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Analyse/ Meinung: Internationale Devisenmärkte im Fokus

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Autor UniCredit Markets & Investment Banking Bewertung bei 0 Stimme(n): Weitere Beiträge von diesem Autor
Erstellt am: 24.07.08 13:09 Antworten: 0
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Analyse/ Meinung: Internationale Devisenmärkte im Fokus

München (aktiencheck.de AG) - Mit den Euroland-Einkaufsmanagerindices und dem deutschen ifo-Geschäftsklima werden aus heimischer Sicht endlich die monatlichen Höhepunkte in Sachen Wachstumserwartung veröffentlicht, so die Analysten von UniCredit Markets & Investment Banking.


Stagflation sei ein großes Wort, da man zwangsläufig an die sauren 70er und 80er Jahre zurückdenke und dieses Reizwort sei in diesem Sinne sicherlich völlig überzogen. Letztlich lebe heute keine Regierung mehr mit dem Credo lieber 8% Inflation als 8% Arbeitslosigkeit. Trotz alledem: Eine "Ministagflation" sei mit gutem Willen sehr wohl auszumachen. Wie die EZB in der Zwickmühle zwischen deutlich über 2% liegenden Inflationsraten bzw. (noch wichtiger) Inflationserwartungen reagiere, wisse man inzwischen auch - im Zweifel einfach mal den Leitzins erhöhen.


Für die USA gelte hingegen umgekehrt: Im Zweifel Pro-Wachstum, was letztlich die kurzfristigen Swapsätze massiv auseinander gezogen habe und den EUR/USD-Kurs auf Spitzenniveaus von knapp über 1,60 getrieben habe. Sofern es also nicht zu einem ganz gewaltigen Einbruch der europäischen Sentimentindikatoren komme, dürfte die Resonanz auf EUR/USD damit durchaus überschaubar bleiben.


Ansonsten sei durchaus Bewegung in den G10-Währungen gewesen. Die gestern veröffentlichte Abstimmung anlässlich des letzten BoE-Treffens (7-1-1: sieben für unveränderte Leitzinsen, einer für Zinsanhebung, einer für Zinssenkung) habe zwar mit einem kräftigen Rückgang um in der Spitze 90 Pips durchaus Wirkung hinterlassen, der mehrmonatige Seitwärtstrend sei aber weiter ungebrochen.


Überraschendes sei hingegen aus dem pazifischen Becken gekommen. Gestern sei noch der über Erwarten starke Anstieg der australischen Inflation (mit +1,5% ggü. VQ. und +4,5% ggü. VJ. leicht höher als erwartet) ignoriert worden, aber heute habe die überraschende Leitzinssenkung Neuseelands von 8,25% auf 8,0% dann für einen kräftigen Schwächeanfall des NZD (Neuseeland-Dollar) (EUR/NZD aktuell bei 2,1140 nach gestrigem Schlusskurs von 2,0890) gesorgt und auch den AUD (Australischer Dollar) (EUR/AUD aktuell bei 1,6370) leicht unter Druck gesetzt. (24.07.2008/ac/a/m)


 

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