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Analyse/ Meinung: EUR/USD pendelt um 1,55

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Autor HSH Nordbank AG Bewertung bei 0 Stimme(n): Weitere Beiträge von diesem Autor
Erstellt am: 15.05.08 18:00 Antworten: 0
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Analyse/ Meinung: EUR/USD pendelt um 1,55

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Nachdem der USD gegenüber dem EUR kurzfristig die Marke von 1,60 überspringen konnte, überwand er in der Folge wieder einen Teil seiner Schwäche und pendelt aktuell um die 1,55, so die Analysten der HSH Nordbank AG.


Positivere Konjunkturdaten aus den USA hätten im Vorwege der FED-Zinsentscheidung Ende April Zweifel daran aufkommen lassen, ob die US-Notenbank tatsächlich die Geldpolitik so deutlich lockere, wie ursprünglich angenommen. Insgesamt scheine unter Anlegern die Auffassung vorzuherrschen, dass das Schlimmste der Finanzmarktkrise überstanden sei, was tendenziell den USD stärke. Nach Erachten der Analysten handle es sich aber nur um eine momentane Stärke; zum Ende des dritten Quartals würden sie für EUR/USD wieder mit Niveaus knapp oberhalb der 1,60 rechnen.


Die Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone sollte sich weiter ausdehnen, denn die FED dürfte ihren Zinssenkungskurs fortsetzen und bis zum Frühherbst die Leitzinsen bis auf 1,50% senken, während die EZB erst einmal in Wartestellung bleibe. Mit dem allmählichen Auslaufen der Finanzmarktkrise und dem sich wieder bessernden US-Konjunkturausblick sollte der USD gegenüber dem EUR jedoch wieder an Attraktivität gewinnen.


Hinzu komme, dass die EZB wegen der sich verschlechternden konjunkturellen Perspektiven in der Eurozone zum Jahresende moderate Zinssenkungen einleite, während die FED aufgrund des hohen Inflationsdrucks zu Beginn des neuen Jahres mit Zinserhöhungen reagieren dürfte. Zum Jahreswechsel dürfte EUR/USD daher auf einem Niveau von 1,57 notieren. Im weiteren Verlauf sollte die unterschiedliche Geldpolitik der Notenbanken - die FED hebe die Leitzinsen bis auf 2,75% bis zum Ende des dritten Quartals 2009 an, wohingegen die EZB im ersten Quartal nach einer letzten Zinslockerung auf 3,50% stillhalte - dazu führen, dass sich die Stärkung des USD auf 1,48 bis zum Frühherbst 2009 fortsetze.


Der JPY habe in der letzten Zeit sowohl gegenüber dem USD als auch gegenüber dem EUR aufgrund der etwas positiveren Stimmung der internationalen Anleger und der Wiederaufnahme von Carry Trades an Boden verloren. Diese Bewegung sollte sich auf kurze Sicht umkehren, wenn klar werde, dass die Finanzmarktkrise noch nicht ausgestanden sei. Auf Jahressicht dürfte der JPY im Zuge der Beruhigung an den Finanzmärkten wieder gegenüber beiden Währungen abwerten.


Das GBP notiere gegenüber dem EUR weiterhin vergleichsweise schwach. Die Schwäche des GBP dürfte vorerst noch anhalten, da sich der Konjunkturausblick für die britische Wirtschaft düster darstelle. Damit befinde sich die Bank of England im Spannungsfeld zwischen hohen Teuerungsraten und nachlassender wirtschaftlicher Dynamik; aufgrund der mittelfristig zu erwartenden geringeren Inflationsdynamik sollten Zinssenkungen jedoch nicht vollständig aus dem Blickfeld der Notenbank geraten sein. Mit sinkenden Leitzinsen auch in der Eurozone dürfte das GBP zum Jahresende etwas stärker tendieren. (15.05.2008/ac/a/m)


 

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