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Autor | Raiffeisen Centrobank | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 22.08.08 14:32 | Antworten: | 0 | ||
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Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, bewerten die Fresenius Medical Care-Aktie (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) weiterhin mit "kaufen".
Fresenius Medical Care (FMC) gelte als der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Behandlung von Patienten mit chronischem Nierenversagen. In Nordamerika, Europa und Lateinamerika würden in 2.221 Dialysekliniken 172.227 Dialysepatienten behandelt. 1979 habe Fresenius mit der Entwicklung eines innovativen Dialysesystems mit Ultrafiltrations-Kontrolle neue Maßstäbe gesetzt. Fresenius Medical Care gehöre zu 51% der Fresenius AG. 2006 habe FMC den US-Dialysedienstleister Renal Care Group übernommen.
Die Quartalszahlen hätten weitgehend den Erwartungen entsprochen, wobei ein paar Kernzahlen schon zwei Wochen davor bekannt gegeben worden seien. Der organische Umsatz sei um sieben Prozent gestiegen (Gesamtumsatz plus elf Prozent). Der Netto-Gewinn sei um 18% gestiegen. Getrieben worden sei das Ergebnis vom Bereich Produkte (+22%) und vom internationalen Geschäft, das sogar um 28% zugelegt habe. Nachdem Fresenius Medical Care in USD berichte, sei dabei sicher ein gewisser Teil auch auf den Währungseffekt zurückzuführen.
Die wichtigste Zahl in den USA (der Umsatz pro Behandlung) sei mit USD 327 unverändert im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres geblieben. Insgeheim habe sich der Markt eine Erhöhung des Ausblicks erhofft, diese sei aber ausgeblieben. Dies erkläre auch die etwas verhaltene Reaktion des Aktienkurses nach den Zahlen. Mit dem Schweizer Gesundheitsunternehmen Galenica sei eine Vertriebsvereinbarung für das Eisenmedikament Venofer in Europa abgeschlossen worden. Diese Vereinbarung passe sehr gut zu den strategischen Zielen.
Fresenius Medical Care setze weiterhin auf den Ausbau der Geschäftsregion "International". In den Regionen wie z. B. Osteuropa, Asien seien noch hohe Zuwachsraten und hier vor allem im Bereich Dialysedienstleistungen zu erwarten, da das Wachstum an Patienten in den nächsten Jahren stärker zunehmen werde als im nordamerikanischen Raum. Mit Hilfe von Zukäufen sowie innovativen Produkten solle die Unternehmensstrategie umgesetzt werden. Obwohl die Behandlungskosten in diesen Ländern gegenüber der Region Nordamerika deutlich geringer seien, würden die Analysten aufgrund der sehr niedrigen Lohnkosten vorerst noch keinen Margendruck sehen. Grundsätzlich profitiere der Titel insbesondere in diesem Marktumfeld stark von der konjunkturunabhängigen Geschäftsentwicklung.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben daher weiterhin bei ihrer "Kauf"-Einschätzung für die Fresenius Medical Care-Aktie. (Analyse vom 22.08.2008) (22.08.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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