|
|
Renditetrader: 02.12.08 13:55 Die Angst ist zurück:... |
|
|
Norbert Lohrke: 02.12.08 08:49 Landesbanken jetzt abschaffen! |
|
|
Stephan Feuerstein: 01.12.08 21:13 Gewinne ohne Jahresendrallye? |
|
|
Autor | SES Research | Bewertung bei 2 Stimme(n): | ![]() |
Weitere Beiträge von diesem Autor |
| Erstellt am: | 14.08.08 14:11 | Antworten: | 0 | ||
Bookmarken bei:
|
|||||
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Malte Schaumann, stuft die Dr. Hönle-Aktie (ISIN DE0005157101/ WKN 515710) weiterhin mit "kaufen" ein.
Während die Umsätze die Erwartungen übertroffen hätten, sei das EBIT und das Nettoergebnis leicht hinter den Prognosen zurückgeblieben. Im 2. Quartal sei der Materialeinsatz mit knapp 48% der Gesamtleistung höher als erwartet ausgefallen.
Wesentliche Gründe für einen Anstieg seien die Konsolidierung von Eltosch sowie ein höherer Umsatzanteil von der ebenfalls margenschwächeren Panacol. Auch wenn diese Größe im laufenden 4. Quartal wieder besser ausfallen dürfte, bleibe eine leichte Beeinträchtigung des Gesamtbildes. Die im Mai übernommene Eltosch sei erstmalig im dritten Quartal für rund 1,5 Monate konsolidiert worden. Dies und die Akquisitionen von Panacol und PrintConcept Ende 2007 würden den signifikanten Umsatz- und Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal erklären. Erfreulich sei, sämtliche Unternehmen hätten positiv zum EBIT beigetragen.
Die kurzfristige Auftragslage bei Dr. Hönle sollte nach wie vor komfortabel sein. Dies indiziere die unveränderte Guidance von Erlösen in Höhe von EUR 48,5 Mio. sowie einem EBIT in Höhe von EUR 6,1 Mio. Mittelfristig sollte sich das Unternehmen der aktuellen konjunkturellen Abkühlung nicht vollständig entziehen können. Nach der Übernahme von Eltosch werde ein gutes Drittel (bei deutlich geringerem Ergebnisanteil) der Umsätze mit Kunden aus dem Segment Bogenoffset-Druck generiert. Nach zuletzt schwächeren Branchenmeldungen (u.a. Heidelberger Druck, Technotrans) drohe eine schwächere Nachfrage aus diesem Bereich in den kommenden Quartalen auch bei Dr. Hönle.
Vor diesem Hintergrund seien die Prognosen für die kommenden beiden Jahre reduziert worden. Antizipiert worden sei ein Umsatzrückgang bei Eltosch um rund 10% sowie kein weiteres Wachstum im übrigen Geschäft im kommenden Geschäftsjahr (Kompensation rückläufiger Erlöse mit Grafix). Klassischerweise würden die Werbeausgaben in konjunkturell schwächeren Phasen eingeschränkt. Dies könnte die Umsatzausweitung mit bestehenden Kunden im Wachstumsbereich UV-Inkjet kurzfristig limitieren. Das dennoch signifikante Erlöswachstum resultiere damit aus der vollständigen Konsolidierung der übernommenen Unternehmen.
Nach der schwächeren Rohmargenentwicklung sei ein etwas höherer Materialaufwand auch für die kommenden beiden Jahre antizipiert worden, was zu der überproportionalen Reduzierung der EBIT-Prognosen führe. Im laufenden Jahr werde allerdings die Steuerquote mit rund 25% geringer als erwartet ausfallen, womit sich eine Erhöhung des Nettoergebnisses ergebe. Leicht geringere Steuerquoten für die kommenden Jahre würden das Nettoergebnis hier nur unterproportional reduzieren. Da Panacol und Eltosch ein geringeres Margenniveau aufweisen würden als das übrige UV-Geschäft, führe die Vollkonsolidierung zu einer Reduzierung der EBIT-Marge im nächsten Jahr.
Unverändert gelte: Die übernommenen Unternehmen würden erhebliche Potenziale zur Realisierung von Synergieeffekten bieten. Dies gelte insbesondere für Panacol und Eltosch. Allein bei Eltosch dürfte der Materialaufwand durch die Integration in die Fertigung von Dr. Hönle um bis zu 15 PP reduziert werden können. Dies führe zu einer Erhöhung der Ergebnisqualität in den anschließenden Perioden.
Neben Ausblicken zur Branchenkonjunktur der Druckindustrie dürfte der News-Flow im Wesentlichen durch die operative Entwicklung determiniert werden. Nachdem Dr. Hönle den Ausblick bestätigt habe, drohe jedoch ein leichtes Unterschreiten der Prognose auf der Ergebnisseite. Vorläufige Zahlen für das Gesamtjahr werde das Unternehmen im Dezember berichten. Nach wie vor verfüge das Unternehmen über eine signifikante Cash-Position. Nachdem nach den Akquisitionen die Integration der Unternehmen im Fokus stehe, sei auch eine deutliche Ausweitung der Dividendenzahlung denkbar.
Das Kursziel werde auf Basis eines DCF-Modells auf EUR 12,00 (vorher: EUR 12,50) reduziert. Dies werde unterstützt vom Free Cash Flow Yield 2008 und 2009. Eine Dividendenrendite von rund 5% sollte die Abwärtsrisiken limitieren.
Das Rating der Analysten von SES Research für die Dr. Hönle-Aktie bleibt "kaufen". (Analyse vom 14.08.08) (14.08.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Sie sind leider nicht angemeldet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzername und Password und geben Sie dann bitte Ihre Bewertung ab. Sollten Sie noch keinen Account bei World of Investment haben, können Sie sich hier registrieren.