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Autor | Helaba Analyst | Bewertung bei 2 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 15.05.08 16:39 | Antworten: | 0 | ||
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nachdem der Euro gegenüber dem US-Dollar im April kurzzeitig die Marke von 1,60 überschritten hatte, korrigierte der Wechselkurs merklich und notierte im Tief bei knapp 1,53, berichten die Analysten von Helaba.
Für die Dollar-Erholung gebe es zwei Gründe. Die US-Notenbank habe ihren Leitzins noch einmal um 25 Basispunkte auf 2,0% gesenkt, habe aber signalisiert, dass zumindest eine Pause im Zinssenkungszyklus bevorstehen könnte. Die Konjunkturindikatoren in den USA würden zwar weiterhin auf eine schwache Wirtschaftslage, nicht aber auf eine sich beschleunigende Abwärtsdynamik hindeuten.
Im Gegensatz dazu hätten in der Eurozone insbesondere die Stimmungsindikatoren zuletzt negativ überrascht. Zudem unterstütze eine Entspannung an den globalen Kreditmärkten den Greenback. Doch im laufenden Quartal dürfte das US-Wachstum noch schwach ausfallen. Auch angesichts der weiterhin angespannten Situation an den Geldmärkten könnten erneut Zinssenkungsspekulationen aufkommen. Von daher sei es nicht auszuschließen, dass der US-Dollar noch einmal unter Druck gerate.
In den USA hätten die Steuerrückzahlungen im Rahmen des Fiskalpakets bereits begonnen, was sich wohl erst mit einer Zeitverzögerung positiv in den Konsumdaten bemerkbar machen sollte. Zusammen mit den aggressiven Zinssenkungen werde sich dadurch das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr wieder etwas beleben, auch wenn das Trendwachstum von 2,5% angesichts des widrigen Umfelds vonseiten des Immobilienmarktes und des Finanzsektors allerdings noch nicht erreicht werde. Diese leichte Belebung im Zusammenhang mit einem Ende der FED-Lockerungen sowie mit einer Konjunkturabkühlung in der Eurozone sollte ausreichen, um der sehr niedrig bewertete US-Währung spürbaren Auftrieb zu verleihen.
Eine signifikante Verbesserung des US-Außenhandels deute an, dass sich auch von dieser Seite der Abwertungsdruck verringert. Bemerkenswert sei auch, dass an den Terminbörsen die spekulativ orientierten Investoren erstmals seit Ende 2005 netto wieder auf einen steigenden Greenback setzen würden. Die Analysten von Helaba würden für den Euro/Dollar-Kurs nach einer volatilen Seitwärtsbewegung einen Rückgang auf 1,45 bis Ende 2008 erwarten.
Das Britische Pfund leide unter den stark nachlassenden Häuserpreisen sowie der sich abschwächenden Konjunktur. Aufgrund der Inflationsrisiken werde die Bank of England aber nur zögerlich an der Zinsschraube drehen. Daher dürfte der Abwärtsdruck auf das Pfund gegenüber dem Euro begrenzt bleiben. Im zweiten Halbjahr sollte die britische Währung von der Euro-Schwäche profitieren und sich auf 0,75 EUR/GBP erholen.
Japanischer Yen und Schweizer Franken hätten im Zuge der Beruhigung an den Finanzmärkten nachgegeben. Diese so genannten Carry-Trade-Währungen würden unter einer zunehmenden Risikofreude an den Kapitalmärkten leiden. Die Korrektur der beiden Währungen dürfte sich als übertrieben erweisen, sodass sich kurzfristig Yen und Franken auch mit neuerlichen globalen Konjunkturängsten aufwerten sollten. Im zweiten Halbjahr dürften stabilere Kapitalmärkte die beiden Währungen wieder belasten, wenngleich deutliche Abwertungen ausbleiben sollten. (15.05.2008/ac/a/m)
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