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Autor | HSH Nordbank AG | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 15.05.08 17:36 | Antworten: | 0 | ||
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Das Profil der Aktienkursentwicklung in Europa gleicht wie gewohnt dem Amerikas, so die Analysten der HSH Nordbank AG.
Das Wachstum der Konjunktur schwäche sich auch diesseits des Atlantiks ab und die Bankgewinne würden stark unter den Abschreibungsbürden infolge der globalen Finanzmarktkrise leiden. Aber auch hierzulande seien die Finanzinstitute bei der Rekapitalisierung erfolgreich gewesen, was den Aktennotierungen zuletzt wieder auf die Beine geholfen habe. DAX und EURO STOXX 50 seien per Saldo seit Mitte Februar um rund 2% geklettert, seit den Tiefstständen im März sogar um rund 10%.
Die Entwicklung der Gewinnprognosen sei dagegen eher negativ ausgefallen. Insbesondere die angesprochenen Wertberichtigungen bei den Finanzunternehmen, aber auch Abwärtsrevisionen der Konjunkturprognosen infolge des starken Euro und der massiv gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise hätten auf die Annahmen gedrückt.
Nachdem der Konsensus laut JCF im Januar noch mit einem durchschnittlichen Gewinnwachstum der europäischen Gesellschaften in 2008 von gut 11% gerechnet habe, werde jetzt nur noch von einem Plus von rund 3% ausgegangen. In 2009 sollten die Erträge dann jedoch wieder deutlich anziehen - aktuell werde mit einem Zuwachs um über 11% gerechnet. Dieses würden neben den Banken vor allem die Unternehmen der Technologie- und Industriegüter-Branche tragen. Gerade diese würden von der ungebrochenen Wachstumsdynamik in Asien und dem Mittleren Osten profitieren.
Als Reaktion auf die geringeren Wachstumsaussichten in Europa und die bereits im US-Aktien-Teil thematisierten Risiken haben die Analysten der HSH Nordbank AG ihre Prognosen für die Entwicklung auch der hiesigen Aktienindices leicht reduziert. Dennoch sähen sie weiterhin gute Chancen für Aktieninvestments. Auf Basis der erwarteten Gewinne, welche die Analysten infolge ihrer Konjunkturprognose für realistisch, wenn nicht gar konservativ halten würden, seien europäische Dividendentitel im Durchschnitt mit einem KGV von rund 11,6 noch immer recht günstig bewertet und würden Dividendenrenditen von durchschnittlich 3,7% aufweisen.
Auch die von den Analysten erwarteten Leitzinssenkungen der EZB, ein schwächerer Ölpreis und ein wieder erstarkender US-Dollar sollten den Märkten im zweiten Halbjahr Unterstützung bieten. Zu guter Letzt rechne man für dieses Jahr auch durch die Einführung der Abgeltungssteuer in Deutschland mit einer typischen Jahresendrally. Den EURO STOXX 50 sehe man daher zum Jahresende 2008 bei rund 4.400 (bisher 4.700) Punkten. (15.05.2008/ac/a/m)
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