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Analyse/ Meinung: Eurozone Investitionen und Konsum gebremst

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Autor Helaba Analyst Bewertung bei 2 Stimme(n): Weitere Beiträge von diesem Autor
Erstellt am: 05.09.08 12:55 Antworten: 0
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Analyse/ Meinung: Eurozone Investitionen und Konsum gebremst

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Eurozone weist das gleiche konjunkturelle Muster wie Deutschland auf, so die Analysten der Helaba.


Nach einem starken ersten Quartal mit einem Wachstum von 0,7% habe die Wirtschaft des gemeinsamen Währungsraums im zweiten Vierteljahr den Rückwärtsgang eingelegt (-0,2%). Verursacht worden sei diese Entwicklung durch rückläufige private Konsumausgaben und sinkende Anlageinvestitionen. Stabilisierend hätten nur der Staatskonsum sowie der Außenhandel gewirkt. Auch im weiteren Jahresverlauf sei aufgrund der Abschwächung der Weltwirtschaft, der Immobilien- und Baukrise vor allem in Spanien sowie der schwachen Konsumentwicklung nur mit einem äußerst geringen Wachstum zu rechnen.


Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone werde 2008 somit nur um schätzungsweise 1,2% zulegen. In Deutschland dürfte die Dynamik mit 1,7% etwas höher ausfallen, weil der Außenbeitrag aufgrund der höheren Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und der Konzentration auf international gefragte Investitionsgüter etwas mehr zum Wachstum beitrage. Auch die Investitionstätigkeit in Deutschland sei zurzeit stärker als in der Eurozone. 2009 dürfte die Dynamik sowohl in der Währungsunion als auch hierzulande wieder zunehmen. Gleichwohl liege das Wirtschaftswachstum 2009 mit gut 1% in Deutschland und 1% in der Eurozone nochmals niedriger als in diesem Jahr.


Die deutschen Exporte hätten nach dem starken Anstieg zu Jahresbeginn ihr hohes Niveau im zweiten Quartal nur noch leicht übertreffen können. Aufgrund der schwachen Auftragslage aus dem Ausland müsse in den nächsten Monaten sogar mit einem Rückgang der Ausfuhren gerechnet werden. Der Handelsbilanzsaldo, der in der Berichtswoche für Juli veröffentlicht werde, dürfte saisonbereinigt deswegen leicht zurückgehen. Denn auch von den Importen sei im Juli noch keine Entlastung zu erwarten, da der zuletzt gesunkene Ölpreis sich erst im August in einer sinkenden Einfuhr niederschlagen werde. (05.09.2008/ac/a/m)


 

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