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Autor | SES Research | Bewertung bei 2 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 12.12.07 17:58 | Antworten: | 0 | ||
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert und Alexander Braun, Analysten von SES Research, empfehlen die Aktie von FLUXX (ISIN DE000A0JRU67/ WKN A0JRU6) nach wie vor zu halten.
Der höchste Lottojackpot in der Geschichte Deutschlands sollte FLUXX ein starkes viertes Quartal ermöglichen. Nach neun Monaten habe das Unternehmen einen Nettoumsatz von EUR 48,04 Mio. und damit einen yoy-Anstieg von ca. 36% erzielt. Noch stärker sei das Wachstum im Quartalsvergleich ausgefallen: Gegenüber dem zweiten Quartal habe der Nettoumsatz im dritten Quartal um mehr als 41% auf EUR 16.73 Mio. gesteigert werden können.
Die wesentlichen Treiber dieser dynamischen Entwicklung seien ein starkes Wachstum im Sportwettenbereich (im dritten Quartal habe ein Umsatz von rund EUR 10,3 Mio. verzeichnet werden können, was einer Steigerung von 56% yoy entspreche) und der Ausbau von Tippgemeinschaften gewesen, wodurch die Handlinggebühren gegenüber dem dritten Quartal 2006 (EUR 3,1 Mio.) um 45% auf EUR 4,5 Mio. habe gesteigert werden können.
Die positive Entwicklung der Top-Line habe aufgrund der anhaltend hohen Aufwendungen für Prozess- und Rechtsberatung sowie der Investitionen in den weiteren Ausbau- der Tippgemeinschaften nicht auf das Ergebnis durchgeschlagen. Das EBIT der ersten neun Monate sei mit EUR -4,06 Mio. deutlich negativ gewesen und habe trotz gestiegenen Umsatzes um rund EUR 1 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres (EUR -3,01 Mio.) gelegen.
Nach der Ausspielung des historischen Jackpots sollte das vierte Quartal an die positive Top-Line-Entwicklung der ersten neun Monate anschließen. In einer Pressemitteilung vom 04.12.2007 habe das Unternehmen gemeldet, dass aufgrund des starken Lotto-Interesses an einigen Tagen des vierten Quartals die Umsätze um ein Zehnfaches über den normalen Tagesumsätzen gelegen hätten.
FLUXX strebe für das laufende Jahr sowie für 2008 ein zweistelliges Wachstum der Umsätze an. Daneben solle die Ertragskraft des Unternehmens gesteigert werden: Diese solle durch die eingeleitete Reduzierung der Neuakquisition von Spielgemeinschaftsverträgen erfolgen, wodurch die im Vertragsbestand gebundene Cashflow-Reserve in Höhe von rund 15,0 Mio. Euro realisiert werden sollte.
Die Reduzierung der Neuakquisitionen im Spielgemeinschaftsbereich verdeutliche die strategische Neuausrichtung der FLUXX. Das Unternehmen treibe den Wandel vom deutschen Lottovermittler zum europäischen Glückspielkonzern voran. Zukünftig sollten die Bereiche Wetten (Sportwetten) und das Casino & Poker-Geschäft weiter ausgebaut werden. Dabei habe FLUXX durch die Akquisition der mybet.com sowie durch Kooperationen mit AOL UK und zwei Fußballclubs der Premier-League (Newcastle United und West Ham United) ihre Position in UK deutlich gestärkt.
Neben der Expansion in den UK-Raum plane FLUXX den Ausbau des Spanien-Geschäfts (auch stationär). Dabei habe FLUXX die Kooperation mit dem bekannten spanischen (Lotterie-)Losverkäufer "La bruja de Oro" (Die Goldene Hexe) vermelden können. Laut FLUXX könnte das Spanien-Geschäft schon in 2007 profitabel werden. Daneben plane FLUXX weiterhin die Übernahme der SPORTWETTEN.DE AG. Mit dieser Akquisition würde das Unternehmen die Abhängigkeit vom GlüStV in Deutschland weiter reduzieren (Pferdewetten wären nach Inkrafttreten des GlüStV das einzige zulässige Online-Glückspiel in Deutschland).
Die strategische Neuausrichtung verbunden mit dem sehr starken Umsatzwachstum sowie den rückläufigen Investitionen in Tippgemeinschaften würden eine Anpassung der Prognosen notwendig machen. Zwischen 2006 und 2009 würden die Analysten ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von ca. 18% erwarten. Der wesentliche Treiber hierfür sei der deutliche Anstieg der Umsätze im Sportwettenbereich. Das Geschäft mit den Tippgemeinschaften sollte sich aufgrund der sinkenden Investitionen rückläufig entwickeln, aber einen positiven Effekt auf das Ergebnis haben. Die Analysten würden einen Anstieg des EBIT bis auf EUR 2,8 Mio. in 2009e erwarten.
Die FLUXX-Aktie werde auch weiterhin vom den GlüStV betreffenden Newsflow beeinflusst werden. Daneben plane FLUXX die Übernahme der SPORTWETTEN.DE AG (es liege eine Übernahme in Höhe von EUR 1,09 je Aktie vor, dies entspreche einem Unternehmenswert in Höhe von ca. EUR 11,7 Mio.). Mit dieser Akquisition würde FLUXX hohe Synergien erzielen und zum Marktführer im Online-Pferdewettmarkt aufsteigen.
Die Strategie von FLUXX bestehe weiterhin darin, mögliche negative Auswirkungen des GlüStV zu reduzieren. In dem Ausbau des Auslandsgeschäfts und der Stärkung des Pferdewettgeschäfts (diese seien vom GlüStV nicht betroffen) würden die Analysten eine erfolgreiche Umsetzung dieser Strategie sehen. Die Neupositionierung des Unternehmens habe sich zunächst negativ auf das Ergebnis ausgewirkt, sodass die Analysten ihre Prognosen nach unten hätten anpassen müssen. Aufgrund der reduzierten Investitionen in die Tippgemeinschaften sollte sich aber ab 2008 die Ertragslage des Unternehmens signifikant verbessern. Diese hätten die Analysten in ihren Prognosen berücksichtigt.
Aufgrund des Verwässerungseffektes durch die Ausgabe der Wandelanleihe am 10.10.2007 (Annahmen: Wandelanleihe werde vollständig platziert, alle ausgegebenen Anleihen würden in FLUXX-Aktien gewandelt) sowie durch die Anpassung der Prognosen ergebe sich ein neues, leicht reduziertes DCF-basiertes Kursziel von EUR 4,20. Effekte auf Umsatz und Ergebnis, die sich aus einer Akquisition der SPORTWETTEN.DE AG ergeben würden, seien in den Prognosen der Analysten noch nicht enthalten.
Das Rating der Analysten von SES Research für die Aktie von FLUXX lautet weiterhin "halten". (Analyse vom 12.12.2007) (12.12.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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