättigten Märkte in Deutschland sowie der hohe Wettbewerb im Lebensmitteleinzelgeschäft, insbesondere durch den hohen Anteil an Discountern, gehören. Die hohen Energiepreise und Transportkosten würden weiter den Druck auf die Margen erhöhen. Die Neueröffnungen würden die Profitabilität zunächst ebenfalls belasten. So seien jährlich 40 zusätzliche Standorte bei Cash & Carry, 15 bei Real und über 70 bei Media Markt & Saturn geplant.
Insbesondere vor dem Hintergrund der voraussichtlich negativen Effekte auf der Ertragsseite reduzieren die Analysten der SEB das Kursziel für die METRO-Aktie von 60 EUR auf 55 EUR, bewerten sie aber weiterhin mit "buy". (Analyse vom 29.04.2008) (29.04.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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